gf4247p1005a

Bremskraft verstärken Grundfunktion

Typ gf · Thema 42.47 · Version 0102 · 2020-09-10

Gültig für: Typ alle (PKW)

Einordnung

Funktionsgruppe 2 Fahrwerk › 42 Bremsen-Hydraulik und Mechanik › 42.47 Adaptive Brake (ABR) — Baureihe 900 (Baumuster 9**) · Baureihe 902 (Baumuster 9**) · Baureihe 904 (Baumuster 918, 919, 924, 925, 938, 943, 957) · Baureihe 906 (Baumuster 917, 918, 924, 953)

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 139 ***, 254 ***, 256 ***, 272 ***, 276 ***, 282 ***, 457 9**, 541 9**, 542 9**, 608 ***, 700 4**, 700 420, 700 421, 700 422, 700 423, 715 3**, 715 5**, 722 6**, 722 9**, 724 ***, 724 0**, 724 033, 724 044, 724 045, 724 1**, 724 103, 724 114, 724 115, 724 120, 725 ***, 725 0**, 725 035, 725 037, 725 038, 725 085, 725 1**, 739 390, 739 391, 739 395, 739 396, 739 397, 739 398, 739 399, 740 698, 743 3**, 743 4**, 743 498, 746 971, 924 9**, 924 910, 925 9**, 926 9**

GF42.47-P-1005A

Bremskraft verstärken Grundfunktion

10.09.2020

Typ

alle (PKW)

Übersicht

Dieses Dokument enthält Informationen zu:

Allgemeines

Funktionsvoraussetzungen

Funktion

Allgemeines

Die Bremskraftverstärkung umfasst folgende Aufgaben:

Die Bremskraftverstärkung verringert die Betätigungskraft, die der Fahrer aufbringen muss, um die gewünschte Bremswirkung des Fahrzeugs zu erreichen.

Das Bremsassistenzsystem BAS unterstützt Fahrer in Notbremssituationen, um den Anhalteweg zu verkürzen. Um die maximal mögliche Verzögerung zu erzielen, erkennt die Funktion Notbremssituationen und erhöht den Bremsdruck bis zum ABS-Regelbereich.

Funktionsvoraussetzungen

Antriebsstrang betriebsbereit

Motor in Betrieb

Brems- und Traktionssystem funktionsfähig

Fahrzeugverzögerung > 3 m/s2

Funktion

Bremskraftverstärkung

Der Fahrer wird beim Bremsen unterstützt, sodass er weniger Pedalkraft aufwenden muss. Die Bremskraftverstärkung erfolgt pneumatisch mithilfe von Unterdruck. Der Unterdruck wirkt im Bremskraftverstärker.

Bremsassistenzsystem BAS

Das Steuergerät ESP® wertet den Grad des Druckanstiegs im Bremssystem aus und leitet bei Überschreiten einer bestimmten Aktivierungsschwelle eine Notbremsung ein. Dazu überwacht das System die Reaktion des Fahrers. Die Reaktion des Fahrers definiert sich über die Betätigungsgeschwindigkeit und die Betätigungsstärke, mit der das Bremspedal gedrückt wird.

Das Verstärken der Bremskraft ist aus dem ungebremsten Zustand und aus einer Teilbremsung heraus möglich. Zudem löst die Funktion auch während Bremseingriffen anderer Systeme aus, z. B. durch das ESP®.

Löst der Fahrer während des Funktionseingriffs deutlich das Bremspedal, wird die Bremskraftverstärkung beendet.

Bei Fahrzeugen mit Umfeldsensorik: Mithilfe von Sensoren wird die Verzögerung berechnet, die benötigt wird, um eine Kollision zu verhindern. Dafür werden folgende Informationen verwendet:

Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug

Eigene Fahrzeuggeschwindigkeit und -beschleunigung

Fahrzeuggeschwindigkeit und -beschleunigung des vorausfahrenden Fahrzeugs

Failboost

Die Funktion Failboost stellt die Bremskraftverstärkung bei einem Systemfehler sicher. Sie wird dann aktiv, wenn der pneumatische Bremskraftverstärker aufgrund eines Systemfehlers in der Vakuumversorgung eine Fahrerbremsung nicht mehr ausreichend unterstützen kann.

Der Systemfehler in der Vakuumversorgung wird im Kombiinstrument angezeigt. Der Ausfall des pneumatischen Bremskraftverstärkers wird direkt vom Steuergerät ESP® ausgelesen.

Die Funktion Failboost setzt die hydraulische Bremskraftverstärkung mittels eines geeigneten Verstärkungsfaktors um. Die Funktion steuert die Magnetventile und die Hydraulikeinheit Traktionssystem an.

Steuergeräte

Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm Grundfunktion

Typ alle (PKW)

GF42.45-P-9890A

Bauteile

Schalter Bremslicht Grundfunktion

Typ alle (PKW)

GF42.10-P-2001A

Bremskraftverstärker BAS Grundfunktion

Typ alle (PKW)

GF42.31-P-2001A

Hydraulikeinheit Traktionssystem Grundfunktion

Typ alle (PKW)

GF42.50-P-2000A

Referenzierte Dokumente