gf0716p3200te

Europäische On-Board Diagnose (EOBD) CDI Funktion

Typ gf · Thema 07.16 · Version 0100 · 2006-03-03

Gültig für: MOTOR 646.8 im TYP 211.0 /2 /6

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 07 Gemischaufbereitung › 07.16 Dieseleinspritzsystem Common-Rail — Baureihe 211 (Baumuster 0**, 2**, 6**) · Baureihe 646 (Baumuster 8**)

GF07.16-P-3200TE

Europäische On-Board Diagnose (EOBD) CDI Funktion

3.3.06

MOTOR 646.8 im TYP 211.0 /2 /6

Europäische On-Board Diagnose (EOBD) CDI Funktion

P07.16-2869-11

0100 STAR DIAGNOSIS

A1 Kombiinstrument

A1e58 Kontrollleuchte Motordiagnose

N3/9 Steuergerät CDI

N93 Steuergerät Zentrales Gateway

X11/4 Prüfkupplung Diagnose

Die europäische On-Board Diagnose (EOBD) hat folgende Aufgaben:

Abgasrelevante Bauteile und Systeme während der Fahrt überwachen

Fehlfunktionen feststellen und speichern

Fehlfunktionen durch die Kontrollleuchte Motordiagnose anzeigen

Ermittelte Fehler an STAR DIAGNOSIS übertragen

Folgende Systeme und Funktionen werden elektronisch überwacht:

Abgasrückführung (AGR)

Laufruheregelung (1. bis 4. Zylinder)

Kraftstoffsystem

Glühsystem

Ansaug- und Ladeluftsystem

Bereitschaftscode (Readiness-Code)

Über diesen Code wird erkannt, dass Prüfungsabläufe (Wirkungsketten) zur Fehlererkennung abgelaufen sind.

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Der Bereitschaftscode (Readiness-Code) erfasst die elektronischen Systeme:

AGR

Kraftstoffsystem

Laufruheregelung

Der Bereitschaftscode (Readiness-Code) wird gesetzt, wenn 2 Fahrzyklen inklusive des Kaltstarts ohne Fehler abgelaufen sind.

Warmlaufzyklus

Nicht permanent überwachte Systeme werden erst beim Durchfahren eines Warmlaufzyklus überprüft.

Ein Warmlaufzyklus besteht aus folgenden Teilzyklen:

Motorstart

Temperaturerhöhung > 4,5 °C

Endtemperatur > 60 °C

Abstellen des Motors

Rechnernachlauf mindestens 10 s (Kühlerlüfternachlauf abwarten)

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Fahrzyklus

Ein Fahrzyklus besteht aus:

Motorstart

35 s im Leerlauf

Abstellen des Motors

Rechnernachlauf mindestens 10 s (Kühlerlüfternachlauf abwarten)

Das Steuergerät CDI überprüft seine Ein- und Ausgangssignale auf Plausibilität und erkennt mögliche Fehler.

Fehlererkennung

Folgende Fehler und Fehlerzustände werden erkannt:

Signale über oder unter Grenzwert (z. B. Leitungsunterbrechung, Kurzschluss, defekter Sensor)

Fehlermeldungen über Control Area Network (Datenbus/CAN Bus) (CAN), vom Steuergerät CDI und vom Steuergerät Vollintegrierte Getriebesteuerung (VGS) (Y3/8n4)

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Plausibilität der Signale

Wirkungsketten mit Fehlern

Fehlerspeicherung

Erkannte Fehler werden mit den Umgebungsdaten im Fehlerspeicher abgelegt. Bestätigt sich der Fehler im folgenden Fahrzyklus nicht, wird er gelöscht. Abgasrelevante Fehler werden immer eingetragen, da sie eine hohe Priorität haben.

Nach 40 fehlerfreien Fahrzyklen wird ein abgasrelevanter Fehler aus dem Fehlerspeicher gelöscht.

Umgebungsdaten und Betriebsbedingungen

Bei Erkennung eines Fehlers werden zusätzlich zum Fehlercode folgende Umgebungsdaten abgespeichert:

Geschwindigkeit

Motordrehzahl

Kühlmitteltemperatur

Ladelufttemperatur

Ladedruck

Motorlastzustand

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Folgefehler

Ist ein fehlerhaftes Signal erkannt und der entsprechende Fehlercode gespeichert, werden sämtliche Prüfungen abgebrochen, bei denen dieses Signal als Vergleichsgröße benötigt wird. Dadurch wird das Speichern von Folgefehlern verhindert.

Fehlerspeicher auslesen

Abgespeicherte Fehler können mit STAR DIAGNOSIS bei "Kl. 15 EIN" oder bei "Kl. 61 EIN" über die Prüfkupplung Diagnose ausgelesen werden. Das Löschen des Fehlerspeichers ist nur bei "Kl. 15 EIN" möglich.

Der Fehlerspeicher wird mit dem Abklemmen der Batterie (G1) nicht gelöscht.

Nachlauf Steuergerät CDI

Nach dem Löschen von Fehlern muss der Rechnernachlauf nach dem Ausschalten der Kl. 15 abgewartet werden. Der Rechnernachlauf beträgt maximal 10 s. Bei aktivem Kühlerlüfternachlauf muss dessen Nachlaufzeit abgewartet werden.

Steuergerät CDI Bauteilbeschreibung

N3/9

GF07.16-P-6000TE

Kontrollleuchte Motordiagnose Bauteilbeschreibung

A1e58

GF54.30-P-5010TE

Referenzierte Dokumente