15.03.07 | Das Dokument wurde bis zu diesem Datum aktualisiert und unterliegt nicht mehr dem Änderungsdienst. |
Die angezeigte Restlaufstrecke beträgt unmittelbar nach dem Ölwechselreset 15 000 Kilometer oder 10 000 Meilen.
Die während des Serviceintervalls berechnete Restlaufstrecke ist stark von der Startlaufstrecke abhängig.
Startlaufstrecke
Unter Startlaufstrecke wird die Laufstrecke in Kilometern oder Meilen verstanden, die bis zum nächsten Service mindestens gefahren werden kann. Dies gilt jedoch nur, wenn beim Ölwechsel die vorgeschriebene Sollfüllmenge Motoröl eingefüllt wurde.
Die Startlaufstrecke ist abhängig von:
den eingestellten Qualitätsfaktoren
(Die Qualitätsfaktoren sind ab Werk auf eine Grundeinstellung voreingestellt. Sie können, wenn es die Einsatzbedingungen erfordern, mit der Stardiagnose verändert werden.)
Die Startlaufstrecke ist nicht abhängig von den Fahrbedingungen (Bewertung der gefahrenen Strecke) und eventuellen Ölnachfüllungen.
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Der Standardwert beträgt normalerweise 15 000 Kilometeroder 10 000 Meilen.
Der Wert kann jedoch, je nach Qualitätsfaktoren, davon
abweichen.
Die Startlaufstrecke wird nach jedem Ölwechsel durch den Ölwechselreset automatisch auf ihren Anfangswert gesetzt. Die Startlaufstrecke ist eine interne Rechengröße und kann im Kombiinstrument (A1) nicht angezeigt werden. Eine Anzeige der Startlaufstrecke ist nur mit der Stardiagnose möglich.
In der Multifunktionsanzeige rechts (A1p15) des Komb-instrumentes (A1) wird normalerweise die Restlaufstrecke angezeigt.
Restlaufstrecke
Die Restlaufstrecke ist unmittelbar nach dem Ölwechsel gleich der Startlaufstrecke. Dies jedoch nur, wenn beim Ölwechsel die vorgeschriebene Sollfüllmenge Motoröl eingefüllt wurde.
Die Restlaufstrecke ist die vom aktuellen Kilometerstand bis zum nächsten Service verbleibende Strecke. Die mögliche Intervallänge ist mindestens so groß wie die unmittelbar nach einem Ölwechsel angezeigte Restlaufstrecke. Sie beträgt jedoch maximal das Doppelte der Startlaufstrecke.
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Die Restlaufstrecke ist abhängig:
von der Startlaufstrecke
von den Fahrbedingungen (Dazu findet eine Bewertung der gefahrenen Strecke statt.)
von eventuellen Ölnachfüllungen
Damit werden bei ASSYST auch die Fahrbedingungen berücksichtigt:
Bei günstiger Bewertung z.B. durch:
wenig Kaltstarts,
keine hohen Motordrehzahlen,
wenig Kurzstreckenfahrten,
und Ölnachfüllungen erhält der Fahrer einen Bonus, der die Restlaufstrecke und damit das Serviceintervall verlängert.
Es wird auch berücksichtigt, ob tatsächlich gefahren wird oder ob der Motor im Leerlauf läuft. Dazu erhält ASSYST ständig Daten über die aktuellen Betriebsbedingungen des Fahrzeugs.
Bei der besten Bewertung werden für jeden gefahrenen Kilometer nur 0,6 km angerechnet.
Bei ungünstiger Bewertung der Fahrstrecke (z.B. häufigen Kurzstreckenfahrten, vielen Kaltstarts) ist die Restlaufstrecke und damit das Serviceintervall kleiner als bei günstiger Bewertung. (Gleiche Qualitätsfaktoren vorrausgesetzt.)
Bei der ungünstigsten Bewertung werden für jeden gefahrenen Kilometer bis zu 3 km angerechnet.
In der nebenstehenden Skizze ist die Startlaufstrecke und die Restlaufstrecke nochmals grafisch dargestellt:
Bei jedem Ölwechsel werden Start- und Restlaufstrecke auf den Anfangswert gesetzt. Als Startlaufstrecke (oberer Balken) ist hier der normale Wert von 15 000 km eingezeichnet (schraffierter + dunkler Teil). Die Startlaufstrecke kann von den 15 000 km abweichen (z.B. 14 000 km; schraffierter Teil), wenn die Qualitätsfaktoren nicht der Grundeinstellung entsprechen. Die Startlaufstrecke kann auch kleiner als 15 000 km sein, wenn beim Ölwechsel nicht die vorgeschriebene Sollfüllmenge Motoröl eingefüllt wird.
Die Restlaufstrecke (unterer Balken) beträgt unmittellbar nach dem Ölwechsel aber in jedem Fall 15 000 km oder 10 000 Meilen. Auch das Serviceintervall beträgt immer mindestens 15 000 km oder 10 000 Meilen.
Durch entsprechende Bonierung (günstige Bewertung der Fahrstrecken oder durch Ölnachfüllungen) kann die gesamte Restlaufstrecke und damit das Serviceintervall auf maximal das Doppelte der Startlaufstrecke, hier 30 000 km oder 20 000 Meilen, erhöht werden (weißer Teil).
Allerdings ergibt eine Startlaufstrecke kleiner als 15 000 km oder 10 000 Meilen eine Verringerung des maximal erreichbaren Serviceintervalls.
Siehe hierzu auch die Diagramme im Dokument "Motorölüberwachung Funktion".
Restlaufstrecke
Startlaufstrecke
15 000 km minimales Serviceintervall
30 000 km
maximal erreichbares
Service-
intervall
Bonierung
Ölwechsel
Warnschwelle (Strecke)
Mit der Stardiagnose kann für die Restlaufstrecke eine Warnschwelle zwischen 250 km und 8000 km eingestellt werden.
Diese Warnschwelle wird für 3 verschiedene Fahrleistungen unterschiedlich eingestellt. Durch die Ermittlung der Tageslaufleistung stellt sich das System auf die korrekte jährliche Fahrleistung ein (siehe Tabelle):
Unterschreitet die Restlaufstrecke die eingestellte Warnschwelle, wird die Restlaufstrecke automatisch eingeblendet.
Anzeige der Restlaufstrecke (Die Anzeige erfolgt entsprechend der Einstellung in Kilometern oder Meilen in der Multifunktionsanzeige rechts (A1p15) des Kombiinstrumentes.):
auf Fahreranforderung
automatisch, nach Erreichen der Warnschwelle, nachdem der Startschalter in Stellung "2"gebracht oder der Motor gestartet wurde:
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Für 10 s erscheint das Servicesymbol und die Anzeige: "SERVICE IN xxxx KM".
automatisch, bei Ablauf der Restlaufstrecke, nachdem der Startschalter in Stellung "2"gebracht oder der Motor gestartet wurde:
Für 10 s erscheint das Servicesymbol und die Anzeige
"SERVICE DURCHFÜHREN".
automatisch, nach Überziehen der Restlaufstrecke um mehr als 100 Kilometer, nachdem der Startschalter in Stellung "2"gebracht oder der Motor gestartet wurde:
Für 10 s erscheint das Servicesymbol und die Anzeige
"SERVICE xxxx KM ÜBERZOGEN".
Die Restlaufstrecke wird mit einer Auflösung von 100 km oder 100 Meilen angezeigt.
Im Dokument "Fahrerinformationen" sind sämtliche Anzeigen dargestellt.
Die Restlaufstrecke wird standardmäßig angezeigt. Damit jedoch auch Fahrer von Fahrzeugen mit geringer jährlicher Fahrleistung auf einen fälligen Service aufmerksam gemacht werden, wird im Hintergrund immer auch die Zeitinformation verarbeitet.
Die Restlaufstrecke wird täglich mit der Restlaufzeit verglichen. Unter den im Dokument "Restlaufzeit Funktion" beschriebenen Voraussetzungen, schaltet die Anzeige um, und die Restlaufzeit wird angezeigt.
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jährliche Fahrleistung in km | mögliche Warnschwellen in km | Standard-einstellung in km |
< 10 000 | 250, 500, 1000, 2000 | 1000 |
10 000 bis 30 000 | 500, 1000, 2000, 4000 | 2000 |
> 30 000 | 1000, 2000, 4000, 8000 | 4000 |
Fehlen dem ASSYST Messwerte, z.B. durch Ausfall eines Sensors, verwendet es in den Steuergeräten hinterlegte Ersatzwerte.
Im Fehlerspeicher des jeweiligen Steuergerätes (Steuergerät ME (N3/10), Steuergerät ESP, PML und BAS (N47-5), Steuergerät SBC (A7/3n1) oder Kombiinstrument (A1)) erfolgt ein entsprechender Eintrag.
Beim Ausfall der Betriebsspannung bleiben die Daten erhalten.
Referenzierte Dokumente
- gf0020p000301r Aktives Service System (ASSYST) Bedienhinweise
- gf0020p000302r Aktives Service System (ASSYST) Fahrerinformationen
- gf0020p2008r Restlaufzeit Funktion
- gf0020p2009r Motorölüberwachung Funktion