GF14.40-P-0002FF | Abgasnachbehandlung Funktion | 18.4.06 |
MOTOR 639.9 im TYP 454.0 mit CODE (K13) Dieselpartikelfilter
P14.40-2202-09
A1 Kombiinstrument
A1e26 Kontrollleuchte CHECK ENGINE
B19/9 Temperaturfühler vor Dieselpartikelfilter
B19/11 Temperaturfühler vor Abgasturbolader
B28/8 Differenzdruckgeber (DPF)
Y76/1 Kraftstoffinjektor Zylinder 1
Y76/2 Kraftstoffinjektor Zylinder 2
Y76/3 Kraftstoffinjektor Zylinder 3
CAN Control Area Network-Bus Klasse C (Motorraum) (CAN-C)
LIN Local Interconnect Network (LIN)
B60 Geber Abgasgegendruck
M16/5 Drosselklappensteller
N3/9 Steuergerät EDG
N14/2 Glühendstufe
R9 Glühkerzen
Y31/2 Druckwandler Druckregelklappe
Y31/5 Druckwandler Ladedruckregelung
Allgemein
Durch den Einsatz des wartungsfreien Dieselpartikelfilters (DPF) werden die Partikel-Emissionen um mehr als 90 % reduziert.
Die normierten Kraftstoffverbräuche und CO2-Emissionen sowie sonstige Leistungsdaten bleiben gegenüber Fahrzeugen ohne DPF unverändert.
Funktion
Das mit Rußpartikeln beladene Abgas strömt in den DPF ein. Aufgrund der gegenseitig versetzt verschlossenen Kanäle muss das Gas durch die porösen Filterwände strömen. Dabei werden die Partikel aus der Strömung um mehr als 90 % eleminiert. Die zurückbleibenden Rußpartikel lagern sich an den Filterwänden des Wabenfilterkörpers im DPF an und führen so im weiteren Verlauf zu einer Erhöhung des Strömungswiderstandes. Dieser wird durch die anschließend ablaufende Regenerierung wieder abgebaut.
Messung der Rußbeladungsmenge
Zur Messung der Rußbeladungsmenge des DPFs werden folgende Werte vom Steuergerät EDG eingelesen:
Differenzdruck vom Differenzdruckgeber
Abgasdruck vor dem Abgasturbolader vom Geber Abgasgegendruck
Anhand dieser Werte und der vom Steuergerät EDG errechneten Abgasmasse wird über ein Kennfeld die Ruß- und Aschebelastung im DPF ermittelt. Überschreitet die Rußbeladung einen kennfeldabhängigen Wert, leitet das Steuergerät EDG (bei gegebenen Regenerations-Voraussetzungen) die Regenerationsphase ein.
P14.40-2191-12
Rußbeladungsmenge
a Defekter Partikelfilter
b Regenerierter Partikelfilter
c Beladener Partikelfilter
d Regenerierungsbedürftiger Partikelfilter
e Überlasteter Partikelfilter
f Verstopfter Partikelfilter
p Differenzdruck
p1 900 mbar
V Abgas-Volumendurchsatz (l/h)
Dieselpartikelfilter Regeneration
Funktionsvoraussetzung
Fahrzeuggeschwindigkeit > 10 km/h
Abgastemperatur > 150 °C
Tankfüllstand > Reserve
Motordrehzahl > 4000/min
Kein abgasrelevanter Fehlereintrag im Fehlerspeicher
Durch die periodische Erhöhung der Abgastemperatur auf über 550 °C leitet das Steuergerät EDG die Regeneration ein, d. h. die im DPF eingelagerten Rußpartikel werden überwiegend zu CO2 verbrannt. Die entstehende Asche bleibt im DPF zurück.
Die Regeneration läuft für den Fahrer unbemerkt ab.
Die Regenerationszeiten sind temperaturabhängig und verringern sich mit steigender Abgastemperatur:
bei 575 °C ca. 1000 s
bei 600 °C ca. 600 s
bei 660 °C ca. 400 s
P14.40-2192-12
Regeneration
p Differenzdruck
p2 Dieselpartikelfilter rußgefüllt
p3 Dieselpartikelfilter leer
t Zeit
T Abgastemperatur
T1 Normaltemperatur
T2 Regenerationstemperatur
e Nacheinspritzung
e1 Nacheinspritzung aus
e2 Nacheinspritzung ein
e3 Ascheanteil ermitteln
e4 vollständige Regenerationsphase
Maßnahmen zur Abgastemperaturerhöhung
Nacheinspritzung:
Aus den Nachverbrennungen im Brennraum und im Katalysator resultiert thermische Energie, die den DPF erhitzt.
Um Überhitzungsschäden des Motors und des Abgasturboladers, bei zu großer Beladung des DPFs zu verhindern, werden Abgastemperatur und Abgasgegendruck überwacht.
Bei zu hohem Abgasgegendruck oder zu hoher Abgastemperatur führt das Steuergerät EDG zum Schutz des Abgasturboladers und des Motors eine Reduzierung des Ladedrucks und der Einspritzmenge durch.
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Abgasrückführung mit Ansaugluftdrosselung:
Das Steuergerät EDG reduziert die Frischluftmenge über den Drosselklappensteller und mischt Abgas über den Druckwandler Druckregelklappe der Ansaugluft bei.
Regenerationsglühen:
Die Glühkerzen werden über die Glühendstufe in der Regenerationsphase zugeschaltet und erreichen dabei eine Temperatur von ca. 850 °C.
Nach der Regeneration erfasst das Steuergerät EDG die Druckdifferenz vom Differenzdruckgeber und vergleicht diese mit einem Referenzwert. Daraus ermittelt das Steuergerät EDG die Beladung des DPFs mit Asche.
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Wartung
Der DPF ist konzipiert für eine Laufleistung von ca. 100.000 km. Bei Erreichen des maximalen Aschegehalts im DPF leuchtet die Kontrollleuchte CHECK ENGINE im Kombiinstrument auf. Der DPF muss dann ausgetauscht werden.
Eine Regenerierung des DPFs erfolgt im Fahrbetrieb alle 500 bis 1000 km. Falls diese, z. B. durch extremen Kurzstreckenbetrieb, nicht durchgeführt werden kann und sich der DPF zugesetzt hat, muss er manuell mit STAR DIAGNOSIS regeneriert werden.
In diesem Fall leuchtet die Kontrollleuchte CHECK ENGINE im Kombiinstrument.
Die Abgasnachbehandlung mit DPF ist ein additivfreies System. Dennoch wird ein spezielles aschearmes Motoröl "low SPAsh" benötigt um entsprechend lange Wartungsintervalle zu gewährleisten.
Bei Verwendung von herkömmlichen Motorölen verringert sich die Laufleistung das DPFs um ca. die Hälfte.
Dieselpartikelfilter Bauteilbeschreibung | |||
Temperaturfühler Dieselpartikelfilter Bauteilbeschreibung | B19/9 | ||
Temperaturfühler Abgasturbolader Bauteilbeschreibung | B19/11 | ||
Differenzdruckgeber DPF Bauteilbeschreibung | B28/8 | ||
Geber Abgasgegendruck Bauteilbeschreibung | B60 | ||
Druckwandler Druckregelklappe Bauteilbeschreibung | Y31/2 | ||
Druckwandler Ladedruckregelung Bauteilbeschreibung | Y31/5 |
Referenzierte Dokumente
- gf0704p6109ff Temperaturfühler Abgasturbolader Bauteilbeschreibung
- gf0704p6111ff Temperaturfühler Dieselpartikelfilter Bauteilbeschreibung
- gf0704p6121ff Differenzdruckgeber DPF Bauteilbeschreibung
- gf0704p6130ff Geber Abgasgegendruck Bauteilbeschreibung
- gf0940p4015ff Druckwandler Ladedruckregelung Bauteilbeschreibung
- gf1420p4011ff Druckwandler Druckregelklappe Bauteilbeschreibung
- gf1440p2010ff Dieselpartikelfilter Bauteilbeschreibung