Übersicht
Dieses Dokument enthält Informationen zu:
Allgemeines
Funktionsebene
Überwachung der Steuergerätefunktionen (Drehmoment)
Hardware-implementierte Überwachungsfunktion der Steuergeräteüberwachung
Interlock-Kreis
Allgemeines
Die Überwachung im Steuergerät Antriebsstrang gliedert sich in folgende Ebenen:
Funktionsebene (Ebene 1)
Erste Überwachungsebene (Ebene 2, Überwachung der Funktionsebene)
Zweite Überwachungsebene (Ebene 3, Hardware-Überwachung)
Die Überwachung des Interlock-Kreises übernimmt das Steuergerät Batteriemanagementsystem.
Funktionsebene
In der Überwachung auf Funktionsebene sind alle im Steuergerät Antriebsstrang implementierten Funktionen des Elektroantriebs enthalten.
Überwachung der Steuergerätefunktionen (Drehmoment)
Die erste Überwachungsebene (Ebene 2) beinhaltet den Soll-Ist-Vergleich von Soll-Antriebsmoment (berechnet aus Fahrpedalstellung, Rekuperationsstufe und Informationen des ESP®) und Ist-Antriebsmoment.
Im Steuergerät Antriebsstrang überprüft die Ebene 2, ob das Soll-Drehmoment der Funktionsebene sich in dem aus Fahrpedalstellung, Rekuperationsstufe und ESP® Informationen gegebenen Rahmen befindet. Wenn das nicht der Fall ist, wird das Soll-Drehmoment der Funktionsebene entsprechend begrenzt, bevor es beim Steuergerät Leistungselektronik angefordert wird.
Im Steuergerät Leistungselektronik wird in Ebene 2 das vom Steuergerät Antriebsstrang angeforderte Drehmoment mit Informationen des ESP® plausibilisiert und ggf. begrenzt. Außerdem wird das gestellte Ist-Antriebsmoment der elektrischen Maschine berechnet. Das Steuergerät Leistungselektronik prüft, ob das plausibilisierte Soll-Antriebsmoment stets größer ist als das berechnete Ist-Antriebsmoment. Zusätzlich wird die Richtung des Drehmoments geprüft und die Einhaltung eines fest hinterlegten maximalen Drehmoments. Bei Abweichungen wird die elektrische Maschine vom Steuergerät Leistungselektronik passiv geschaltet, d. h., sie erzeugt kein Drehmoment.
Zusätzlich zum Drehmoment werden auf Ebene 2 weitere Größen überwacht, beispielsweise die Rekuperationsanforderung, die Fahrstufe oder die Parksperre.
Hardware-implementierte Überwachungsfunktion der Steuergeräteüberwachung
Die zweite Überwachungsebene (Ebene 3) basiert auf einer Hardwareüberwachung. Hierzu führt die Ebene 3 Überprüfungen durch, die eine korrekte Ausführung der Funktionssoftware und der Ebene 2 sicherstellen. Im Fehlerfall wird die elektrische Maschine vom Steuergerät Leistungselektronik passiv geschaltet.
Außerdem existiert ein autarker Überwachungsrechner, der die Grundfunktionen der ersten Überwachungsebene im Steuergerät Antriebsstrang überprüft.
Interlock-Kreis
Der InterlockKreis ist ein Schutz gegen versehentliches Berühren der Hochvoltkomponenten. Ein Interlock-Spannungssignal wird durch alle abbaubaren oder zu öffnenden Bauteile des HochvoltBordnetzes geschleift. Dazu befindet sich in jedem abbaubaren Hochvoltanschluss eine elektrische Brücke, die beim Abbauen des Hochvoltanschlusses den InterlockKreis unterbricht.
Zusätzlich wird der InterlockKreis in einer Reihenschaltung über die 12VSteuergeräteSteckanschlüsse der Hochvoltkomponenten geführt. Beim Abziehen eines SteuergeräteSteckanschlusses wird über die InterlockKontakte der InterlockKreis unterbrochen.
Während der Fahrt führt eine Unterbrechung des InterlockKreises nicht zum Abschalten des HochvoltBordnetzes. Zudem wird das HochvoltBordnetz in Wählhebelstellung „D“ auch bei einem Öffnen der Motorhaube abgeschaltet. Bei ausgeschalteter Zündung und unterbrochenem InterlockKreis ist das Fahrzeug nicht mehr fahrbereit.
Referenzierte Dokumente
- gf4770p1100g Interlock-Kreis Detailinformation