gf0761p4031mis

Klopfregelung ME Funktion

Typ gf · Thema 07.61 · Version 0101 · 2009-06-25

Gültig für: MOTOR 272.9 im TYP 221.0 /1 ab Modell-J. 2009 /AEJ 08 MOTOR 273.9 im TYP 216.3, 221.0 /1 ab Modell-J. 2009 /AEJ 08

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 07 Gemischaufbereitung › 07.61 Benzin-Einspritz- und Zündsystem ME — Baureihe 216 (Baumuster 3**) · Baureihe 221 (Baumuster 0**, 1**)

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 272 9**, 273 9**

GF07.61-P-4031MIS

Klopfregelung ME Funktion

25.6.09

MOTOR 272.9 im TYP 221.0 /1 ab Modell-J. 2009
/AEJ 08

MOTOR 273.9 im TYP 216.3, 221.0 /1 ab Modell-J. 2009
/AEJ 08

Funktionsvoraussetzungen Klopfregelung allgemein

Kl. 87M EIN (Motorsteuerung EIN)

Motor läuft

Klopfregelung allgemein

Die Klopfregelung ist im Steuergerät ME (N3/10) integriert und hat die Aufgabe, bei unterschiedlichen Kraftstoffqualitäten und bei allen Betriebsbedingungen einen klopffreien Betrieb des Motors sicherzustellen. Bei unkontrollierter Verbrennung (Klopfen) wird der Zündwinkel der Zündspule (T1) des betreffenden Zylinders nach "spät" verstellt.

Das Steuergerät ME (N3/10) steuert die Klopfregelung in Abhängigkeit folgender Sensoren und Signale:

– Klopfsensor 1, rechts (A16/1)

– Klopfsensor 2, links (A16/2)

– Heißfilm-Luftmassenmesser (B2/5), Motorlast

– Temperaturfühler Ansaugluft (B2/5b1), Ansauglufttemperatur

– Hall-Geber Einlass Nockenwelle, links und rechts (B6/4, B6/5), Einlass-Nockenwellenstellungen (Zündkreiserkennung)

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– Hall-Geber Auslass Nockenwelle, links und rechts (B6/6, B6/7), Auslass-Nockenwellenstellungen (Zündkreiserkennung)

– Temperaturfühler Kühlmittel (B11/4)

– Druckgeber (B28), Saugrohrluftdruck

– Geber Fahrpedal (B37), Lastanforderung Fahrer

– Hall-Geber Kurbelwelle (B70), Motordrehzahl und Kurbelwellenstellung (Zündkreiserkennung)

– ROZ-Voreinstellung (Research-Oktanzahl) mit dem Diagnose-Assistenz-System (DAS) (außer Code (494) USA-Ausführung)

Zusätzlich werden die Anforderungen der Funktion Motordrehmoment-Anforderungen berücksichtigt.

Klopfregelung Funktionsablauf

Der Funktionsablauf ist in folgenden Punkten beschrieben:

Funktionsablauf Zündwinkelverstellung

Funktionsablauf ROZ-Korrektur

Funktionsablauf Adaption der Klopfregelung

Funktionsablauf Fehler bei der Klopferkennung

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Funktionsablauf Zündwinkelverstellung

Die Klopfregelung ist unter folgenden Betriebsbedingungen aktiv:

– Kühlmitteltemperatur >40 °C

– Motorlast >40 %

Das Steuergerät ME berechnet entsprechend seiner Eingangssignale eine zylinderspezifische Zündwinkelkorrektur.

Wird an einem Zylinder durch die Klopfsensoren Klopfen erkannt, wird dessen Zündwinkel (abhängig von der Motordrehzahl) ab der nächsten Zündung um ca. 3° KW (Kurbelwellen-Winkel) nach "spät" verstellt. Tritt weiterhin Klopfen auf, wird der Zündwinkel so lange um ca. 3° KW nach "spät" verstellt, bis die maximale Verstellung (von ca. 10 bis 15° KW) erreicht ist.

Bei klopffreier Verbrennung wird nach einigen Zündungen die Spätverstellung in Schritten von ca. 0,75° KW schrittweise zurückgenommen, bis wieder der normale Kennfeldwert erreicht ist oder neues Klopfen auftritt.

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Funktionsablauf ROZ-Korrektur

Die ROZ-Korrektur kann mit dem DAS durch eine Korrekturprogrammierung voreingestellt werden (außer Code (494) USA-Ausführung).

Zusätzlich verfügt die Klopfregelung über einen automatischen ROZ-Schalter. Dieser erkennt eine anhaltend hohe Klopfneigung des Motors und entlastet die Klopfregelung durch eine entsprechende Vorsteuerung.

Hierzu werden die gespeicherten Adaptionswerte, die Zündwinkel aller Zylinder und die Anzahl der Regelungseingriffe in bestimmten Motorlast- und Drehzahlbereichen ausgewertet.

Je nach überschrittener Schwelle wird die ROZ-Stufe um eine oder mehrere Stufen verstellt. Die eingeregelte ROZ-Stufe bleibt bis zum Abstellen des Motors erhalten.

Je höher die gewählte ROZ-Stufe, desto geringer ist die maximale Spätverstellung der Zündwinkel.

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Funktionsablauf Adaption der Klopfregelung

Ab einer Kühlmitteltemperatur von ca. 75 °C ist die Adaption der Klopfregelung aktiv.

Die erforderlichen Zündwinkelkorrekturen wegen klopfender Verbrennung werden kontinuierlich und zylinderspezifisch mit dem jeweiligen Betriebszustand des Motors (Motorlast und
-drehzahl) gespeichert.

Bei der Bestimmung der einzelnen Zündwinkel werden die gespeicherten Adaptionswerte berücksichtigt, so dass für jeden Zylinder sofort der optimale Zündwinkel bestimmt werden kann.

Bei einem Gasstoß werden für ca. 2 s keine Werte gespeichert, um falsche Adaptionswerte zu vermeiden.

Funktionsablauf Fehler bei der Klopferkennung

Bei Ausfall eines Klopfsensorsignals werden aus Sicherheitsgründen die Zündwinkel aller Zylinder (abhängig von Motordrehzahl und Kühlmitteltemperatur) um bis zu 11° KW nach "spät" verstellt. Die Klopfregelung und ihre Adaption werden gesperrt und ein Fehler im Fehlerspeicher abgelegt.

Funktionsschema Elektrik Klopfregelung

Typ 216

PE07.61-P-2786-97CAB

Typ 221

PE07.61-P-2786-97SAB

Steuergerät ME Bauteilbeschreibung

N3/10 Motor 272 außer 272.974 (Hybrid)

GF07.61-P-6000MIS

N3/10 Motor 272.974 (Hybrid)

GF07.61-P-6000MEH

N3/10 Motor 273

GF07.61-P-6000MLS

Referenzierte Dokumente