TYP | 207.3/4 |
bis Modell-J. 2014 |
A1 | Kombiinstrument |
A1p13 | Multifunktions-Display |
B95 | Batteriesensor |
F32 | Sicherungskasten elektrische Vorsicherungen vorn |
F32k1 | Entkopplungsrelais (bei Code (B03) ECO Start-Stopp-Funktion) |
F32k2 | Relais Ruhestromabschaltung |
G2 | Generator |
K57/2 | Relais Zusatzbatterie (bei Code (B03) ECO Start-Stopp-Funktion) |
N3/9 | Steuergerät CDI (bei Dieselmotor) |
N3/10 | Steuergerät ME (bei Benzinmotor) |
N10/1 | Steuergerät SAM mit Sicherungs- und Relaismodul vorn |
N10/2 | Steuergerät SAM mit Sicherungs- und Relaismodul Fond |
N73 | Steuergerät elektronisches Zündschloss |
CAN B | Innenraum-CAN |
CAN E | Fahrwerk-CAN |
LIN B7 | Bordnetz-LIN |
LIN C1 | Antriebs-LIN |
P54.10-3621-76
Funktionsvoraussetzung allgemein
Klemme 30 Ein
Energiemanagement allgemein
Das Energiemanagement verwaltet die Bereitstellung (Versorgung) und den Verbrauch (Haushalt) von elektrischer Energie mit dem Ziel, die Startfähigkeit des Motors und eine stabile Versorgung aller elektrischen Verbraucher sicherzustellen.
Am Energiemanagement sind folgende Bauteile maßgeblich beteiligt:
Batteriesensor (Überwachung Ladezustand Bordnetzbatterie (G1))
Bordnetzbatterie (Energiespeicherung und -versorgung bei Motorstillstand)
Zusatzbatterie (G1/7) (bei Code (B03) ECO Start-Stopp-Funktion) (Bordnetz-Spannungsversorgung bei automatischem Motorstart)
Generator (Energieerzeugung)
Steuergerät CDI oder Steuergerät ME (Generatorregelung, Generatormanagement)
Steuergerät SAM vorn (Steuern der Bordnetzunterstützung)
Steuergerät SAM Fond (Bordnetzmanagement, Mastersteuergerät Energiemanagement)
Das Energiemanagement besteht aus folgenden Teilsystemen:
Bordnetzmanagement
Aggregatekoordinator
Bordnetzmanagement
Das Bordnetzmanagement überwacht die Bordnetzauslastung und greift aktiv in den Energiehaushalt ein (z. B. Verbraucherreduzierung, -abschaltung). Ziel ist es, die Startfähigkeit des Motors und die stabile Versorgung aller elektrischen Verbraucher sicherzustellen.
Transportmodus (ab 1.6.12):
Der Transportmodus wird im Produktionswerk am Ende des Produktionsprozesses aktiviert und versetzt das gesamte Fahrzeug in einen definierten Sonderzustand.
Mit gezielten Eingriffen in einzelne Elektroniksysteme wird folgende Wirkung erreicht:
Verringern von Transportschäden und Unfällen
Bestmögliche Ladung der Bordnetzbatterie durch das optimierte Energiemanagement
Vermeiden von Beschädigungen und Verschmutzungen des Innenraums sowie Diebstahl von Losteilen aus dem Innenraum
Wegfall der Transportschutzsiegel
Der Transportmodus bleibt auf dem Weg vom Produktionswerk zu den Händlern und Niederlassungen weltweit bis zur sogenannten Ablieferkontrolle und der anschließenden Übergabe an den Endkunden aktiv.
Der Transportmodus wird ab einer Gesamtfahrleistung von mehr als 350 km automatisch deaktiviert und kann nicht mehr aktiviert werden. Bis zu dieser Grenze kann der Transportmodus jederzeit über Diagnosetester oder über eine bestimmte Tastenkombination deaktiviert und über Diagnosetester wieder aktiviert werden.
Bei einer Deaktivierung über die Tastenkombination wird der Fehlerspeicher nicht aktiv gelöscht. Das bedeutet, dass der Fehlereintrag "Transportmodus aktiv" weiterhin abgelegt bleibt. Dieser muss bei der ersten Inspektion des Fahrzeugs über Diagnosetester gelöscht werden.
Zur Unterstützung der Prozesse in Vertrieb und Logistik werden bei aktivem Transportmodus die aktuell mögliche Reststandzeit des Fahrzeugs und bei Bedarf entsprechende Pflegeanweisungen für die Bordnetzbatterie im Multifunktions-Display des Kombiinstruments angezeigt.
Der kontinuierlich vom Bordnetzmanagement bestimmte Zustand der Bordnetzbatterie wird ohne den Einsatz zusätzlicher Messmittel während der Fahrzeugauslieferung zu jeder Zeit transparent dargestellt.
Dem Bedienpersonal werden durch diese Anzeige konkrete Handlungsanweisungen gegeben, um eine hohe Auslieferqualität in Bezug auf die Bordnetzbatterie zu garantieren.
Die einzelnen Funktionalitäten des Transportmodus sind auf zahlreiche Einzelsysteme aufgeteilt. Herzstück ist dabei die zentrale Steuerung des Transportmodus durch das Bordnetzmanagement.
Entsprechend den Vorgaben des Bordnetzmanagements erfolgen gezielte Eingriffe (Funktionseinschränkungen bzw. -änderungen) in einzelne Elektroniksysteme.
Folgende Funktionseinschränkungen bzw. -änderungen werden während des Transportmodus umgesetzt:
Begrenzen der Fahrzeuggeschwindigkeit auf v = 40 km/h
Elektrische Verriegelung der Beifahrertür und des Kofferraumdeckels
Dach öffnen sperren (bei Typ 207.3 mit Code (413) Panorama-Glasdach mit außenlaufendem Schiebedach)
Verdeck öffnen sperren (bei Typ 207.4)
Überwachen der Klemme 15 im Stand und akustische Rückmeldung, wenn das Fahrzeug für t > 10 s mit eingeschalteter Zündung und abgestelltem Motor steht
Optimiertes Ruhestrommanagement, wenn das Fahrzeug für längere Zeit abgestellt ist (z. B. Schiffstransport)
Einschränken der Außenlichtfunktionen
Umsetzen der Anzeige im Multifunktions-Display des Kombiinstruments
Anpassen der Fehlerspeicherbehandlung
Wenn vor dem Aktivieren des Transportmodus folgende Komponenten geöffnet sind, können diese noch geschlossen werden:
Panorama-Glasdach (bei Typ 207.3 mit Code (413) Panorama-Glasdach mit außenlaufendem Schiebedach oder Verdeck (bei Typ 207.4))
Seitenscheiben
Kofferraumdeckel
Folgende Aufgaben werden während des Transportmodus vom Bordnetzmanagement umgesetzt:
Gezieltes Setzen von Verbraucherabschaltstufen
Optimierte Ladung der Bordnetzbatterie
Aktivieren der Batterieschnellladung
Deaktivieren des Generatormanagements
Deaktivieren der Motor-Start-Stopp-Funktion
Frühzeitiges Öffnen des Relais Ruhestromabschaltung
Einschränken der Schließgründe des Relais Ruhestromabschaltung
Aggregatekoordinator
Der Aggregatekoordinator ist in das Steuergerät CDI oder in das Steuergerät ME integriert und bildet die Schnittstelle des Bordnetzmanagements zum Generator. Das Steuergerät CDI oder das Steuergerät ME kommuniziert über Antriebs-LIN mit dem Generator. Der Aggregatekoordinator regelt die Leistungsabgabe des Generators entsprechend den Vorgaben des Bordnetzmanagements unter Berücksichtigung der Motorlast.
Die Erfassung und Auswertung der hierfür relevanten Einflussgrößen erfolgt durch folgende Komponenten:
Generator
Steuergerät CDI oder Steuergerät ME
Steuergerät SAM Fond
Das Energiemanagement umfasst folgende Teilfunktionen, die in separaten Dokumenten beschrieben sind:
Energiemanagement Fahrbetrieb Funktion
Energiemanagement Motorstillstand Funktion
Energiemanagement Motor-Start-Stopp Funktion
Die Teilfunktion "Energiemanagement Motor-Start-Stopp Funktion" wird aus der Sicht des Energiemanagements betrachtet. Informationen zur Teilfunktion "Motorsteuerung Start-Stopp-Funktion" sind in der Funktionsbeschreibung "Common-Rail Diesel Injection (CDI) Funktion" (bei Dieselmotor) oder "Benzin-Einspritz- und Zündsystem mit Direkteinspritzung Funktion" (bei Benzinmotor) enthalten.
Referenzierte Dokumente
- gf5410p1040ca Energiemanagement Motor-Start-Stopp Funktion
- gf5410p1040cam Energiemanagement ECO Start-Stopp-Funktion Funktion
- gf5410p1050ca Energiemanagement Motorstillstand Funktion
- gf5410p1050cam Energiemanagement Motorstillstand Funktion
- gf5410p1060ca Energiemanagement Fahrbetrieb Funktion
- gf5410p1060cam Energiemanagement Fahrbetrieb Funktion