GF26.10-P-0002AK | Mechanisches Getriebe (MG) Funktion | 19.3.08 |
GETRIEBE 716.520 /521 /522 im TYP 169 bis Modell-J. 08 /AEJ 07
GETRIEBE 716.520 /521 im TYP 245 bis Modell-J. 08 /AEJ 07
P26.10-2082-02
Das Schaltgetriebe ist ein vollsynchronisiertes Zweiwellengetriebe mit fünf Vorwärts- und einem Rückwärtsgang und kommt für den Quereinbau zum Einsatz.
Das Schaltgetriebe kommt in drei Ausführungen zum Einsatz, mit einer Drehmomentübertragungsfähigkeit von 140 Nm bis 185 Nm (Benzinmotor) und einer Drehmomentübertragungsfähigkeit von 180 Nm (Dieselmotor).
Das Schaltgetriebe bietet weiterhin folgende Vorteile:
Kompakte, kleine Aggregateeinheit mit geringem Gewicht
Geringe Wartungskosten durch Dauerölfüllung
Eine präzise und leichtgängige Schaltung mit kurzen Schaltwegen wird durch folgende Maßnahmen erreicht:
Übertragung der Schalthebelbewegung durch Seilzüge
Nadelgelagerte Zentralschaltwelle
Doppelkonus-Synchronisation im 1. und 2. Gang
P26.10-2116-09
1 Kulisse 1. Gang
2 Kulisse 2. Gang
3 Kulisse 3. Gang
4 Kulisse 4. Gang
5 Kulisse 5. Gang
7 Schalthebel
15 Kulissenplatte
16 Führungsbolzen
17 Sperrklinke
18 Feder
R Kulisse Rückwärtsgang
8 Äußere Schaltung
9 Wählzug
10 Schaltzug
11 Wählhebel
12 Schaltgassenhebel
13 Schwungmasse
14 Schaltmodul
Die Übertragung der Schaltbewegungen vom Schalthebel an der äußeren Schaltung zum Schaltmodul am Getriebe erfolgt durch einen wartungsfreien Wählzug und Schaltzug.
Eine am Schaltgassenhebel angelenkte Schwungmasse unterstützt die Schaltbewegung des Schalthebels.
Der Wählhebel setzt die Querbewegung (Schaltgasse wählen) des Schalthebels in eine Hubbewegung der Schaltwelle im Schaltmodul um.
Der Schaltgassenhebel setzt die Längsbewegung (Gang schalten) des Schalthebels in eine Drehbewegung der Schaltwelle im Schaltmodul um.
Auf der Schaltwelle befinden sich zwei Mitnehmer, welche die entsprechenden Schaltgabeln betätigen, die kugelgelagert auf der Schaltgabelstange geführt werden.
Die Kulissenplatte verhindert ein Herausspringen der Gänge in senkrechter Richtung. Das Sperrblech blockiert nach vollzogenem Schaltvorgang alle übrigen Gänge.
Die Neutralstellung des Wählhebels und des Schaltgassenhebels in der Mittelschaltung wird über zwei Federn und eine Arretiereinrichtung an der Schaltwelle erreicht.
Die Rückwärtsgangsperre verhindert ein ungewolltes Schalten vom 5. Gang in den Rückwärtsgang.
Beim Zurückschalten vom 5. in den 4. Gang kommt der Führungsbolzen an der Sperrklinke zum Anliegen. Die Sperrklinke wird durch die Feder belastet, wodurch der Führungsbolzen geführt und ein Abrutschen verhindert wird. Der Führungsbolzen wird durch die Sperrklinke in die 3./ 4. Ganggasse zwangsgeführt und verhindert dadurch ein ungewolltes Zurückschalten in den Rückwärtsgang.
Bei geschaltetem Rückwärtsgang drückt ein auf der Schaltwelle angebrachter Zapfen gegen einen Kipphebel und betätigt den Kontaktstift des Rückfahrlichtschalters.
P26.10-2103-12
20 Kupplungsgehäuse
21 Getriebegehäuse
22 Antriebswelle
23 Abtriebswelle
24 Getriebedeckel
25 Ausgleichgetriebe
26 Stirnrad
27 Ritzel
28 Öltrichter
29 Doppelkonus-Synchronisation
30 Einfachkegel-Synchronisation
31 Radsatz 1. Gang
32 Radsatz 2. Gang
33 Radsatz 3. Gang
34 Radsatz 4. Gang
35 Radsatz 5. Gang
36 Radsatz Rückwärtsgang
Die Radsätze, der Radsatz Rückwärtsgang, die Antriebswelle und die Abtriebswelle sind auf zwei Lagerebenen angeordnet.
Durch die Anordnung auf zwei Lagerebenen wurde eine kurze Baulänge erreicht.
Das geteilte Getriebegehäuse besteht aus einer Leichtmetalllegierung, dessen Gehäuseteile mit Flüssigdichtmittel abgedichtet werden.
Die Antriebswelle wird im Schwungrad durch ein Pilotlager und im Getriebegehäuse durch ein Rillenkugellager und ein Zylinderrollenlager gelagert. Die Abtriebswelle wird wie die Antriebswelle im Getriebegehäuse durch ein Rillenkugellager und ein Zylinderrollenlager gelagert. Die Antriebswelle und die Abtriebswelle sind zur Gewichtsreduzierung als Hohlwellen ausgeführt und versorgen die Gangräder durch die Öltrichter mit Getriebeöl.
Die Radsätze und der Radsatz Rückwärtsgang sind durch Nadellager auf der Antriebswelle und der Abtriebswelle gelagert.
Der Achsantrieb erfolgt über das schrägverzahnte Ritzel und das Stirnrad im Ausgleichgetriebe.
Das Ausgleichgetriebe ist durch Kegelrollenlager gelagert.
Bedingt durch stark eingeengte Fertigungstoleranzen der Radsätze, des Radsatzes Rückwärtsgang, des Kupplungsgehäuses und des Getriebegehäuses ist keine Spieleinstellung der Antriebswelle und der Abtriebswelle erforderlich.
Die Synchronisierung des 1. und 2. Ganges erfolgt mit einer Doppelkonus-Synchronisation, des 3./4./5. und Rückwärtsganges erfolgt mit einer Einfachkegel-Synchronisation.
Referenzierte Dokumente
- gf2610p000201ak Mechanisches Getriebe (MG) Übersetzungsverhältnisse
- gf2610p000203ak Mechanisches Getriebe (MG) Kraftflußverlauf
- gf2610p000204ak Mechanisches Getriebe (MG) Schmierversorgung
- gf2619p2103ak Rückfahrlichtschalter Bauteilbeschreibung
- gf2650p2000ak Einfachkegel-Synchronisation Bauteilbeschreibung
- gf2650p2001ak Doppelkonus-Synchronisation Bauteilbeschreibung