0100 | Diagnosesystem |
CAN C | MotorCAN |
N3/21 | Steuergerät CDI |
P15 | Kombiinstrument |
P15e17 | Kontrollleuchte EOBD |
P17 | Diagnosekupplung 16-polig |
N07.16-2069-11
Die Europäische On-Board Diagnose (EOBD) Common Rail Direct Injection (CDI) hat folgende Aufgaben:
Fehlfunktionen feststellen und speichern
Fehlfunktionen durch die Kontrollleuchte EOBD anzeigen
Ermittelte Fehler an ein Diagnosesystem übertragen
Folgende Systeme und Funktionen werden elektronisch überwacht:
Abgasrückführung AGR)
Laufruheregelung
Kraftstoffsystem
Glühsystem
Ansaug- und Ladeluftsystem
Die EOBD CDI gliedert sich in folgende Funktionsabläufe:
Bereitschaftscode (Readiness-Code)
Warmlaufzyklus
Fahrzyklus
Fehlererkennung
Umgebungsdaten und Betriebsbedingungen
Fehlerspeicherung
Folgefehler
Fehlerspeicher auslesen
Nachlauf Steuergerät CDI
Bereitschaftscode (Readiness-Code)
Über den Bereitschaftscode (Readiness-Code) wird erkannt, dass Prüfungsabläufe (Wirkungsketten) zur Fehlererkennung abgelaufen sind.
Der Bereitschaftscode (Readiness-Code) erfasst die folgenden elektronischen Systeme:
AGR
Kraftstoffsystem
Laufruheregelung
Der Bereitschaftscode (Readiness-Code) wird gesetzt, wenn 2 Fahrzyklen inklusive des Kaltstarts ohne Fehler abgelaufen sind.
Warmlaufzyklus
Nicht permanent überwachte Systeme werden erst beim Durchfahren eines Warmlaufzyklus überprüft. Ein Warmlaufzyklus besteht aus folgenden Teilzyklen:
Motorstart
Temperaturerhöhung > 4,5 °C
Endtemperatur > 60 °C
Abstellen des Motors
Rechnernachlauf mindestens 10 s, Nachlauf des Zusatzlüfters Klimaanlage (M45) (bei Fahrzeugen mit Code (HH9) Klimaanlage geregelt, (Tempmatik)) abwarten
Fahrzyklus
Ein Fahrzyklus besteht aus:
Motorstart
35 s im Leerlauf
Abstellen des Motors
Rechnernachlauf mindestens 10 s, Nachlauf des Zusatzlüfters Klimaanlage (M45) (bei Fahrzeugen mit Code (HH9) Klimaanlage geregelt, (Tempmatik)) abwarten
Das Steuergerät CDI überprüft seine Ein- und Ausgangssignale auf Plausibilität und erkennt mögliche Fehler.
Fehlererkennung
Folgende Fehler und Fehlerzustände werden erkannt:
Signale über oder unter Grenzwert (z. B. Leitungsunterbrechung, Kurzschluss, defekter Sensor)
Plausibilität der Signale
Wirkungsketten mit Fehlern
Fehlermeldungen über MotorCAN, vom Steuergerät CDI
Umgebungsdaten und Betriebsbedingungen
Bei Erkennung eines Fehlers werden zusätzlich zum Fehlercode folgende Umgebungsdaten abgespeichert:
Geschwindigkeit
Motordrehzahl
Kühlmitteltemperatur
Ladelufttemperatur
Ladedruck
Motorlastzustand
Fehlerspeicherung
Erkannte Fehler werden mit den Umgebungsdaten im Fehlerspeicher abgelegt. Bestätigt sich der Fehler im folgenden Fahrzyklus nicht, wird er gelöscht. Abgasrelevante Fehler werden immer eingetragen, da sie eine hohe Priorität haben. Nach 40 fehlerfreien Fahrzyklen wird ein abgasrelevanter Fehler aus dem Fehlerspeicher gelöscht.
Folgefehler
Ist ein fehlerhaftes Signal erkannt und der entsprechende Fehlercode gespeichert, werden sämtliche Prüfungen abgebrochen, bei denen dieses Signal als Vergleichsgröße benötigt wird. Dadurch wird das Speichern von Folgefehlern verhindert.
Fehlerspeicher auslesen
Abgespeicherte Fehler können mit einem Diagnosesystem bei Status "Kl. 15 EIN" oder bei Status "Kl. 61 EIN" über die Diagnosekupplung 16polig ausgelesen werden. Das Löschen des Fehlerspeichers ist nur bei Status "Kl. 15 EIN" möglich.
Der Fehlerspeicher wird mit dem Abklemmen der Batterie (G2) nicht gelöscht.
Nachlauf Steuergerät CDI
Nach dem Löschen von Fehlern muss der Rechnernachlauf nach dem Ausschalten der Kl. 15 abgewartet werden. Der Rechnernachlauf beträgt maximal 10 s. Bei aktivem Nachlauf des Zusatzlüfters Klimaanlage (bei Fahrzeugen mit Code (HH9) Klimaanlage geregelt, (Tempmatik)) muss dessen Nachlaufzeit abgewartet werden.
Referenzierte Dokumente
- gf0716d6000r Steuergerät CDI Bauteilbeschreibung
- gf8057d6002r Steuergerät Wegfahrsperre Bauteilbeschreibung
- gf8340d4010r Zusatzlüfter Bauteilbeschreibung