Die Startvorgang Funktion wird beispielhaft am Motor 926.9 (6 Zylinder) beschrieben.
G07.15-A037-79
0 | Zündung Aus | S10 | Taste Motorstart | |
1 | Kl. 15R Ein | S11 | Taste Motorstopp | |
2 | Kl. 15 Ein | Y600 | Einzeleinspritzpumpe Zylinder 1 | |
3 | Kl. 50 | Y601 | Einzeleinspritzpumpe Zylinder 2 | |
A3 | Steuergerät Fahrregelung (CPC) | Y602 | Einzeleinspritzpumpe Zylinder 3 | |
A6 | Steuergerät Motormanagement (MR) | Y603 | Einzeleinspritzpumpe Zylinder 4 | |
B15 | Kurbelwellenpositionssensor | Y604 | Einzeleinspritzpumpe Zylinder 5 | |
B16 | Nockenwellenpositionssensor | Y605 | Einzeleinspritzpumpe Zylinder 6 | |
CAN 4 | Antriebs-CAN | A | Eingangssignale | |
M1 | Starter | B | Ausgangssignale | |
S1a | Zündschloss |
Allgemeines
Der Motor kann gestartet werden:
Über eine entsprechende Startanforderung über den Antriebs-CAN
Mit dem Zündschloss
Mit der Taste Motorstart
Voraussetzungen
Spannungsversorgung (Kl. 30 und Kl. 15) am Steuergerät Motormanagement (MR) vorhanden.
Elektronische Wegfahrsperre vom Fahrberechtigungssystem deaktiviert
Anlasssperre aufgehoben, d. h.:
Getriebe in Neutralstellung (nur bei Startanforderung über die Taste Motorstart)
Nebenabtrieb, sofern vorhanden, ausgeschaltet
Motor aus oder Motordrehzahl unter 50/min
Funktion
Sind alle Voraussetzungen erfüllt und wird das Zündschloss oder die Taste Motorstart betätigt oder über den Antriebs-CAN eine entsprechende Botschaft mit der Startanforderung empfangen, steuert das Steuergerät Motormanagement (MR) über ein Startervorschaltrelais das Einrückrelais des Starters an.
Der Starter setzt den Motor in Bewegung. Das Steuergerät Motormanagement (MR) prüft, ob der Starter den Motor mit einer Mindestdrehzahl von 50/min dreht.
Anhand der Signale des Kurbelwellenpositionssensors und des Nockenwellenpositionssensors erkennt das Steuergerät Motormanagement (MR) den Kompressionstakt des 1. Zylinders, um den Förderbeginn (zur Regelung des Spritzbeginns) berechnen zu können.
Gleichzeitig ermittelt das Steuergerät Motormanagement (MR) die zur Verbrennung erforderliche Einspritzmenge und steuert die Magnetventile in den Einzeleinspritzpumpen Zylinder 1 bis 6 entsprechend an.
Springt der Motor an, während das Zündschloss oder die Taste Motorstart noch betätigt werden, und erreicht eine Motordrehzahl von ca. 450/min (bei warmem Motor) bis ca. 650/min (bei kaltem Motor), wird die Ansteuerung des Starters unterbrochen (Starterabwurfdrehzahl).
Das Ritzel wird aus dem Zahnkranz am Schwungrad gezogen, während vom Steuergerät Motormanagement (MR) in die Leerlaufdrehzahlregelung übergegangen wird. Dieser Übergang wird auch als Startabwurf bezeichnet und hat ausschließlich einen Wechsel der Berechnungsmethode des Steuergeräts Motormanagement (MR) zur Folge.
Bei besonders niedrigen Außentemperaturen und somit schlechterem Startverhalten wird die Startzeit auf 90 s begrenzt, um eine Überlastung des Starters zu verhindern. Die Ansteuerung des Starters und der Magnetventile in den Einzeleinspritzpumpen Zylinder 1 bis 6 wird unterbrochen. Erst nach einer Wartezeit (frühestens 1 s nach Abschalten des Starters) kann der Startvorgang von Neuem erfolgen.
Bei Fahrzeugen bzw. Motoren mit Flammanlage kann die Startzeit jedoch deutlich verkürzt werden.
Referenzierte Dokumente
- gf0700g3001a Ermittlung der Motordrehzahl und des Kurbelwellenwinkels Funktion
- gf0700g3002a Ermittlung des Kompressionstaktes am 1. Zylinder Funktion
- gf0707g3001a Ermittlung der Luftmasse Funktion
- gf0715g4006a Ermittlung der Motortemperatur Funktion
- gf0715g4008a Ermittlung der Kraftstofftemperatur Funktion
- gf4700g0002a Kraftstoffversorgung Funktion