Service 24 h / 24-h-Notdienst
Soll ein Fahrzeug mit Hochvolttechnologie (TYP 221.095/195) im Rahmen eines Service-Einsatzes vor Ort diagnostiziert werden, darf dies ausschließlich von qualifizierten Mitarbeitern durchgeführt werden. Die erforderliche Mindestqualifikation hierfür ist die Hochvolt-Sensibilisierung.
Starthilfe oder andere Arbeiten, die nicht im Zusammenhang mit dem Hochvoltsystem stehen (z. B. Reifenwechsel), dürfen ebenfalls mit der Qualifikation Hochvolt-Sensibilisierung vor Ort durchgeführt werden.
Sind Diagnosen oder Arbeiten am Hochvoltsystem erforderlich, so ist das Fahrzeug in eine Werkstatt einzuschleppen. In der aufnehmenden Werkstatt darf das Fahrzeug nur durch eine Elektrofachkraft für Hochvoltsysteme in Kraftfahrzeugen, Arbeitsgebiet Serienfahrzeuge, bearbeitet werden.
Werkstattarbeiten am Hochvoltsystem
Für Arbeiten am Hochvoltsystem muss die Spannungsfreiheit wie in AR54.10-P-1150SXH beschrieben hergestellt und dokumentiert werden. Die hierzu erforderliche Qualifikation ist die einer Elektrofachkraft für Hochvoltsysteme in Kraftfahrzeugen, Arbeitsgebiet Serienfahrzeuge.
Kann die Spannungsfreiheit des Hochvoltystems nach dem Abschalten in der Werkstatt nicht eindeutig per Star Diagnosis festgestellt und dokumentiert werden, oder ist die Hochvoltbatterie aufgrund mechanischer Beschädigungen als nicht transportsicher gemäß OF54.10-P-3000-01Z einzustufen, dürfen keine weiteren Arbeiten am Hochvoltsystem durchgeführt werden. Die entsprechende Werkstattbetreuung ist zu kontaktieren, um die weitere Vorgehensweise festzulegen.
Hinweise zum Erneuern von Hochvoltbatterien
Wird ein Erneuern der Hochvoltbatterie erforderlich, so ist in jedem Fall das Analyseblatt zur Transportfähigkeit von Hochvoltbatterien OF54.10-P-3000-01Z auszufüllen und zusammen mit dem Kurztestausdruck und dem Ausdruck des BMS-Steuergeräteprotokolls dem Altteil wie auch der Reparaturdokumentation beizufügen.
Für den sicheren Umgang mit Hochvoltbatterien in der Werkstatt ist gemäß Dokument AH54.10-P-0001-01A zu verfahren.
Gefahr | Lebensgefahr beim Arbeiten an Bauteilen und Systemen mit U >= 30 V Wechselspannung (AC) bzw. U >= 60 V Gleichspannung (DC) | Beschädigte bzw. defekte spannungsführende Bauteile und Leitungen sowie nicht isolierte elektrische Verbindungen und Leitungen nicht berühren. | |
Hinweis | Allgemeine Hinweise zum Umgang mit Fahrzeugen mit Hochvolt-Bordnetz und/oder Lithium-Ionen-Batterie und/oder Gasantriebssystem | ||
Hinweis | Hinweise Batterie | ||
1 | Freischaltung/Inbetriebnahme Hochvolt-Bordnetz durchführen | ||
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2 | Analyseblatt zur Transportfähigkeit von Hochvoltbatterien ausfüllen | ||
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Referenzierte Dokumente
- ah0000z030001a Allgemeine Hinweise bei Fahrzeugen mit Hochvolt-Bordnetz und/oder Lithium-Ionen-Batterie und/oder Gasantriebssystem sowie die persönliche Schutzausrüstung
- ah5410p000101a Hinweise Batterie
- ah5410p000101a
- ar5410p1150sxh Freischaltung/Inbetriebnahme Hochvolt-Bordnetz durchführen
- as0000z003501a Lebensgefahr beim Arbeiten an Bauteilen und Systemen mit U >= 30 V Wechselspannung (AC) bzw. U >= 60 V Gleichspannung (DC)
- of5410p300001z Analyseblatt zur Transportfähigkeit von Hochvoltbatterien, Formular