GF07.51-L-2006VA | Zündsystem mit Inkrementsteuerung Funktion | 11.8.00 |
MOTOR 166.961 /991 im TYP 414.700
P07.51-0540-05
Signalzuordnung
1 Kurbelwinkel
2 Zylinder Zünd-OT
3 Signal Positionsgeber Kurbelwelle (L5)
4 Signal Hall-Geber Nockenwelle (B6/1)
5 Drehzahlsignal TNA
Durch die Zähne der Mitnehmerscheibe wird bei drehender Kurbelwelle im Positionsgeber Kurbelwelle (L5) eine Wechselspannung erzeugt. Dabei erzeugt jeder Zahn ein Wechselspannungssignal. Durch die Lücke von zwei fehlenden Zähnen wird keine Spannung erzeugt. Mit der zweiten negativen Flanke nach der Lücke erkennt das Motorsteuergerät die OT-Stellung der Kurbelwelle.
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Ist zu diesem Zeitpunkt das Signal vom Hallgeber Nockenwelle (B6/1) auf 0 Volt (”Low”), verarbeitet das Motorsteuergerät dies zur Erkennung des Zünd-OT Zylinder 1. Dies wird zur Ansteuerung der Zündspulen und Kraftstoff-Einspritzventile herangezogen.
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Aufgabe der Zündung
Zündwinkel entsprechend den Eingangssignalen bestimmen, Zündspulen ansteuern und Zündfunken auslösen.
Zündwinkelanpassung
– für Katalysator-Aufheizung (Warmlauf)
– im Leerlauf
– nach Schubabschaltung
– entsprechend Ansauglufttemperatur-/Kühlmitteltemperatur
– für Antiruckelfunktion (nur MG)
– Getriebeschutz
- Getriebeüberlastschutz (nur FAG)
- Getriebeschutzfunktion (nur FAG)
– durch Antiklopfregelung (AKR)
Mehrere aufeinander folgende Zündfunken bei Start auslösen (Mehrfunken-Zündung).
L07.51-0003-06
Der Zündfunke springt gleichzeitig an den Zündkerzen von zwei Zylindern über, bei einem Zylinder im Verdichtungstakt, beim anderen Zylinder im Ausstoßtakt. Der im Verdichtungstakt ”überspringende” Zündfunke benötigt eine hohe Zündspannung, der im Ausstoßtakt ”überspringende” Zündfunke eine geringe Zündspannung.
1 Zylinder 1
2 Zylinder 2
3 Zylinder 3
4 Zylinder 4
a Zündfunke im Verdichtungstakt
b Zündfunke im Ausstoßtakt
c Zündspannungsverlauf
N3/18 Motorsteuergerät mit integriertem Stellglied Drosselklappe
T2 Zündspulenmodul
P07.51-0472-06
Einspritz-/Zünddiagramm
Ansaugen
Verdichten
Arbeiten
Ausstoßen
Zündfunke (Verdichtungstakt)
Zündfunke (Ausstoßtakt)
Einspritzen
Vorteile der ruhenden Hochspannungsverteilung sind:
wesentlich geringerer elektromagnetischer Störpegel (keine offenen Funken)
keine rotierenden Teile
Geräuschreduzierung
weniger Hochspannungsverbindungen.
1. Zündwinkel entsprechend der Eingangssignale bestimmen, Zündspulen ansteuern und Zündfunken auslösen
Das Motorsteuergerät wertet für die Zündwinkelbestimmung im wesentlichen folgende Signale aus von:
Heißfilm-Luftmassenmesser
Positionsgeber Kurbelwelle
Hallgeber Nockenwelle
Temperaturfühler Ansaugluft
Temperaturfühler Kühlmittel
und unterbricht im Moment des Zündzeitpunktes masseseitig den Primärstromkreis der Zündspule.
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2. Zündwinkelanpassung
2.1 Katalysator-Aufheizung (Warmlauf)
Um den Katalysator schneller auf Betriebstemperatur zu bringen, wird der Zündwinkel für ca. 30 Sekunden kontinuierlich nach ”Spät” verstellt, wenn:
Kühlmitteltemperatur beim Start >10 °C und <50 °C
Wählhebelstellung P oder N
Gleichzeitig wird die Leerlaufdrehzahl durch die Leerlaufdrehzahlregelung auf 1250/min erhöht.
2.2 Leerlauf
Zur Unterstützung der Leerlaufdrehzahlregelung kann der Zündwinkel bis zu -5° KW nach ”Spät” und +18° KW nach ”Früh” verstellt werden.
Der Eingriff durch die Zündwinkelveränderung reagiert schneller, als durch die Verstellung der Drosselklappe (Leerlaufregelung).
2.3 Schubabschaltung
Um beim Wiedereinsetzen der Verbrennung (Ansteuern der Kraftstoff-Einspritzventile) eine sprunghafte Drehmomentzunahme zu verhindern, wird der Zündwinkel kurzzeitig nach ”Spät” verstelIt.
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2.4 Ansaugluft-/Kühlmitteltemperatur
Um die Klopfneigung bei erhöhten Ansaug- und Kühlmitteltemperaturen zu verhindern, wird der Zündwinkel bei Last in Abhängigkeit von Ansaugluft- und Kühlmitteltemperatur nach "Spät" verstellt. Die Zündwinkelverstellung nach "Spät" erfolgt:
– Ansauglufttemperatur > 30 °C
– Kühlmitteltemperatur > 100 °C
Die Werte der Zündwinkelverstellung nach "Spät" von Ansaugluft- und Kühlmitteltemperatur addieren sich.
2.5 Getriebe Überlastschutz
Um die Schaltglieder des automatischen Getriebes bei Lastschaltung (1-2-1, 2-3-2) vor thermischer Überlastung zu schützen, wird der Zündwinkel während des Schaltvorganges kurzzeitig nach ”Spät” verstellt und dadurch das Motordrehmoment reduziert. Dazu erhält das Motorsteuergerät vom Steuergerät FAG über den CAN-Datenbus ein Signal.
2.6 Antiklopfregelung (AKR)
Bei unkontrollierter Verbrennung (Klopfen) eines/mehrerer Zylinder(s) erfolgt eine Zündwinkelverstellung nach "Spät" an dem/den betreffenden Zylinder(n).
2.7 Laufunruheauswertung
Um den Katalysator bei Verbrennungsaussetzern vor thermischer Überlastung zu schützen, wird der Motorrundlauf ständig überwacht. Erkennt die Laufunruheauswertung Verbrennungsaussetzer, werden nach einer bestimmten Anzahl von Aussetzern das oder die entsprechende(n) Kraftstoff-Einspritzventil(e) nicht mehr angesteuert.
Referenzierte Dokumente
- gf0753l3017va Synchronisierung der Einspritz- und Zündfolge MSM Funktion
- gf0753l3032va KAT-Aufheizung MSM Funktion
- gf0761l4010va Synchronisierung der Einspritz- und Zündfolge mit Inkrementsteuerung Funktion
- gf0761l4027va Überhitzungs-/Klingelschutz Funktion
- gf1512l4024va Antiklopfregelung Funktion