P09.50-2115-79
Beispielhafte Darstellung Motor 608 |
1 | Ladedrucksteller | 2 | Abgasturbolader |
Übersicht
Dieses Dokument enthält Informationen zu:
Allgemeines
Anordnung
Funktion
Allgemeines
Der Ladedrucksteller verändert die Position der Leitschaufeln im Abgasturbolader mit variabler Turbinengeometrie und somit den Ladedruck. Der Ladedrucksteller wird über eine Unterdruckdose oer einen elektrischen Stellmotor angesteuert.
Anordnung
Der Ladedrucksteller befindet sich direkt am Abgasturbolader mit variabler Turbinengeometrie.
Funktion
Die Unterdruckdose oder der elektrische Stellmotor betätigt einen Verstellring, der die im Trägerrring gelagerten Leitschaufeln verstellt. Die Leitschaufeln beeinflussen den Abgasstrom, der auf das Turbinenrad wirkt. Bei niedrigen Drehzahlen wird der Eintrittsquerschnitt verkleinert. Durch die Verkleinerung des Eintrittsquerschnitts erhöht sich die Abgasgeschwindigkeit und die Turbinendrehzahl. Dadurch ereicht man den gewünschten Ladedruck schon bei niedrigen Drehzahlen, ohne dass ein Leistungseinbruch entsteht. Bei hoher Drehzahl erfolgt eine Vergrößerung des Eintrittsquerschnitts, so dass sich das Turbinenrad nicht zu schnell dreht und der Ladedruck nicht zu groß wird. Die Regelung sorgt schnell für den maximalen Ladedruck, der über einen breiten Drehzahlbereich anhält.
Bei auftretenden Fehlern, wie z.B. ein fehlerhaftes fehlerhaftes pulsweitenmoduliertes Signal, geht der Ladedrucksteller in die Notlaufstellung. In der Notlaufstellung gibt der Ladedrucksteller den größten Eintrittsquerschnitt frei. Es steht nur eine begrenzte Motorleistung zur Verfügung.
Die Ladedruckregelung des Abgasturboladers mit variabler Turbinengeometrie verbessert die Drehmomentcharakteristik im Volllastbetrieb und im Teillastbereich. Der Sollwert für den Ladedruck hängt von folgenden Einflussgrößen ab:
Drehzahl
Einspritzmenge
Kühlmitteltemperatur
Ansaugtemperatur
Umgebungsluftdruck