Funktionsvoraussetzungen Regenerierung allgemein
Klemme 87 (Motormanagement) EIN
Motorstart vor mindestens 120 s
Kühlmitteltemperatur > 70 °C
Motor nicht im Schubbetrieb
Motor nicht in der Lambda-Adaptionsphase
Regenerierung allgemein
Bei der Entlüftung des Kraftstoffbehälters dürfen keine Kraftstoffdämpfe ins Freie gelangen. Die Kraftstoffdämpfe werden im Aktivkohlebehälter gespeichert und später im Motor verbrannt.
Das Steuergerät ME (N3/10) liest zur Freigabe der Regenerierung die Signale folgender Sensoren ein:
Kühlmitteltemperatur-Sensor (B11/4)
Saugrohrdrucksensor (B28/15)
Hallsensor Kurbelwelle (B70)
Lambdasonde nach Katalysator (G3/1)
Lambdasonde vor Katalysator (G3/2)
Regenerierung Funktionsablauf
Die Entlüftung des Kraftstoffbehälters erfolgt über das Absperrventil Aktivkohlebehälter (Y58/4). Dabei strömen die Kraftstoffdämpfe bei laufendem Motor zum Aktivkohlebehälter, wo sie gespeichert und bei frei gegebener Regenerierung in den Ladeluftverteiler abgesaugt und im Motor verbrannt werden.
Durch das ständige Öffnen und Schließen des Absperrventils Aktivkohlebehälter (Y58/4) mit verschieden langen Einschaltzeiten wird die Regeneriermenge bestimmt. Die Frequenzen des Absperrventils Aktivkohlebehälter (Y58/4) sind 8 Hz und 20 Hz. Dies ist abhängig von der Motordrehzahl.
Die Leerlaufdrehzahlregelung verhindert, dass es im Leerlauf durch die Regenerierung zu Drehzahländerungen kommt. Abhängig von der Beladung des Aktivkohlebehälters mit Kraftstoffdämpfen wird das Kraftstoff-Luft-Gemisch entsprechend abgemagert.
Referenzierte Dokumente
- gf0770s9998d Übersicht Systembauteile Benzin-Einspritz- und Zündsystem mit Direkteinspritzung