ESP-Regelbetrieb
Beim Elektronischen Stabilitäts-Programm (ESP®) wird durch gezieltes Abbremsen einzelner Räder eine Quer- und Längsstabilisierung erreicht bzw. ein Drehen des Fahrzeugs um die Hochachse verhindert.
Wird vom Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm (ESP) (N30/4) ein Über- oder Untersteuern erkannt, so wird über die Hydraulikeinheit Traktionssystem ein berechneter Bremseingriff an Vorder- oder Hinterachse ausgeführt. Dieser Bremseingriff wirkt gezielt dem ungewünschten Fahrverhalten entgegen und ein Ausbrechen des Fahrzeugs wird verhindert.
Durch das Steuergerät CDI (N3/9) bzw. Steuergerät ME (N3/10) wird eine bedarfsgerechte Antriebsmomentreduzierung durch Motormomentrücknahme erreicht. Der Datenaustausch zwischen dem Steuergerät ESP® und dem Steuergerät CDI bzw. Steuergerät ME erfolgt über den Innenraum-CAN (CAN I).
Erfassung und Verarbeitung von Sensorsignalen und Schaltzuständen
Das Steuergerät ESP® liest u. a. die Signale folgender Bauteile ein:
Drehzahlsensor Vorderachse links (L6/1)
Drehzahlsensor Vorderachse rechts (L6/2)
Drehzahlsensor Hinterachse links (L6/3)
Drehzahlsensor Hinterachse rechts (L6/4)
Im Steuergerät ESP® integrierte Sensoren für Drehrate, Quer- und Längsbeschleunigung
Im Steuergerät ESP® integrierter Bremsdrucksensor
Vom Radio (A2) die Fahrzeuggeschwindigkeit
Steuergerät CDI bzw. Steuergerät ME
Von der elektrischen Servolenkung (EPS) (N68) den Lenkwinkel und die Lenkgeschwindigkeit
Schalter Bremslicht (S9/1), zur Ermittlung des Betätigungszustands des Bremspedals
Taste ESP® OFF (S76/6)
Referenzierte Dokumente
- gf4245s2000c Regelkreis Bremsmoment ESP(R) Funktion