gf2760p2000acs

Schaltung Funktion

Typ gf · Thema 27.60 · Version 0100 · 2008-05-05

Gültig für: GETRIEBE 722.649 im TYP 216.3 ab Modell-J. 09 /AEJ 08 GETRIEBE 722.649 im TYP 221.1 ab Modell-J. 09 /AEJ 08

Einordnung

Funktionsgruppe 2 Fahrwerk › 27 Automatisches Getriebe › 27.60 Schaltung, Steuerung — Baureihe 216 (Baumuster 3**) · Baureihe 221 (Baumuster 1**)

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 722 649

GF27.60-P-2000ACS

Schaltung Funktion

5.5.08

GETRIEBE 722.649 im TYP 216.3 ab Modell-J. 09 /AEJ 08

GETRIEBE 722.649 im TYP 221.1 ab Modell-J. 09 /AEJ 08

Funktionsvoraussetzungen Schaltung allgemein

Kl. 87 EIN

Kl. 61 (Motor läuft)

Motordrehzahl vom Steuergerät CDI (N3/9) bzw. Steuergerät ME (N3/10)

Getriebe nicht im Notlauf

Antriebs-CAN (CAN C) Signale

Schaltung allgemein

Die Elektrische Steuereinheit (Y3/6) setzt die vom Steuergerät EGS (N15/3) ausgehenden elektrischen in hydraulische Signale um.

Die Wählhebelstellungen "P, R, N, D" vom Gangwahlschalter DIRECT SELECT (S16/13) werden durch das Mantelrohrmodul (N80) auf den Fahrwerk-CAN (CAN E) übertragen.

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Das Steuergerät CDI bzw. Steuergerät ME übermittelt die Informationen auf den Antriebs-CAN. Das Intelligente Servomodul für DIRECT SELECT (A80) leitet die Wählhebelstellungen unter Berücksichtigung verschiedener Informationen an das Steuergerät EGS weiter. Das Intelligente Servomodul verändert die Stellung des Wählbereichshebels.

Der Schaltbereich wird im Kombiinstrument (A1) angezeigt.

Der Schaltbereich kann in den Vorwärtsgängen während des Fahrbetriebs zwar verändert werden, jedoch verhindert das Steuergerät EGS eine Schaltung bei unzulässig hohen oder niedrigen Motordrehzahlen.

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Schaltung Funktionsablauf

Der Funktionsablauf ist in folgende Punkte gegliedert:

Funktionsablauf Hoch- und Zurückschalten

Funktionsablauf Schalten 1. Gang

Funktionsablauf Schaltphase

Funktionsablauf Schalten 2. Gang

Funktionsablauf Hoch- und Zurückschalten

In den Fahrprogrammen Sport "S" und Komfort "C" kann der Fahrer durch Betätigung des Lenkrad Gangschalters MINUS (S110/1) und des Lenkrad Gangschalters PLUS (S111/1) folgende Funktionen anwählen:

Einmaliges Betätigen in Richtung "–" aktiviert die Funktion Gangbegrenzung bzw. Tippschalten (Wenn es die Motordrehzahl zulässt, wird in den Gang zurückgeschaltet, der um einen Gang unter dem aktuell genutzten liegt).

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Durch Betätigen und Halten in Richtung "–" wird die Funktion "Schalten in optimalen Gang" angewählt (Gewählt wird der Gang, der die beste Beschleunigung des Fahrzeugs ermöglicht).

Einmaliges Betätigen in Richtung "+" bei gewählter Gangbegrenzung bewirkt Erhöhen der Schaltbegrenzung um einen Gang (z. B. von 3 nach 4).

Einmaliges Betätigen in Richtung "+" bei Fahrstufe "D" übermittelt einen Hochschaltwunsch an das Getriebe (Das Getriebe schaltet in Abhängigkeit von der Fahrsituation hoch).

Durch Betätigen und Halten in Richtung "+" wird die Gangbegrenzung vollständig aufgehoben (Schalten nach "D").

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Beim Fahrprogramm Komfort "C" steht im Vergleich zum Fahrprogramm Sport "S" ein kürzerer Schaltbereich (Schalten bei geringer Motordrehzahl) und damit ein geringeres Antriebsmoment bei Vorwärts- und Rückwärtsanfahrt zur Verfügung.

Dies ermöglicht ein sanfteres Anfahren, da die Gänge nicht vollständig ausgedreht werden.

Bei Fahrprogramm Manuell "M" (außer Code (494) USA-Ausführung) können die einzelnen Gänge "1, 2, 3, 4, 5" direkt über die Lenkrad Gangschalter MINUS und PLUS geschaltet werden.

Der Rückwärtsgang, die Parkstellung und die Neutralstellung können nur über das Steuergerät Elektronisches Wählhebelmodul geschaltet werden.

Fahrprogramm Manuell

Das Fahrprogramm Manuell "M" ist nach Zündung "AUS" "EIN" nicht mehr aktiv. Es wird dann immer im zuletzt gewählten Fahrprogramm gestartet. ("S" oder "C").

Funktionsablauf Schalten 1. Gang

Die Stirnseite des Kommandoschiebers 1 - 2 bzw. 4 - 5 wird über das Magnetventil 1-2 und 4-5 Schaltung drucklos gehalten. Über den Schaltschieber Haltedruck 1 - 2 bzw. 4 - 5 liegt Arbeitsdruck an der Lamellenbremse B1 an. Die Lamellenkupplung K1 ist drucklos.

Bei Unterdrehzahl erfolgt eine Zwangsrückschaltung und bei Überdrehzahl eine Zwangshochschaltung.

Bei Stillstand des Fahrzeugs wird automatisch in den 1. Gang geschaltet. Ein Anfahren ist sowohl im 1. als auch im 2. Gang

möglich.

Schaltung Funktion

P27.60-2747-76

Dargestellt Schaltstellung im 1. Gang

0 Abfluss Ölsumpf

21 Lamellenbremse B1

24 Lamellenkupplung K1

28a Schaltschieber Haltedruck 1 - 2 bzw. 4 - 5

29a Schaltschieber Schaltdruck 1 - 2 bzw. 4 - 5

30a Regelschieber Überschneidung
1 - 2 bzw. 4 - 5

31a Kommandoschieber 1 - 2 bzw.
4 - 5

p-A Arbeitsdruck

p-Mod Modulierdruck

p-S Schaltdruck

p-SV Schaltventildruck

Y3/6y3 Magnetventil 1-2 und 4-5 Schaltung

Funktionsablauf Schaltphase

Über das Magnetventil 1-2 und 4-5 Schaltung wird der Schaltventildruck (p-SV) so geschaltet, dass er auf die Stirnseite des Kommandoschiebers 1 - 2 bzw. 4 - 5 (31a) einwirkt. Dadurch wird der Kommandoschieber 1 - 2 bzw. 4 - 5 (31a) verschoben und der Schaltdruck (p-S) vom Schaltschieber Schaltdruck 1 - 2 bzw. 4 - 5 (29a) kommend über den Kommandoschieber 1 - 2 bzw. 4 - 5 (31a) auf die Lamellenkupplung K1 (24) geleitet. Die Lamellenbremse B1 (21) wird gleichzeitig vom Regelschieber Überschneidung 1 - 2 bzw. 4 - 5 (30a) mit Überschneidungsdruck beaufschlagt.

Der an der Stirnseite des Schaltschiebers Schaltdruck 1 - 2 bzw. 4 - 5 (29a) wirkende Druck von der Lamellenbremse B1 (21) wird durch den Arbeitsdruck (p-A) abgelöst. Der steigende Schaltdruck (p-S) an der Lamellenkupplung K1 (24) wirkt auf die Ringfläche am Regelschieber Überschneidung 1 - 2 bzw. 4 - 5 (30a) und reduziert den vom Regelschieber Überschneidung 1 - 2 bzw. 4 - 5 (30a) eingeregelten Überschneidungsdruck. Bei einem entsprechenden Druckniveau am Schaltschieber Haltedruck 1 - 2 bzw. 4 - 5 (28a) schaltet dieser um.

Schaltung Funktion

P27.60-2748-76

Dargestellt Schaltphase

0 Abfluss Ölsumpf

21 Lamellenbremse B1

24 Lamellenkupplung K1

28a Schaltschieber Haltedruck 1 - 2 bzw. 4 - 5

29a Schaltschieber Schaltdruck 1 - 2 bzw. 4 - 5

30a Regelschieber Überschneidung
1 - 2 bzw. 4 - 5

31a Kommandoschieber 1 - 2 bzw.
4 - 5

p-A Arbeitsdruck

p-Mod Modulierdruck

p-S Schaltdruck

p-SV Schaltventildruck

Y3/6y3 Magnetventil 1-2 und 4-5 Schaltung

Funktionsablauf Schalten 2. Gang

Nach erfolgtem Gangwechsel wird über das Magnetventil 1-2 und 4-5 Schaltung der Druck an der Stirnseite des Kommandoschiebers 1 - 2 bzw. 4 - 5 (31a) abgebaut und dieser in Grundstellung geschoben. Über den Schaltschieber Haltedruck 1 - 2 bzw. 4 - 5 (28a) und den Kommandoschieber 1 - 2 bzw. 4 - 5 (31a) gelangt nun der Arbeitsdruck (p-A) an die Lamellenkupplung K1 (24).

Die Lamellenbremse B1 (21) wird abgeschaltet (drucklos). Die Feder im Schaltschieber Schaltdruck 1 - 2 bzw. 4 - 5 (29a) schiebt diesen in Grundstellung.

Schaltung Funktion

P27.60-2749-76

Schaltstellung im 2. Gang

0 Abfluss Ölsumpf

21 Lamellenbremse B1

24 Lamellenkupplung K1

28a Schaltschieber Haltedruck 1 - 2 bzw. 4 - 5

29a Schaltschieber Schaltdruck 1 - 2 bzw. 4 - 5

30a Regelschieber Überschneidung
1 - 2 bzw. 4 - 5

31a Kommandoschieber 1 - 2 bzw.
4 - 5

p-A Arbeitsdruck

p-Mod Modulierdruck

p-S Schaltdruck

p-SV Schaltventildruck

Y3/6y3 Magnetventil 1-2 und 4-5 Schaltung

Funktionsschema Elektrik

Schaltung

Typ 216

PE27.19-P-2057-97CAA

Typ 221

PE27.19-P-2057-97SAB

Notlauf Funktion

GF27.60-P-3012ACS

Fahrstufe einlegen Funktion

GF27.60-P-3009ACS

Ölniveauregulierung Funktion

GF27.10-P-3024ACS

Steuerung Wandlerüberbrückungskupplung Funktion

GF27.20-P-3002ACS

Steuerdruck Wandlerüberbrückungskupplung Funktion

GF27.60-P-3019ACS

Arbeits-, Schmier- und Schaltdruck Funktion

GF27.60-P-3024ACS

Modulierdruck Funktion

GF27.60-P-3016ACS

Regelventildruck Funktion

GF27.60-P-3017ACS

Schaltventildruck Funktion

GF27.60-P-3018ACS

Referenzierte Dokumente