GF14.40-S-2010SA | Dieselpartikelfilter Bauteilbeschreibung | 8.12.11 |
MOTOR 642.8 im TYP 906
mit CODE (MG5) Motor OM 642 DE 30 LA, 140 KW (190PS) 3800/min
ausser CODE (ZU7) Länderausführung Kanada
ausser CODE (ZU8) Länderausführung USA
MOTOR 642.8 im TYP 639
mit CODE (XZ1) Modellgeneration 1
mit CODE (MZ0) BlueEFFICIENCY
D49.10-1141-11
Dieselpartikelfilter (DPF) dargestellt am Typ 906
1 Katalysator mit DPF
8 Druckleitung
B19/19 Temperaturfühler vor Dieselpartikelfilter
B28/20 Differenzdrucksensor Dieselpartikelfilter
B85/3 Lambdasonde
S14.40-4528-06
DPF dargestellt am Typ 639
1 Katalysator mit DPF
8 Druckleitung
B19/19 Temperaturfühler vor Dieselpartikelfilter
Anordnung
Der Katalysator mit DPF ist nach dem Abgasturbolader angeordnet und befindet sich im Stirnwandbereich.
Aufgabe
Der Katalysator mit DPF hat folgende Aufgaben:
– Oxidation von Kohlenmonoxid (CO)
– Oxidation von Kohlenwasserstoff (HC)
– Oxidation und Reduktion von Stickoxiden (NOX)
– Herausfiltern der Rußpartikel
– Speichern der Rußpartikel
– Bildung des Brennraumes für die Rußpartikelverbrennung während der DPF-Regeneration
Aufbau
Der Katalysator mit DPF bildet eine Einheit im Edelstahlgehäuse mit 2 Komponenten:
DPF
Oxidationskatalysator
DPF
Der DPF besteht aus einem keramischen Wabenfilterkörper aus Siliziumkarbid, der mit dem Edelmetall Platin beschichtet ist. Die Kanäle des DPF sind wechselnd vorn und hinten geöffnet und durch die porösen Filterwände des Wabenfilterkörpers voneinander getrennt.
S14.40-4529-06
Schematische Darstellung
81 Abgasstrom
82 Keramischer Monolith
83 Stopfen
84 Dämmung
85 Gehäuse
Oxidationskatalysator
Der Oxidationskatalysator besteht aus einem keramischen Monolithen. Der keramische Monolith ist ein Keramikkörper, der von mehreren 1000 kleinen Kanälen durchzogen ist. Die Keramik besteht aus einem hochtemperaturfesten Magnesium-Aluminium-Silikat. Die auf den keramischen Monolith aufgebrachte Trägerschicht mit der wirksamen katalytischen Schicht beinhaltet als aktive Komponente Platin und beschleunigt die Oxidation von HC, CO und NOX.
Der in einem Oxidationskatalysator enthaltene Edelmetallgehalt beträgt ca. 2 bis 10 g, je nach Größe und Bauform.
S49.10-4529-75
Schematische Darstellung
111/3 Keramischer Monolith
183 Eintretender Abgasstrom
184 Austretender Abgasstrom
S14.40-4530-01
Beschichtete Zellenstruktur
111/3 Keramischer Monolith
111/4 Trägerschicht (Washcoat)
183 Eintretender Abgasstrom
Funktion
Das in den Katalysator mit DPF einströmende Abgas besteht im Wesentlichen aus Kohlenmonoxid (CO), Kohlenwasserstoffen (HC), Stickoxiden (NOX) und Rußpartikeln. Die Rußpartikel passieren unverändert den Oxidationskatalysator im vorderen Bereich des Katalysators mit DPF. Die restlichen Bestandteile werden zu Kohlendioxid (CO2), Wasser (H2O), Stickstoffdioxid (NO2) und Stickstoff (N2) im Oxidationskatalysator oxidiert bzw. reduziert.
Das bis dahin ungefilterte Abgas strömt dann durch den porösen keramischen Wabenfilter des DPF im hinteren Teil des Katalysators mit DPF.
Die Rußpartikel werden physisch im Wabenfilterkörper des DPF zurückgehalten.
Für die Regeneration des DPF wird der Beladungszustand des DPF durch den Abgasdrucks vor und nach dem DPF vom Differenzdrucksensor Dieselpartikelfilter ermittelt und an das Steuergerät CDI (N3/30) gesendet.
Für den Rußabbrand (Regeneration) sind Temperaturen von über 600 °C notwendig, die im normalen Betrieb des Dieselmotors nicht erreicht werden. Hierzu können vom Steuergerät CDI folgende Maßnahmen zur Abgastemperaturerhöhung eingeleitet werden:
– Ansaugluftdrosselung
– Späteinspritzung
– DPF-Glühen