gf4247p0001fqa

Adaptive Brake (ABR) Funktion

Typ gf · Thema 42.47 · Version 0101 · 2014-04-30

Gültig für: TYP 218 ab Modell-J. 2014

Einordnung

Funktionsgruppe 2 Fahrwerk › 42 Bremsen-Hydraulik und Mechanik › 42.47 Adaptive Brake (ABR) — Baureihe 218

GF42.47-P-0001FQA

Adaptive Brake (ABR) Funktion

30.4.14

TYP

218

ab Modell-J. 2014

Adaptive Brake (ABR) Funktion

P42.47-2077-79

Blockschaltbild

A1

Kombiinstrument

N2/10

Steuergerät Supplemental Restraint System

S9/1

Schalter Bremslicht

A1e7

Warnleuchte Bremsflüssigkeit und Feststellbremse

N3/9

Steuergerät CDI (bei Dieselmotor)

S11

Schalter Bremsflüssigkeitsstand

A1e17

Kontrollleuchte Anti-Blockier-System

N3/10

Steuergerät ME (bei Benzinmotor)

S12

Kontrollschalter Feststellbremse

A1e32

Warnleuchte ESP®/ASR OFF

N10/1

Steuergerät SAM mit Sicherungs- und Relaismodul vorn

S16/13

DIRECT SELECT-Wählhebel (außer CODE 990 (AMG-Fahrzeuge))

A1e41

Warnleuchte Elektronisches Stabilitäts-Programm

N10/2

Steuergerät SAM mit Sicherungs- und Relaismodul Fond

S68/3

Schalter Rückhaltesystem Gurtschloss Fahrer

A1p13

Multifunktions-Display

N30/4

Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm (außer CODE 233 (DISTRONIC PLUS), außer CODE 990 AMG-Fahrzeuge))

S110

Tastengruppe Multifunktionslenkrad links

A7/3

Hydraulikeinheit Traktionssystem

N30/7

Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm Premium (mit CODE 233 (DISTRONIC PLUS) oder mit CODE 990 (AMG-Fahrzeuge))

S111

Tastengruppe Multifunktionslenkrad rechts

A80

Intelligentes Servomodul für DIRECT SELECT

N49

Lenkwinkelsensor

S193/1

Taste ESP Sport Off AMG (mit CODE 990 (AMG-Fahrzeuge))

A85s1

Schalter Drehfalle Vordertür links

N62

Steuergerät Einparksystem (mit CODE 220 (PARKTRONIC) oder mit CODE 235 (Aktiver Parkassistent))

Y3/8n4

Steuergerät Vollintegrierte Getriebesteuerung

A85/1s1

Schalter Drehfalle Vordertür rechts

N68

Steuergerät elektrische Servolenkung

CAN B

Innenraum-CAN

B24/15

Sensor Drehgeschwindigkeit, Quer- und Längsbeschleunigung

N69/1

Steuergerät Vordertür links

CAN C

Antriebs-CAN

B37

Fahrpedalsensor

N69/2

Steuergerät Vordertür rechts

CAN E1

Fahrwerk-CAN 1

B64/1

Bremsunterdrucksensor

N73

Steuergerät elektronisches Zündschloss

CAN E2

Fahrwerk-CAN 2

L6/1

Drehzahlsensor Vorderachse links

N80

Steuergerät Mantelrohrmodul

CAN H

Fahrdynamik-CAN

L6/2

Drehzahlsensor Vorderachse rechts

N135

Lenkradelektronik

LIN E1

Lenkungs-LIN

L6/3

Drehzahlsensor Hinterachse links

N145

Steuergerät Fahrprogramm (mit CODE 990 (AMG-Fahrzeuge))

L6/4

Drehzahlsensor Hinterachse rechts

N150

DIRECT SELECT INTERFACE (mit CODE 990 (AMG-Fahrzeuge))

Funktionsvoraussetzungen allgemein

Klemme 61 EIN

ADAPTIVE BRAKE funktionsfähig

ADAPTIVE BRAKE allgemein

ADAPTIVE BRAKE unterstützt den Fahrer in plötzlich auftretenden Gefahrensituationen und dient somit der aktiven Sicherheit.

Dazu wertet das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm (außer CODE 233 (DISTRONIC PLUS), außer CODE 990 (AMG-Fahrzeuge)) oder das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm Premium (mit CODE 233 (DISTRONIC PLUS) oder mit CODE 990 (AMG-Fahrzeuge)) die Daten folgender Bauteile zur Erfassung der momentanen Fahrsituation aus:

Sensor Drehgeschwindigkeit, Quer- und Längsbeschleunigung

Drehzahlsensor Vorderachse links

Drehzahlsensor Vorderachse rechts

Drehzahlsensor Hinterachse links

Drehzahlsensor Hinterachse rechts

Lenkwinkelsensor

Schalter Bremslicht

ADAPTIVE BRAKE kommt in 2 Varianten zum Einsatz:

ADAPTIVE BRAKE Basis-System (außer CODE 233 (DISTRONIC PLUS), außer CODE 990 (AMG-Fahrzeuge))

ADAPTIVE BRAKE Premium-System (mit CODE 233 (DISTRONIC PLUS) oder mit CODE 990 (AMG-Fahrzeuge))

Es existieren keine Variantenunterschiede hinsichtlich der nachfolgend beschriebenen Teilfunktionen ADAPTIVE BRAKE.

Das System setzt sich aus folgenden Teilfunktionen zusammen:

Funktionsablauf Elektronisches Stabilitäts-Programm (Electronic Stability Program) (ESP®)

Funktionsablauf Elektronische Bremskraftverteilung (EBV)

Funktionsablauf Abgastest, Rollentestmodus

Funktionsablauf Antiblockiersystem (ABS)

Funktionsablauf Antriebsschlupfregelung (ASR), Elektronisches Traktions-System (ETS)

Funktionsablauf Brake Assist (BAS)

Funktionsablauf BAS PLUS, mit CODE 233 (DISTRONIC PLUS)

Funktionsablauf Berganfahrhilfe

Funktionsablauf Trockenbremsen

Funktionsablauf Vorfüllen abhängig von der Fahrpedalbetätigung

Funktionsablauf Vorfüllen abhängig von der Querbeschleunigung

Funktionsablauf HOLD-Funktion

Funktionsablauf ASR und ESP® passiv schalten, außer CODE 990 (AMG-Fahrzeuge)

Funktionsablauf ASR und ESP ON, ESP Sport oder ESP OFF, CODE 990 (AMG-Fahrzeuge)

Funktionsablauf Stillstandskoordinator (SSK)

Funktionsablauf Lenkassistenz

Funktionsablauf Anzeige von Systemstörungen

Funktionsablauf ESP®

ESP® verhindert das Ausbrechen beim Über- oder Untersteuern des Fahrzeugs. Es sorgt (im Rahmen der physikalischen Grenzen) dafür, dass das Fahrzeug nicht von dem vom Fahrer vorgegebenen Kurs abweicht. Dazu werden zur Korrektur gezielt Bremskräfte an den einzelnen Rädern erzeugt. Des Weiteren findet eine Antriebsmomentreduzierung zur Erhöhung der Fahrstabilität statt.

Das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm (außer CODE 233 (DISTRONIC PLUS), außer CODE 990 (AMG-Fahrzeuge)) oder das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm Premium (mit CODE 233 (DISTRONIC PLUS) oder mit CODE 990 (AMG-Fahrzeuge)) verarbeitet zur Ermittlung des Fahrzeugverhaltens folgende Messgrößen:

Giergeschwindigkeit

Lenkwinkel

Bremsdruck

Motordrehmoment

Getriebeschaltstufe

Querbeschleunigung

Es wird dabei zwischen den folgenden Fahrzeugverhalten unterschieden:

Eingriff bei übersteuerndem Verhalten

Eingriff bei untersteuerndem Verhalten

Eingriff bei übersteuerndem Verhalten

Bei beginnendem Übersteuern wird ein Bremsdruck am kurvenäußeren Vorderrad aufgebaut. Der daraus resultierende Abbau der Seitenführungskraft am kurvenäußeren Vorderrad bewirkt ein Giermoment, das der Eindrehbewegung des Fahrzeuges entgegenwirkt. Durch die Bremskraft am Vorderrad nimmt die Fahrzeuggeschwindigkeit ab, wodurch ein zusätzlicher stabilisierender Effekt entsteht.

Eingriff bei untersteuerndem Verhalten

Bei untersteuerndem Fahrzeug ist die maximal mögliche Seitenführungskraft an der Vorderachse überschritten. Das heißt, das Fahrzeug schiebt über die Vorderachse an den äußeren Kurvenrand.

Der daraus resultierenden Instabilität wird durch eine Reduzierung des Antriebsmoments und durch folgende Bremseingriffe an bis zu 3 Rädern entgegen gewirkt:

Bremsdruckaufbau am kurveninneren Hinterrad (Stufe 1)

Stufe 1 und zusätzlich Bremsdruckaufbau am kurvenäußeren Hinterrad (Stufe 2)

Stufe 2 und zusätzlich Bremsdruckaufbau am kurveninneren Vorderrad (Stufe 3)

Abhängig von der Bremskraft entsteht ein Moment, welches zum Eindrehen des Fahrzeuges bei gleichzeitiger Geschwindigkeitsabnahme führt, wodurch ein erheblich stabilisierender Effekt entsteht.

Das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm (außer CODE 233 (DISTRONIC PLUS), außer CODE 990 (AMG-Fahrzeuge)) oder das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm Premium (mit CODE 233 (DISTRONIC PLUS) oder mit CODE 990 (AMG-Fahrzeuge)) sendet über Fahrwerk-CAN 1 ein Signal zur Antriebsmomentreduzierung an das Steuergerät CDI (bei Dieselmotor) oder das Steuergerät ME (bei Benzinmotor), welches die Motorleistung entsprechend reduziert.

Ein eventuell anstehender Schaltvorgang wird während des Regeleingriffes unterdrückt.

Hierzu sendet das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm (außer CODE 233 (DISTRONIC PLUS), außer CODE 990 (AMG-Fahrzeuge)) oder das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm Premium (mit CODE 233 (DISTRONIC PLUS) oder mit CODE 990 (AMG-Fahrzeuge)) ein Signal über Fahrwerk-CAN 1 an das Steuergerät CDI (bei Dieselmotor) oder das Steuergerät ME (bei Benzinmotor), welches die Information über Antriebs-CAN an das Steuergerät Vollintegrierte Getriebesteuerung sendet. Das Steuergerät Vollintegrierte Getriebesteuerung unterdrückt den Schaltvorgang.

Funktionsablauf EBV

EBV unterstützt den Fahrer bei mittelstarker Bremspedalbetätigung.

EBV verhindert ein Überbremsen der Hinterachse und erhöht beim Bremsen in der Kurve die Fahrzeugstabilität, indem ggf. der Druck am kurveninneren Hinterrad reduziert bzw. am kurvenäußeren Vorderrad erhöht wird.

Mit Hilfe der Giergeschwindigkeit (Fahrzeugdrehgeschwindigkeit um die Hochachse) wird der Schwimmwinkel (Winkel zwischen Fahrzeuglängsachse und Bewegungsrichtung des Fahrzeugschwerpunktes) ermittelt. Aus der Giergeschwindigkeit, der Querbeschleunigung und dem Einschlagwinkel der Vorderräder, welcher aus dem Lenkradwinkel errechnet wird, lassen sich die Querkräfte an den Rädern ermitteln. Die Längskräfte an den Rädern werden aus dem Motordrehmoment, der Getriebeschaltstufe und dem Bremsdruck an jedem Rad bestimmt.

Entspricht die gemessene Giergeschwindigkeit nicht dem Sollwert oder ist der ermittelte Schwimmwinkel zu groß, erzeugt das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm (außer CODE 233 (DISTRONIC PLUS), außer CODE 990 (AMG-Fahrzeuge)) oder das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm Premium (mit CODE 233 (DISTRONIC PLUS) oder mit CODE 990 (AMG-Fahrzeuge)) für das entsprechende Rad ein Signal zum Bremskraftaufbau oder zum Bremskraftabbau. Die sich dabei einstellenden Kräfte stabilisieren das Fahrzeug.

Funktionsablauf Abgastest, Rollentestmodus

Die ADAPTIVE BRAKE kann zu Fahrzeugprüfzwecken in den Rollentestmodus gesetzt werden, wenn über das Kombiinstrument das Werkstattmenü aktiviert ist und dann der Motor gestartet wird. ESP®, ABS und ASR werden dann passiv geschaltet. Die Warnleuchte Elektronisches Stabilitäts-Programm und die Kontrollleuchte Anti-Blockier-System im Kombiinstrument leuchten. Zusätzlich wird eine entsprechende Meldung im Multifunktions-Display des Kombiinstruments angezeigt. Der Rollentestmodus kann auch über Xentry Diagnostics aktiviert werden.

Funktionsablauf ABS

ABS verhindert das Blockieren der Räder beim Bremsen und hält dadurch die Lenkbarkeit und die Fahrstabilität während der Fahrzeugverzögerung aufrecht.

Wird durch die Signale der Drehzahlsensoren vom Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm (außer CODE 233 (DISTRONIC PLUS), außer CODE 990 (AMG-Fahrzeuge)) oder vom Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm Premium (mit CODE 233 (DISTRONIC PLUS) oder mit CODE 990 (AMG-Fahrzeuge)) ein blockierendes Rad erkannt, wird der Bremsdruck am entsprechenden Bremszylinder so lange reduziert, bis sich das Rad wieder dreht.

Funktionsablauf ASR, ETS

ASR und ETS verhindern das Durchdrehen der Antriebsräder im Fahrbetrieb. ASR und ETS bewirken zusätzlich eine verbesserte Fahrstabilität bei erhöhtem Traktionsvermögen über den gesamten Geschwindigkeitsbereich. Das Durchdrehen der Antriebsräder wird über die Signale der Drehzahlsensoren vom Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm (außer CODE 233 (DISTRONIC PLUS), außer CODE 990 (AMG-Fahrzeuge) oder vom Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm Premium (mit CODE 233 (DISTRONIC PLUS) oder mit CODE 990 (AMG-Fahrzeuge)) erfasst. Im Falle des Durchdrehens findet eine Reduzierung des Antriebsmoments statt.

Hierzu sendet das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm (außer CODE 233 (DISTRONIC PLUS), außer CODE 990 (AMG-Fahrzeuge) oder das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm Premium (mit CODE 233 (DISTRONIC PLUS) oder mit CODE 990 (AMG-Fahrzeuge)) über Fahrwerk-CAN 1 ein Signal zur Antriebsmomentreduzierung an das Steuergerät CDI (bei Dieselmotor) oder das Steuergerät ME (bei Benzinmotor), welches die Motorleistung entsprechend reduziert.

Es wird ständig überprüft, ob z. B. infolge verbesserter Fahrbahngriffigkeit das vom Fahrer über den Fahrpedalsensor vorgegebene Antriebsmoment wieder zugelassen werden kann. Durch gezielte Bremseingriffe am durchdrehenden Rad wird das Antriebsmoment auf das gegenüberliegende laufende Antriebsrad übertragen.

Funktionsablauf BAS

BAS erkennt Notbremssituationen anhand einer schnellen Bremspedalbetätigung und erhöht ggf. den Bremsdruck, um eine maximal mögliche Verzögerung zu erzielen.

Das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm (außer CODE 233 (DISTRONIC PLUS), außer CODE 990 (AMG-Fahrzege)) oder das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm Premium (mit CODE 233 (DISTRONIC PLUS) oder mit CODE 990 (AMG-Fahrzeuge)) wertet hierfür den Grad des Druckanstieges in der Bremsanlage aus und leitet beim Überschreiten einer bestimmten Auslöseschwelle eine Notbremsung ein.

Funktionsablauf BAS PLUS, mit CODE 233 (DISTRONIC PLUS)

BAS PLUS erhöht in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit der Bremspedalbetätigung und der Entfernung des vorausfahrenden Fahrzeugs den Bremsdruck.

Zusätzliche Funktionsvoraussetzungen Berganfahrhilfe

Getriebe nicht in Stellung "N"

Fahrzeug nicht mit der Feststellbremse gesichert

Steigung bei Fahrzeugstillstand erkannt

Funktionsablauf Berganfahrhilfe

Die Berganfahrhilfe verhindert beim Anfahren das Zurückrollen des Fahrzeugs entgegen der eingelegten Fahrstufe während des Wechsels vom Bremspedal zum Fahrpedal.

Die Funktion wird automatisch ausgelöst, wenn bei Fahrzeugstillstand über den Sensor Drehgeschwindigkeit, Quer- und Längsbeschleunigung eine Steigung erkannt wird, die ein Rollen entgegen der eingelegten Fahrstufe verursachen würde.

Dies wird über Fahrdynamik-CAN an das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm (außer CODE 233 (DISTRONIC PLUS), außer CODE 990 (AMG-Fahrzeuge)) oder das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm Premium (mit CODE 233 (DISTRONIC PLUS) oder mit CODE 990 (AMG-Fahrzeuge) gesendet.

Das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm (außer CODE 233 (DISTRONIC PLUS), außer CODE 990 (AMG-Fahrzeuge)) oder das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm Premium (mit CODE 233 (DISTRONIC PLUS) oder mit CODE 990 (AMG-Fahrzeuge)) liest zudem den Schalter Bremslicht direkt ein und erkennt somit den Status des Bremspedals.

Der Status der Feststellbremse wird über den Kontrollschalter Feststellbremse erfasst. Dieser wird vom Steuergerät SAM mit Sicherungs- und Relaismodul vorn direkt eingelesen und dessen Status über Fahrwerk-CAN 1 an das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm (außer CODE 233 (DISTRONIC PLUS), außer CODE 990 (AMG-Fahrzeuge)) oder das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm Premium (mit CODE 233 (DISTRONIC PLUS) oder mit CODE 990 (AMG-Fahrzeuge)) gesendet.

Durch die Hydraulikeinheit Traktionssystem wird der vom Fahrer aufgebrachte Bremsdruck in den Bremszylindern belassen.

Nach Lösen des Bremspedals wird der Bremsdruck in Abhängigkeit von Hangabtriebsmoment, Bremsmoment und Antriebsmoment moduliert.

Herrscht ein genügend großes Anfahrmoment, wird die Funktion beendet und das Fahrzeug fährt an.

Betätigt der Fahrer jedoch das Fahrpedal nicht, wird nach t = 1 s der Druck in den Bremszylindern abgebaut.

Zusätzliche Funktionsvoraussetzungen Trockenbremsen

Kein Bremseingriff durch ein Managementsystem

Geschwindigkeit v > 30 km/h

Anzahl der Wischerläufe > 600

Der Status der Scheibenwischanlage wird vom Steuergerät SAM mit Sicherungs- und Relaismodul vorn über Fahrwerk-CAN 1 an das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm (außer CODE 233 (DISTRONIC PLUS), außer CODE 990 (AMG-Fahrzeuge)) oder das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm Premium (mit CODE 233 (DISTRONIC PLUS) oder mit CODE 990 (AMG-Fahrzeuge)) gesendet.

Funktionsablauf Trockenbremsen

Trockenbremsen unterstützt die Leistungsfähigkeit der Bremse der Vorderachse bei Nässe. Durch zyklisches Anlegen der Bremsbeläge für t = 0,5 s mit einem Bremsdruck von p = 1 bar wird der Wasserfilm von der Bremsscheibe abgestreift. Dadurch verbessert sich das Ansprechverhalten der Bremse.

Um die berechnete Auslöseschwelle des Fahrpedalgradienten an das Fahrerverhalten anzupassen, ist ein Lernalgorithmus implementiert, der anhand der mittleren Rücknahmegeschwindigkeit des Fahrpedals den Fahrer in die Kategorie "Normalfahrer" oder in die Kategorie "Hektischer Fahrer" einordnet.

Funktionsablauf Vorfüllen abhängig von der Fahrpedalbetätigung

Bei Erkennen einer vermeintlichen Notbremssituation werden die Bremsbeläge an die Bremsscheiben angelegt. Das Lüftspiel zwischen Bremsbelag und Bremsscheibe wird dadurch kompensiert, bevor der Fahrer die Bremse betätigt. Das Ansprechverhalten der Bremse wird verbessert und es kann eine Verkürzung des Bremsweges erreicht werden.

Die Notbremserkennung erfolgt über den Lösegradienten des Fahrpedals, welcher aus der Fahrpedalstellung gebildet wird. Wird ein schnelles Lösen des Fahrpedals detektiert, nimmt das System an, das der Fahrer beabsichtigt zu bremsen. Die Funktion wird aktiviert und ein Bremsdruck von p = 2 bis 3 bar wird angefordert.

Funktionsablauf Vorfüllen abhängig von der Querbeschleunigung

Bei dynamischer Kurvenfahrt werden die Bremsbeläge an die Bremsscheiben der Vorderachse angelegt. Somit wird das Lüftspiel zwischen Bremsbelag und Bremsscheibe kompensiert, um bei einem evtl. ESP® Eingriff möglichst schnell die erforderliche Bremsleistung am entsprechenden Rad zu erhalten.

Funktionsablauf HOLD-Funktion

Die HOLD-Funktion unterstützt den Fahrer bei Wartezeiten im Verkehr und beim Anfahren am Berg. Durch ein kurzes und zügiges Nachtreten auf das Bremspedal im Stillstand wird die HOLD-Funktion aktiviert.

Die erfolgreiche Aktivierung der HOLD-Funktion wird dem Fahrer über eine Statuszeile im Kombiinstrument angezeigt.

Die HOLD-Funktion kann eingeschaltet werden, wenn:

das Fahrzeug steht

die Fahrertür geschlossen ist oder bei angelegtem Sicherheitsgurt

sich der Wählhebel nicht in Stellung "P" befindet

der Motor läuft oder durch die ECO Start-Stopp-Funktion abgestellt ist

DISTRONIC Plus nicht aktiv ist (bei ADAPTIVE BRAKE Premium-System (mit CODE 233 (DISTRONIC PLUS)))

keine Abschaltung im Stillstandskoordinator vorliegt

das Fahrzeug nicht rutscht

Wenn der Fahrer mit dem Fuß von der Bremse geht, wird ein steigungsabhängiger Haltedruck eingestellt und gehalten, bis der Fahrer erneut das Bremspedal tritt oder anfährt. Der Druckabbau beim Anfahren wird situationsabhängig vom Stillstandskoordinator ausgeführt.

Die HOLD-Funktion wird automatisch ausgeschaltet, wenn:

das Fahrpedal betätigt wird (außer in Stellung "N")

der Wählhebel in Stellung "P" ist

das Bremspedal erneut mit einem bestimmten Druck betätigt wird, bis die Statuszeile "HOLD" im Kombiinstrument erlischt

Sicherheitsstrategie

Ist die HOLD-Funktion aktiviert und will der Fahrer das Fahrzeug verlassen, wird bei stehendem Fahrzeug und abgezogenem Senderschlüssel vom Intelligenten Servomodul für DIRECT SELECT automatisch die Stellung "P" eingelegt.

Über das Kombiinstrument wird keine Warnung ausgegeben.

Funktionsablauf ASR und ESP® passiv schalten, außer CODE 990 (AMG-Fahrzeuge)

Die Funktionen ASR und ESP® können mit der Tastengruppe Multifunktionslenkrad links und der Tastengruppe Multifunktionslenkrad rechts über das Menü "Assistenz" und das Untermenü "ESP" des Kombiinstruments passiv geschaltet werden. Die Bediensignale des Multifunktionslenkrads (MFL) erhält das Kombiinstrument über folgenden Weg:

Lenkradelektronik

Lenkungs-LIN

Steuergerät Mantelrohrmodul

Fahrwerk-CAN 1

Steuergerät SAM mit Sicherungs- und Relaismodul vorn

Fahrwerk-CAN 2

Das Kombiinstrument sendet dann die Anforderung "ESP OFF"

über den Fahrwerk-CAN 1 und Fahrwerk-CAN 2 an das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm (außer CODE 233 (DISTRONIC PLUS), außer CODE 990 (AMG-Fahrzeuge)) oder das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm Premium (mit CODE 233 (DISTRONIC PLUS) oder mit CODE 990 (AMG-Fahrzeuge)).

Ist das System passiv geschaltet, leuchtet die Warnleuchte Elektronisches Stabilitäts-Programm im Kombiinstrument.

Die Regelschwellen sind bei passiv geschaltetem System angehoben.

ABS ist nicht abschaltbar. Während einer Bremsung ist ESP® immer aktiv.

Funktionsablauf ASR und ESP ON, ESP Sport oder ESP OFF, mit CODE 990 (AMG-Fahrzeuge)

Das ESP® kann in 3 verschiedenen Betriebszuständen betrieben werden. Das Umschalten zwischen den Betriebszuständen erfolgt durch Betätigen der Taste ESP Sport Off AMG. Um zwischen ESP ON und ESP Sport umzuschalten, darf der Schalter ESP OFF nur kurz betätigt werden. Das Abschalten des ESP® erfordert ein langes Betätigen der Taste ESP Sport Off AMG für t > 2,5 s. Der Status der Taste ESP Sport Off AMG wird vom Steuergerät Fahrprogramm eingelesen und über Fahrwerk-CAN 1 an das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm Premium gesendet.

Die Betriebszustände sind:

ESP ON

ESP Sport

ESP OFF

ESP ON

Das ABS, ASR und das ESP® arbeiten wie beim Serienfahrzeug mit angepassten Regelschwellen.

Die Warnleuchte Elektronisches Stabilitäts-Programm und die Warnleuchte ESP®/ASR OFF im Kombiinstrument sind erloschen, während einer ESP® Regelung blinkt die Warnleuchte Elektronisches Stabilitäts-Programm.

ESP Sport

Das ABS arbeitet wie bei Serienfahrzeugen mit angepassten Regelschwellen.

Das ASR arbeitet bei aktiver Motormomentregelung mit deutlich reduzierter Eingriffstärke sowie daran angepasstem einseitigem Bremseingriff zur Traktionsunterstützung.

Das ESP® arbeitet mit reduzierter Eingriffsstärke und angepassten Regelschwellen.

Die Warnleuchte Elektronisches Stabilitäts-Programm im Kombiinstrument ist permanent eingeschaltet, während einer ESP® Regelung blinkt sie. Im Kombiinstrument erscheint die Meldung "ESP SPORT".

ESP OFF

Das ABS ist auf maximale Verzögerung ausgelegt. Der Fahrkomfort ist hier zweitrangig.

Die ASR arbeitet ohne Motormomentregelung. Nur der einseitige Bremseingriff zur Traktionsunterstützung ist aktiv.

Das ESP® ist komplett deaktiviert, es erfolgen keinerlei Motordrehmoment- und Bremseingriffe.

Die Warnleuchte Elektronisches Stabilitäts-Programm und die Warnleuchte ESP®/ASR OFF im Kombiinstrument sind permanent eingeschaltet. Im Kombiinstrument erscheint die Meldung "ESP OFF".

Während ESP-OFF werden alle PRE-SAFE Funktionen deaktiviert.

Funktionsablauf SSK

Der Stillstandskoordinator überwacht die bremsenden Fahrerassistenzsysteme DISTRONIC PLUS (bei ADAPTIVE BRAKE Premium-System (mit CODE 233 (DISTRONIC PLUS)) und HOLD-Funktion unterhalb einer Geschwindigkeit von 3 km/h bis in den sicheren Stillstand des Fahrzeuges. Der SSK übernimmt innerhalb dieses Geschwindigkeitsbereichs bei Eintritt eines Sicherungsereignisses die Überführung in den sicheren Zustand.

Im sicheren Stillstand wird die Anrollüberwachung des SSK von den Fahrerassistenzsystemen angefordert. Bei erkanntem Anrollen des Fahrzeugs wird der Bremsdruck so lange erhöht, bis das Fahrzeug wieder steht. Bei Fahrzeugen mit ADAPTIVE BRAKE Premium-System (mit CODE 233 (DISTRONIC PLUS) oder mit CODE 990 (AMG-Fahrzeuge)) ist zusätzlich im sicheren Stillstand eine Leckagekompensation aktiv. Fällt der mittels Kreisdrucksensorik gemessene Bremsdruck gegenüber der Solldruckanforderung des SSK ab, wird durch einen aktiven Druckaufbau der Solldruck des SSK wieder eingestellt.

Eine Sicherung des Fahrzeuges durch den SSK wird beim Eintritt folgender Ereignisse notwendig:

Fahrer als abwesend erkannt (Fahrertür offen und Fahrergurtschloss nicht gesteckt)

Motor aus, außer der Motor wird über die ECO Start-Stopp-Funktion abgestellt

Unter- und Überspannung

aufgrund einer Anforderung zur Sicherung des Fahrzeuges (z. B. DISTRONIC PLUS)

ESP- und CAN-Fehler, die zu einer temporären Abschaltung führen

SSK-Überwachungen, die zu einer temporären oder permanenten Abschaltung führen

nach der definierten Haltedauer von 10 min

Türkontakt-Plausibilitätsprüfung

Die Plausibilitätsprüfung dient der Erkennung eines Fehlers im Signalpfad vom Schalter Drehfalle Vordertür links oder Schalter Drehfalle Vordertür rechts (abhängig von der globalen Ländercodierung Rechts- oder Linkslenker), eingelesen vom Steuergerät Vordertür links oder Steuergerät Vordertür rechts und über Innenraum-CAN und Fahrwerk-CAN 1 zum Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm (außer CODE 233 (DISTRONIC PLUS), außer CODE 990 (AMG-Fahrzeuge)) oder Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm Premium (mit CODE 233 (DISTRONIC PLUS) oder mit CODE 990 (AMG-Fahrzeuge)). Wird durch einen elektrischen oder mechanischen Fehler fälschlich "Fahrertür geschlossen" erkannt, obwohl die Fahrertür geöffnet ist, wird dies von der Türkontakt-Plausibilitätsprüfung im SSK erkannt und ein entsprechender Fehler im Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm (außer CODE 233 (DISTRONIC PLUS), außer CODE 990 (AMG-Fahrzeuge)) oder Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm Premium (mit CODE 233 (DISTRONIC PLUS) oder mit CODE 990 (AMG-Fahrzeuge)) gespeichert.

SSK-Abschaltung

Eine Abschaltung des SSK wird intern im Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm (außer CODE 233 (DISTRONIC PLUS), außer CODE 990 (AMG-Fahrzeuge)) oder Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm Premium (mit CODE 233 (DISTRONIC PLUS) oder mit CODE 990 (AMG-Fahrzeuge)) und extern über Fahrwerk-CAN 1 mitgeteilt. Eine Aktivierung der Fahrerassistenzsysteme ist nicht mehr möglich. Zusätzlich wird bei einer SSK-Abschaltung und einem aktiven Fahrerassistenzsystem sofort die Sicherung des Fahrzeuges angefordert.

Rutschen

Der SSK überwacht bei Fahrzeugstillstand, ob das Fahrzeug rutscht. Dabei darf keine Aktivierung der Fahrerassistenzsysteme erfolgen. Bei Bremspedalbetätigung und rutschendem Fahrzeug müssen sich die aktiven Fahrerassistenzsysteme deaktivieren.

Sicherungsstrategie, Anforderung "P" einlegen oder Not-P-Pfad

Die Sicherungsstrategie erfolgt über das Intelligente Servomodul für DIRECT SELECT. Das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm (außer CODE 233 (DISTRONIC PLUS), außer CODE 990 (AMG-Fahrzeuge)) oder das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm Premium (mit CODE 233 (DISTRONIC PLUS) oder mit CODE 990 (AMG-Fahrzeuge)) sendet eine Anforderung zum Einlegen der Fahrstufe "P" über Fahrwerk-CAN 1 und Antriebs-CAN mit der Schnittstelle Steuergerät CDI (bei Dieselmotor) oder Steuergerät ME (bei Benzinmotor) an das Steuergerät Intelligentes Servomodul für DIRECT SELECT. Nach dem Einlegen der Fahrstufe "P" vom Intelligenten Servomodul für DIRECT SELECT und einer Rückmeldung an das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm (außer CODE 233 (DISTRONIC PLUS), außer CODE 990 (AMG-Fahrzeuge) oder das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm Premium (mit CODE 233 (DISTRONIC PLUS) oder mit CODE 990 (AMG-Fahrzeuge)) ist das Fahrzeug gesichert.

Der vorhandene Bremsdruck an den Rädern wird abgebaut und der SSK wird inaktiv. Signalisiert das Intelligente Servomodul für DIRECT SELECT nicht innerhalb einer definierten Zeit die eingelegte Fahrstufe "P", wird über die Not-P-Funktion des Steuergeräts elektronisches Zündschloss die Fahrstufe P zwangsweise eingelegt.

Funktionsablauf Lenkassistenz

Die Lenkassistenz unterstützt den Fahrer in kritischen Fahrsituationen dabei, das optimale Lenkverhalten zu erreichen. Die Lenkassistenz wird mithilfe des Steuergeräts elektrische Servolenkung und durch das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm (außer CODE 233 (DISTRONIC PLUS), außer CODE 990 (AMG-Fahrzeuge)) oder das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm Premium (mit CODE 233 (DISTRONIC PLUS) oder mit CODE 990 (AMG-Fahrzeuge)) realisiert.

Folgende Funktionen werden dabei ausgeführt:

Fahrerunterstützung bzw. Stabilisierung durch Gegenlenken bei übersteuerndem Fahrzeug

Fahrerunterstützung beim Bremsen auf einseitigen Fahrbahnbelägen

Der aktuelle Fahrzustand wird vom Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm (außer CODE 233 (DISTRONIC PLUS), außer CODE 990 (AMG-Fahrzeuge)) oder vom Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm Premium (mit CODE 233 (DISTRONIC PLUS) oder mit CODE 990 (AMG-Fahrzeuge)) erfasst. Im Bedarfsfall wird die Botschaft "Lenkassistenzanforderung" über Fahrwerk-CAN 1 und Fahrwerk-CAN 2 an das Steuergerät elektrische Servolenkung gesendet, welches den Stellmotor elektrische Servolenkung entsprechend ansteuert.

Funktionsablauf Anzeige von Systemstörungen

Der Fahrer wird durch nachfolgende Anzeigen im Kombiinstrument über den Systemzustand bzw. über Fehler informiert:

Kontrollleuchte Anti-Blockier-System

Warnleuchte Elektronisches Stabilitäts-Programm

Meldungen im Multifunktions-Display

Warnleuchte Bremsflüssigkeit und Feststellbremse

Bei Ausfall des Steuergeräts Elektronisches Stabilitäts-Programm (außer CODE 233 (DISTRONIC PLUS), außer CODE 990 (AMG-Fahrzeuge)) oder des Steuergeräts Elektronisches Stabilitäts-Programm Premium (mit CODE 233 (DISTRONIC PLUS) oder mit CODE 990 (AMG-Fahrzeuge)) steht immer eine Grundbremsfunktion ohne ABS zur Verfügung.

Der Status des Schalters Bremsflüssigkeitsstand und des Kontrollschalters Feststellbremse wird vom Steuergerät SAM mit Sicherungs- und Relaismodul vorn eingelesen und über Innenraum-CAN an das Kombiinstrument gesendet.

Beim halb automatischen Ein- und Ausparken empfängt das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm (außer CODE 233 (DISTRONIC PLUS), außer CODE 990 (AMG-Fahrzeuge)) oder das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm Premium (mit CODE 233 (DISTRONIC PLUS) oder mit CODE 990 (AMG-Fahrzeuge)) die Informationen zum Restweg bis zum definierten Hindernis vom Steuergerät Einparksystem (N62) (mit CODE 235 (Aktiver Parkassistent)) über Fahrwerk-CAN 1 und Fahrwerk-CAN 2 mit der Schnittstelle Steuergerät SAM mit Sicherungs- und Relaismodul vorn. Das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm (außer CODE 233 (DISTRONIC PLUS), außer CODE 990 (AMG-Fahrzeuge)) oder das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm Premium (mit CODE 233 (DISTRONIC PLUS) oder mit CODE 990 (AMG-Fahrzeuge)) berechnet das erforderliche Bremsmoment und steuert die Hydraulikeinheit Traktionssystem mit dem Erreichen der Rangierpunkte oder der Zielparkposition entsprechend an. Das Fahrzeug wird abgebremst.

Funktionsschema Elektrik Adaptive Brake (ABR)

PE42.47-P-2050-97XAB

Übersicht Systembauteile Adaptive Brake (ABR)

GF42.47-P-9997FQ

Referenzierte Dokumente