Die Ermittlung des Kompressionstakts am 1. Zylinder Funktion wird beispielhaft am Motor 926.9 (6 Zylinder) beschrieben.
G07.15-A028-79
A6 | Steuergerät Motormanagement (MR) | B16 | Nockenwellenpositionssensor | |
B15 | Kurbelwellenpositionssensor | A | Eingangssignale |
G07.15-A027-79
1 | Schwungrad | B15 | Kurbelwellenpositionssensor | |
2 | Nockenwellenrad | B16 | Nockenwellenpositionssensor | |
3 | Bohrung | A | Eingangssignale | |
4 | Zusätzliche Bohrung (zur Erfassung des Kompressionstakts am 1. Zylinder) | X | Drehrichtung | |
A6 | Steuergerät Motormanagement (MR) |
Allgemeines
Die Ermittlung des Kompressionstakts am 1. Zylinder erfolgt, sobald der Motor gestartet wird. Weil dazu die Stellung der Kurbelwelle allein nicht ausreicht, verwendet das Steuergerät Motormanagement (MR) zusätzlich die Signale des Nockenwellenpositionssensors.
Ist der Kompressionstakt am 1. Zylinder jedoch erst einmal bekannt, dann werden alle weiteren Kompressionstakte nur noch anhand der Signale des Kurbelwellenpositionssensors berechnet.
Die Signale des Nockenwellenpositionssensors werden dann ausschließlich dazu verwendet, die Motordrehzahl bzw. den Kompressionstakt des 1. Zylinders zu ermitteln, wenn der Kurbelwellenpositionssensor ausfällt.
Der Grund dafür ist, dass der Kurbelwellenpositionssensor genauere Werte über die Kurbelwellenstellung liefert als der Nockenwellenpositionssensor. Somit kann der Ansteuerungsbeginn der Einzeleinspritzpumpen Zylinder 1 bis 6 (Y600 bis Y605) exakter bestimmt werden.
Funktion
Das auf der Auslassnockenwelle befindliche Nockenwellenrad (2) verfügt über 12 Bohrungen (3), die jeweils in einem Abstand von 30° über den gesamten Umfang des Nockenwellenrads (2) verteilt sind. Sie lösen in dem am Nockenwellenrad (2) positionierten Nockenwellenpositionssensor jeweils einen Impuls aus.
Mithilfe einer zusätzlichen Bohrung (4) bei 55° Kurbelwellenwinkel vor dem OT des 1. Zylinders kann schließlich der Kompressionstakt des 1. Zylinders bestimmt werden.
Sobald sich die Auslassnockenwelle dreht, erzeugen die Bohrungen (3) sowie die zusätzliche Bohrung (4) im Nockenwellenpositionssensor Magnetfeldänderungen, die von einer Auswerteelektronik in Schaltsignale umgewandelt und an das Steuergerät Motormanagement (MR) weitergeleitet werden.
Wird der Motor gestartet, prüft das Steuergerät Motormanagement (MR) mithilfe der zusätzlichen Bohrung (4), wann sich der 1. Zylinder im Kompressionstakt befindet.
Da das Steuergerät Motormanagement (MR) über den Kurbelwellenpositionssensor gleichzeitig die Stellung der Kurbelwelle ermittelt, kann es die Position der zusätzlichen Bohrung (4) zur Position der Lücke auf dem Schwungrad (1) abgleichen, sodass anschließend allein die Signale des Kurbelwellenpositionssensors ausreichen, den Kompressionstakt des 1. Zylinders und somit den Ansteuerungsbeginn der Einzeleinspritzpumpen Zylinder 1 bis 6 zu bestimmen.
Referenzierte Dokumente
- gf0704g6011a Kurbelwellenpositionssensor Bauteilbeschreibung
- gf0704g6021a Nockenwellenpositionssensor Bauteilbeschreibung
- gf0715g5003a Steuergerät Motormanagement (MR) Bauteilbeschreibung