MOTOR | 651.9 im TYP 204.9 ab 01.06.12 |
Motoransicht von vorn links |
N3/9 | Steuergerät CDI |
P07.16-3910-76
Aufgabe
Das Steuergerät CDI erfüllt folgende Aufgaben:
Steuerung der Motorgrundfunktionen
Auswerten der Eingangsgrößen
Außerdem dient das Steuergerät CDI als Schnittstelle (Gateway) zwischen den angebundenen CAN-Bus-Systemen.
Steuerung der Motorgrundfunktionen
– Kraftstoffversorgung
– Glühanlage
– Einspritzmengenregelung
– Elektronisches Fahrpedal
– Diagnose und Fehlerspeicherung
– Wärmemanagement
– Abgasrückführung
– Abgasreinigung
– Momentenkoordination
– Motorsteuerung Start-Stopp Funktion
Auswerten der Eingangsgrößen
Die eingelesenen Eingangsgrößen werden vom integrierten Mikroprozessor ausgewertet und es erfolgt die Ansteuerung der betroffenen Bauteile.
Das Steuergerät elektronisches Zündschloss (N73) ist die zentrale Schnittstelle (Gateway) für den Austausch funktionsrelevanter Daten der Steuergeräte, die an die verschiedenen Control Area Network (CAN)-Bus-Systeme angebunden sind.
Aufbau
Das Gehäuse des Steuergeräts CDI ist aus Aluminium-Druckguss und der Deckel aus korrosionsgeschütztem Stahlblech gefertigt. Das Steuergerät CDI ist wasser- und staubgeschützt.
Im Inneren befindet sich die 32-Bit-Mess- und Steuerelektronik der Motorsteuerung.
Das Steuergerät CDI besitzt einen internen Atmosphärendrucksensor.
Spannungsversorgung
Das Steuergerät CDI wird von "Klemme 30 gesichert" und zusätzlich bei Zündung EIN von "Klemme 87" mit Spannung versorgt. Es besitzt im Betriebsspannungsbereich einen Kurzschlussschutz sowie einen Verpolungsschutz. Zur Entlastung der Steckverbindungen erfolgt die Spannungsversorgung über mehrere parallel geschaltete Pins.
Varianten
Die Varianten der Motorsteuerung, wie z. B. Länder- und Abgasvarianten, werden mit Xentry Diagnostics über die Variantencodierung aktiviert.
Montagearbeiten
Es ist darauf zu achten, dass vor dem Abziehen der Stecker am Steuergerät CDI die Zündung ausgeschaltet und der Rechnernachlauf beendet ist. Dadurch werden die Zerstörung des Steuergeräts CDI und Fehlabspeicherungen von den im CAN-Verbund beteiligten Steuergeräten vermieden.