si5410p0001a

Service-Information: Umgang mit Hochvoltsystemen in HYBRID-Fahrzeugen

Typ si · Thema 54.10 · Version 0104 · 2019-11-27

Gültig für: Typ 221.095/195 mit Motor 272.974

Einordnung

Funktionsgruppe 2 Fahrwerk › 54 Elektrische Anlage, Ausrüstung und Instrumente › 54.10 Batterie, Spannungsversorgung, Spannungswandler — Baureihe 221 (Baumuster 095, 195)

EinPAS 16 Kraftstoff-/Energieversorgung Motor › 16.20 Hochvolt-Bordnetz › 16.20.1 Grundinformation — Baureihe 221 (Baumuster 095, 195)

EinPAS 45 Daten/Information › 45.20 Information/Maßnahmen › 45.20.20 Serviceinformation — Baureihe 221 (Baumuster 095, 195)

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 272 974

SI54.10-P-0001A

Service-Information: Umgang mit Hochvoltsystemen in HYBRID-Fahrzeugen

27.11.2019

Typ

221.095/195 mit Motor 272.974

Service 24 h / 24-h-Notdienst

Soll ein Fahrzeug mit Hochvolttechnologie (TYP 221.095/195) im Rahmen eines Service-Einsatzes vor Ort diagnostiziert werden, darf dies ausschließlich von qualifizierten Mitarbeitern durchgeführt werden. Die erforderliche Mindestqualifikation hierfür ist die Hochvolt-Sensibilisierung.

Starthilfe oder andere Arbeiten, die nicht im Zusammenhang mit dem Hochvoltsystem stehen (z. B. Reifenwechsel), dürfen ebenfalls mit der Qualifikation Hochvolt-Sensibilisierung vor Ort durchgeführt werden.

Sind Diagnosen oder Arbeiten am Hochvoltsystem erforderlich, so ist das Fahrzeug in eine Werkstatt einzuschleppen. In der aufnehmenden Werkstatt darf das Fahrzeug nur durch eine Elektrofachkraft für Hochvoltsysteme in Kraftfahrzeugen, Arbeitsgebiet Serienfahrzeuge, bearbeitet werden.

Werkstattarbeiten am Hochvoltsystem

Für Arbeiten am Hochvoltsystem muss die Spannungsfreiheit wie in AR54.10-P-1150SXH beschrieben hergestellt und dokumentiert werden. Die hierzu erforderliche Qualifikation ist die einer Elektrofachkraft für Hochvoltsysteme in Kraftfahrzeugen, Arbeitsgebiet Serienfahrzeuge.

Kann die Spannungsfreiheit des Hochvoltystems nach dem Abschalten in der Werkstatt nicht eindeutig per Star Diagnosis festgestellt und dokumentiert werden, oder ist die Hochvoltbatterie aufgrund mechanischer Beschädigungen als nicht transportsicher gemäß OF54.10-P-3000-01Z einzustufen, dürfen keine weiteren Arbeiten am Hochvoltsystem durchgeführt werden. Die entsprechende Werkstattbetreuung ist zu kontaktieren, um die weitere Vorgehensweise festzulegen.

Hinweise zum Erneuern von Hochvoltbatterien

Wird ein Erneuern der Hochvoltbatterie erforderlich, so ist in jedem Fall das Analyseblatt zur Transportfähigkeit von Hochvoltbatterien OF54.10-P-3000-01Z auszufüllen und zusammen mit dem Kurztestausdruck und dem Ausdruck des BMS-Steuergeräteprotokolls dem Altteil wie auch der Reparaturdokumentation beizufügen.

Für den sicheren Umgang mit Hochvoltbatterien in der Werkstatt ist gemäß Dokument AH54.10-P-0001-01A zu verfahren.

Gefahr

Lebensgefahr beim Arbeiten an Bauteilen und Systemen mit U >= 30 V Wechselspannung (AC) bzw. U >= 60 V Gleichspannung (DC)

Beschädigte bzw. defekte spannungsführende Bauteile und Leitungen sowie nicht isolierte elektrische Verbindungen und Leitungen nicht berühren.

AS00.00-Z-0035-01A

Hinweis

Allgemeine Hinweise zum Umgang mit Fahrzeugen mit Hochvolt-Bordnetz und/oder Lithium-Ionen-Batterie und/oder Gasantriebssystem

AH00.00-Z-0300-01A

Hinweis

Hinweise Batterie

AH54.10-P-0001-01A

1

Freischaltung/Inbetriebnahme Hochvolt-Bordnetz durchführen

AR54.10-P-1150SXH

2

Analyseblatt zur Transportfähigkeit von Hochvoltbatterien ausfüllen

OF54.10-P-3000-01Z

Referenzierte Dokumente