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0214 - Einbaulage der hydr. Ventilspiel-Ausgleichelemente prüfen/richtigstellen Motor 102 (außer 102.983/99) Einriementrieb

Typ ra · Thema 05.30 · Version 9451 · 1994-12-21

Gültig für:

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 05 Motorsteuerung › 05.30 Ventile

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 102 910, 102 922, 102 924, 102 962, 102 963, 102 982, 102 985

05-214 Einbaulage der hydraulischen Ventilspiel-Ausgleichelemente prüfen und richtigstellen

Vorausgegangene Arbeiten:

Luftfilter ausgebaut (09-400 bzw. 09-410).

Zylinderkopfhaube ausgebaut (01-406).

Arbeits-Nr. der Arbeitstexte und Arbeitswerte bzw. Standardtexte und Richtzeiten

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	Motor 102 (außer 102.983/99) Einriementrieb

Nockenwelle (1)

des zu prüfenden Zylinders so stellen, daß der Kipphebel (51) am Nockengrundkreis anliegt (Ziffer 1).

Meßvorrichtung

aufbauen, Meßuhr unter 5 mm Vorspannung einsetzen, Meßuhrzeiger auf "0" stellen (Ziffer 2 und 3).

Prüfen

Druckstück (06) so weit nach rechts drehen, bis fühlbarer Druckpunkt erreicht ist.
Verstellweg (Resthub) an Meßuhr ablesen. Sollwert 0,5 - 2,4 mm. Bei kleinerem oder größerem Resthub Einbaulage richtigstellen (Ziffer 4).

Resthub einstellen

Kipphebellagerbock aus-, einbauen (05-235).
Hydraulisches Ventilspiel-Ausgleichelement ausbauen und mit einer dünneren Scheibe (57) bei Resthub zu klein oder einer dickeren Scheibe bei Resthub zu groß wieder in den Kipphebel bis zum Anschlag des Sprengringes einschieben.
Resthub nochmals messen. Wird vorgeschriebener Resthub noch nicht erreicht, kann nach Bedarf eine dünnere bzw. dickere Kugelpfanne (55) eingebaut werden (Ziffern 5 bis 6).
Hinweis
Vor dem Einbau des hydraulischen Ventilspiel-Ausgleichelementes Vorratsraum mit Motoröl füllen (05-211).

Kipphebellagerbock

einbauen, Prüfung wiederholen (Ziffern 7 und 8). Vorher Motor mit Starter und Kontaktgriff einige Male drehen.







Einbauvorschrift der Scheibe und Kugelpfanne

Montage-
zustand

Scheibe

Kugelpfanne

Maß "s"

mm

Teil-Nr.

Maß "a"

Teil-Nr.

Normal 1)

1,5

103 055 07 76

3,0

103 055 00 24

Normal l 2)

1,8

103 055 06 76

3,5

103 055 02 24

Reparatur 3)

2,2

103 055 09 76

1) Serie: im Reparaturfall einbauen, wenn Teile der Motorsteuerung (Kipphebellagerböcke, Kipphebel, Nockenwelle usw.) erneuert werden. Nockenwelle mit normalem Nockengrundkreis ohne Kennbuchstaben neben Nockenwellenkennzahl.

2) Serie: im Reparaturfall einbauen, wenn Teile der Motorsteuerung (Kipphebellagerböcke, Kipphebel, Nockenwelle usw.) erneuert werden. Nockenwelle mit kleinerem Nockengrundkreis und Kennbuchstaben "E" neben Nockenwellenkennzahl.

3) Im Reparaturfall einbauen, wenn Ventile und/oder Ventilsitzringe durch Bearbeitung nachgesetzt wurden.

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	Motor 102 (außer 102.983/99) Einriementrieb

Scheibe

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Kugelpfanne

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Sonderwerkzeuge

102 589 04 21 00

001 589 72 21 00

102 589 01 59 00

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102 589 00 59 00

001 589 53 21 00

Hinweis
Die Einbaulage der hydraulischen Ventilspiel-Ausgleichelemente muß geprüft werden
a) falls Geräusche im Ventiltrieb beanstandet werden und bei einer Prüfung der Ausgleichelemente nach 05-211 keine Funktionsfehler festgestellt wurden.

b) falls Teile der Motorsteuerung, die im Zylinderkopf eingebaut bzw. angebaut sind (Ausnahme Nockenwellenrad, Ventilführungen, Ventilschaftabdichtungen) erneuert, oder wenn Ventile und/oder Ventilsitzringe bearbeitet wurden.

Zur Prüfung müssen alle im bzw. am Zylinderkopf befindlichen Steuerungsteile funktionsgerecht eingebaut und Arbeits- sowie Vorratsraum der Ventilspiel-Ausgleichelemente mit Motoröl gefüllt sein.

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Die Prüfung kann auch am ausgebauten Zylinderkopf durchgeführt werden. Dazu den Zylinderkopf mit vier Zylinderkopfschrauben (Pfeile) auf das Montagebrett 102 589 00 59 00 (1) spannen. In diesem Fall die Nockenwelle am Zweikant hinten mit einem Gabelschlüssel
(24 mm) drehen.

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Nach der Prüfung Nockenwelle so stellen, daß die Kerbe am Bund mit der Kante am Zylinderkopf übereinstimmt (Pfeil).

Um die vorgeschriebene Einbaulage der hydraulischen Ventilspiel-Ausgleichelemente zu ermitteln, muß der Resthub "Z" der Ausgleichelemente gemessen werden.
Der zulässige Resthub beträgt 0,5 bis 2,4 mm. Wird trotz Einbau einer Scheibe und Kugelpfanne nach Tabelle "Einbauvorschrift" ein Resthub kleiner 0,5 mm oder größer 2,4 mm gemessen, ist mit der nächstdünneren bzw. -dickeren Scheibe oder Kugelpfanne auszugleichen.



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Prüfen

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1 Durch Drehen der Kurbelwelle Nockenwelle so stellen, daß am zu prüfenden Zylinder die Kipphebel am Nockengrundkreis anliegen.

2 Meßvorrichtung 102 589 04 21 00 so ansetzen, daß die Klauen der Klauenhülse (03) an der ringförmigen Fläche um den halbkugeligen Druckpilz der Führungshülse (59) anliegen.



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Druckstück (06) von Hand so weit nach rechts drehen, bis es an der Scheibe (57, vorheriges Bild) anliegt, und ein deutlich fühlbarer Druckpunkt erreicht ist.
Hinweis
Das Druckstück muß an der Scheibe und nicht am Kipphebel anliegen.

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3 Meßstiftzwischenstück (04) in die zentrale Bohrung des Druckstückes (06) einführen, Meßstift der Meßuhr mit 5 mm Vorspannung (kleiner Zeiger) auf Meßstiftzwischenstück setzen und Meßuhr am Halter (Pfeil) der Klauenhülse befestigen. Durch Drehen der Meßuhrskala großen Meßuhrzeiger auf Null stellen.

4 Druckstück (06) mit einem Gabelschlüssel
(17 mm) am Sechskant langsam so weit nach rechts drehen, bis ein deutlich fühlbarer Druckpunkt erreicht ist.
An der Meßuhr den Verstellweg (Resthub) ablesen. Er muß 0,5 - 2,4 mm betragen. Bei kleinerem oder größerem Resthub Einbaulage des hydraulischen Ventilspiel-Ausgleichelementes richtigstellen.

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Richtigstellen

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5 Kipphebellagerbock ausbauen (05-235).

6 Hydraulisches Ventilspiel-Ausgleichelement (58) zusammen mit der Scheibe (57) mit einem Aluminium- oder Messingdorn vorsichtig aus dem Kipphebel herausdrücken und anschließend mit einer dünneren (Resthub zu klein) oder einer dickeren Scheibe (Resthub zu groß) wieder in den Kipphebel bis zum Anschlag an den Sprengring (56) schieben.


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Falls mit den vorhandenen Scheiben (57) der vorgeschriebene Resthub nicht erreicht werden kann, je nach gemessenem Resthub zusätzlich eine dünnere bzw. dickere Kugelpfanne (55) verwenden (siehe Hinweis, Tabellen Scheibe und Kugelpfanne).


Vor dem Einbau Vorratsraum des hydraulischen Ventilspiel-Ausgleichelementes mit Motoröl füllen (05-211, Ziffer 3).

Die Nuten in der Scheibe (57) müssen zum Druckbolzen des Ausgleichelementes zeigen.

7 Kipphebellagerbock einbauen (05-235).

8 Prüfung der Ziffern 1 bis 3 wiederholen.
Hinweis
Vor der Prüfung die Kurbelwelle mit Starter und Kontaktgriff einige Male drehen.

9 Der weitere Einbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge des Ausbaues.

10 Bei laufendem Motor Dichtheit prüfen.

Referenzierte Dokumente