gf5410p0003ca

Energiemanagement Funktion

Typ gf · Thema 54.10 · Version 0106 · 2013-03-26

Gültig für: TYP 207.3/4 bis Modell-J. 2014

Einordnung

Funktionsgruppe 2 Fahrwerk › 54 Elektrische Anlage, Ausrüstung und Instrumente › 54.10 Batterie, Spannungsversorgung, Spannungswandler — Baureihe 207 (Baumuster 3**, 4**)

GF54.10-P-0003CA

Energiemanagement Funktion

26.3.13

TYP

207.3/4

bis Modell-J. 2014

Energiemanagement Funktion

A1

Kombiinstrument

A1p13

Multifunktions-Display

B95

Batteriesensor

F32

Sicherungskasten elektrische Vorsicherungen vorn

F32k1

Entkopplungsrelais (bei Code (B03) ECO Start-Stopp-Funktion)

F32k2

Relais Ruhestromabschaltung

G2

Generator

K57/2

Relais Zusatzbatterie (bei Code (B03) ECO Start-Stopp-Funktion)

N3/9

Steuergerät CDI (bei Dieselmotor)

N3/10

Steuergerät ME (bei Benzinmotor)

N10/1

Steuergerät SAM mit Sicherungs- und Relaismodul vorn

N10/2

Steuergerät SAM mit Sicherungs- und Relaismodul Fond

N73

Steuergerät elektronisches Zündschloss

CAN B

Innenraum-CAN

CAN E

Fahrwerk-CAN

LIN B7

Bordnetz-LIN

LIN C1

Antriebs-LIN

P54.10-3621-76

Funktionsvoraussetzung allgemein

Klemme 30 Ein

Energiemanagement allgemein

Das Energiemanagement verwaltet die Bereitstellung (Versorgung) und den Verbrauch (Haushalt) von elektrischer Energie mit dem Ziel, die Startfähigkeit des Motors und eine stabile Versorgung aller elektrischen Verbraucher sicherzustellen.

Am Energiemanagement sind folgende Bauteile maßgeblich beteiligt:

Batteriesensor (Überwachung Ladezustand Bordnetzbatterie (G1))

Bordnetzbatterie (Energiespeicherung und -versorgung bei Motorstillstand)

Zusatzbatterie (G1/7) (bei Code (B03) ECO Start-Stopp-Funktion) (Bordnetz-Spannungsversorgung bei automatischem Motorstart)

Generator (Energieerzeugung)

Steuergerät CDI oder Steuergerät ME (Generatorregelung, Generatormanagement)

Steuergerät SAM vorn (Steuern der Bordnetzunterstützung)

Steuergerät SAM Fond (Bordnetzmanagement, Mastersteuergerät Energiemanagement)

Das Energiemanagement besteht aus folgenden Teilsystemen:

Bordnetzmanagement

Aggregatekoordinator

Bordnetzmanagement

Das Bordnetzmanagement überwacht die Bordnetzauslastung und greift aktiv in den Energiehaushalt ein (z. B. Verbraucherreduzierung, -abschaltung). Ziel ist es, die Startfähigkeit des Motors und die stabile Versorgung aller elektrischen Verbraucher sicherzustellen.

Transportmodus (ab 1.6.12):

Der Transportmodus wird im Produktionswerk am Ende des Produktionsprozesses aktiviert und versetzt das gesamte Fahrzeug in einen definierten Sonderzustand.

Mit gezielten Eingriffen in einzelne Elektroniksysteme wird folgende Wirkung erreicht:

Verringern von Transportschäden und Unfällen

Bestmögliche Ladung der Bordnetzbatterie durch das optimierte Energiemanagement

Vermeiden von Beschädigungen und Verschmutzungen des Innenraums sowie Diebstahl von Losteilen aus dem Innenraum

Wegfall der Transportschutzsiegel

Der Transportmodus bleibt auf dem Weg vom Produktionswerk zu den Händlern und Niederlassungen weltweit bis zur sogenannten Ablieferkontrolle und der anschließenden Übergabe an den Endkunden aktiv.

Der Transportmodus wird ab einer Gesamtfahrleistung von mehr als 350 km automatisch deaktiviert und kann nicht mehr aktiviert werden. Bis zu dieser Grenze kann der Transportmodus jederzeit über Diagnosetester oder über eine bestimmte Tastenkombination deaktiviert und über Diagnosetester wieder aktiviert werden.
Bei einer Deaktivierung über die Tastenkombination wird der Fehlerspeicher nicht aktiv gelöscht. Das bedeutet, dass der Fehlereintrag "Transportmodus aktiv" weiterhin abgelegt bleibt. Dieser muss bei der ersten Inspektion des Fahrzeugs über Diagnosetester gelöscht werden.

Zur Unterstützung der Prozesse in Vertrieb und Logistik werden bei aktivem Transportmodus die aktuell mögliche Reststandzeit des Fahrzeugs und bei Bedarf entsprechende Pflegeanweisungen für die Bordnetzbatterie im Multifunktions-Display des Kombiinstruments angezeigt.

Der kontinuierlich vom Bordnetzmanagement bestimmte Zustand der Bordnetzbatterie wird ohne den Einsatz zusätzlicher Messmittel während der Fahrzeugauslieferung zu jeder Zeit transparent dargestellt.

Dem Bedienpersonal werden durch diese Anzeige konkrete Handlungsanweisungen gegeben, um eine hohe Auslieferqualität in Bezug auf die Bordnetzbatterie zu garantieren.

Die einzelnen Funktionalitäten des Transportmodus sind auf zahlreiche Einzelsysteme aufgeteilt. Herzstück ist dabei die zentrale Steuerung des Transportmodus durch das Bordnetzmanagement.

Entsprechend den Vorgaben des Bordnetzmanagements erfolgen gezielte Eingriffe (Funktionseinschränkungen bzw. -änderungen) in einzelne Elektroniksysteme.

Folgende Funktionseinschränkungen bzw. -änderungen werden während des Transportmodus umgesetzt:

Begrenzen der Fahrzeuggeschwindigkeit auf v = 40 km/h

Elektrische Verriegelung der Beifahrertür und des Kofferraumdeckels

Dach öffnen sperren (bei Typ 207.3 mit Code (413) Panorama-Glasdach mit außenlaufendem Schiebedach)

Verdeck öffnen sperren (bei Typ 207.4)

Überwachen der Klemme 15 im Stand und akustische Rückmeldung, wenn das Fahrzeug für t > 10 s mit eingeschalteter Zündung und abgestelltem Motor steht

Optimiertes Ruhestrommanagement, wenn das Fahrzeug für längere Zeit abgestellt ist (z. B. Schiffstransport)

Einschränken der Außenlichtfunktionen

Umsetzen der Anzeige im Multifunktions-Display des Kombiinstruments

Anpassen der Fehlerspeicherbehandlung

Wenn vor dem Aktivieren des Transportmodus folgende Komponenten geöffnet sind, können diese noch geschlossen werden:

Panorama-Glasdach (bei Typ 207.3 mit Code (413) Panorama-Glasdach mit außenlaufendem Schiebedach oder Verdeck (bei Typ 207.4))

Seitenscheiben

Kofferraumdeckel

Folgende Aufgaben werden während des Transportmodus vom Bordnetzmanagement umgesetzt:

Gezieltes Setzen von Verbraucherabschaltstufen

Optimierte Ladung der Bordnetzbatterie

Aktivieren der Batterieschnellladung

Deaktivieren des Generatormanagements

Deaktivieren der Motor-Start-Stopp-Funktion

Frühzeitiges Öffnen des Relais Ruhestromabschaltung

Einschränken der Schließgründe des Relais Ruhestromabschaltung

Aggregatekoordinator

Der Aggregatekoordinator ist in das Steuergerät CDI oder in das Steuergerät ME integriert und bildet die Schnittstelle des Bordnetzmanagements zum Generator. Das Steuergerät CDI oder das Steuergerät ME kommuniziert über Antriebs-LIN mit dem Generator. Der Aggregatekoordinator regelt die Leistungsabgabe des Generators entsprechend den Vorgaben des Bordnetzmanagements unter Berücksichtigung der Motorlast.

Die Erfassung und Auswertung der hierfür relevanten Einflussgrößen erfolgt durch folgende Komponenten:

Generator

Steuergerät CDI oder Steuergerät ME

Steuergerät SAM Fond

Das Energiemanagement umfasst folgende Teilfunktionen, die in separaten Dokumenten beschrieben sind:

Energiemanagement Fahrbetrieb Funktion

Energiemanagement Motorstillstand Funktion

Energiemanagement Motor-Start-Stopp Funktion

Die Teilfunktion "Energiemanagement Motor-Start-Stopp Funktion" wird aus der Sicht des Energiemanagements betrachtet. Informationen zur Teilfunktion "Motorsteuerung Start-Stopp-Funktion" sind in der Funktionsbeschreibung "Common-Rail Diesel Injection (CDI) Funktion" (bei Dieselmotor) oder "Benzin-Einspritz- und Zündsystem mit Direkteinspritzung Funktion" (bei Benzinmotor) enthalten.

Energiemanagement Fahrbetrieb Funktion

GF54.10-P-1060CA

Energiemanagement Motorstillstand Funktion

GF54.10-P-1050CA

Energiemanagement Motor-Start-Stopp Funktion

TYP 207.3/4 bis Modell-J. 2014 mit CODE B03 (ECO Start-Stopp-Funktion)

GF54.10-P-1040CA

Referenzierte Dokumente