GF07.61-P-3014MOR | Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung ME Funktion | 13.11.08 |
MOTOR 275.9 im TYP 230.4 ab Modell-J. 2009
/AEJ 08 MOPF
P07.61-2691-01
Anreicherungsrate-/Zeitdiagramm
a Start
b Abregelbeginn Nachstartanreicherung
c Beginn Warmlaufanreicherung
t Zeit
t1 Startanreicherung (Dauer z. B. 2 s)
t2 Nachstartanreicherung (Dauer z. B. 15 s bei 15 °C Kühlmitteltemperatur)
t3 Warmlaufanreicherung (Dauer entsprechend Kühlmitteltemperatur)
A Anreicherungsrate
Funktionsvoraussetzungen Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung allgemein
Kl. 87M EIN (Motorsteuerung EIN)
Motor dreht
Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung allgemein
Um beim Kaltstart einen stabilen und ruhigen Motorlauf zu erreichen, wird vom Steuergerät ME (N3/10) das Kraftstoff-Luftgemisch angereichert.
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Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung Funktionsablauf
Der Funktionsablauf ist in folgende Teilfunktionen gegliedert:
Funktionsablauf Startanreicherung
Funktionsablauf Nachstartanreicherung
Funktionsablauf Warmlaufanreicherung
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Funktionsablauf Startanreicherung
Um das Starten des kalten Motors zu erleichtern, muss während des Startvorgangs mehr Kraftstoff eingespritzt werden.
Die Berechnung der Einspritzzeit für die Startanreicherung erfolgt vom Steuergerät ME auf Basis folgender Sensoren und Signale:
– Temperaturfühler Kühlmittel (B11/4)
– Positionsgeber Kurbelwelle (L5), Motordrehzahl
– Abstellzeit des Motors
– Druckgeber Atmosphärenluftdruck im Steuergerät ME, Höhenadaption
– Steuergerät EZS (N73), Signal Kl. 50 über Motorraum-CAN
(CAN C)
– Spannung Bordnetzbatterie (G1) über "Kl. 30"
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Das Steuergerät ME verlängert beim Erhalten des "Kl. 50-Signals" vom Steuergerät EZS über den Motorraum-CAN die Einspritzzeit der Kraftstoff-Einspritzventile (Y62).
Die Startanreicherung bleibt so lange aktiviert, bis eine von der Kühlmitteltemperatur abhängige Motordrehzahl überschritten wird.
Je höher die Kühlmitteltemperatur, desto geringer ist die vom Steuergerät ME berechnete Einspritzzeit.
Die Einspritzzeiten sind außerdem von der Batteriespannung abhängig. Um die Startmenge bei geringer Batteriespannung zu gewährleisten, verlängert das Steuergerät ME die Einspritzzeiten.
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Funktionsablauf Nachstartanreicherung
Nach dem Kaltstart wird für kurze Zeit das Kraftstoff-Luftgemisch angereichert, damit der Motor einwandfrei durchläuft.
Der an den kalten Zylinderlaufbahnen kondensierende Kraftstoff wird durch die Nachstartanreicherung ausgeglichen.
Die Berechnung der Einspritzzeit für die Nachstartanreicherung erfolgt vom Steuergerät ME auf Basis folgender Sensoren und Signale:
– Temperaturfühler Kühlmittel, Kühlmitteltemperatur beim Start
– Verbrennungszyklen nach Start
– Steuergerät EGS (N15/3), Wählhebelstellung über Motorraum-CAN
– Korrekturprogrammierung mit dem DAS
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Der Motor erhält kennfeldabhängig eine zusätzliche Kraftstoffmenge vom Steuergerät ME zugeteilt.
Das Steuergerät ME verlängert dazu die Einspritzzeit der Kraftstoff-Einspritzventile.
Es wird so viel angereichert, bis sich eine bestimmte Motordrehzahl einstellt (z. B. 1400/min bei Wählhebelstellung "P" und +30 °C Kühlmitteltemperatur für ca. 30 s).
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Funktionsablauf Warmlaufanreicherung
Nach der Start- und Nachstartanreicherung wird das Kraftstoff-Luftgemisch über die Warmlaufanreicherung weiterhin angereichert.
Der an den noch kalten Zylinderlaufbahnen kondensierende Kraftstoff wird durch die Warmlaufanreicherung ausgeglichen.
Die Berechnung der Einspritzzeit für die Warmlaufanreicherung erfolgt vom Steuergerät ME auf Basis folgender Sensoren und Signale:
– Temperaturfühler Kühlmittel
– Temperaturfühler Ladeluft (B17/8) und Druckgeber nach Stellglied Drosselklappe (B28/7), Motorlast
– Druckgeber vor Stellglied Drosselklappe (B28/6)
– Positionsgeber Kurbelwelle, Motordrehzahl
– Korrekturprogrammierung mit dem DAS
Der Motor erhält kennfeldabhängig eine zusätzliche Kraftstoffmenge vom Steuergerät ME zugeteilt.
Das Steuergerät ME verlängert dazu die Einspritzzeit der Kraftstoff-Einspritzventile.
Im leerlaufnahen Bereich ist die Einspritzzeit häuptsächlich von der Kühlmitteltemperatur beim Start abhängig.
Bei Teillast ist die Motorlast entscheidend.
Sobald die Lambda-Regelung freigegeben wird, überwacht diese die Einspritzzeit.
| Funktionsschema Elektrik Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung | ||
Steuergerät ME Bauteilbeschreibung | N3/10 | ||
Temperaturfühler Kühlmittel Bauteilbeschreibung | B11/4 | ||
Temperaturfühler Ladeluft Bauteilbeschreibung | B17/8 | ||
Druckgeber vor Drosselklappe Bauteilbeschreibung | B28/6 | ||
Druckgeber nach Drosselklappe Bauteilbeschreibung | B28/7 | ||
Positionsgeber Kurbelwelle Bauteilbeschreibung | L5 | ||
Kraftstoff-Einspritzventile Bauteilbeschreibung | Y62y1 - Y62y12 |
Referenzierte Dokumente
- gf0703p6010mor Kraftstoff-Einspritzventile Bauteilbeschreibung
- gf0704p6010mor Positionsgeber Kurbelwelle Bauteilbeschreibung
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