Funktionsvoraussetzung Zündsystem allgemein
Klemme 87 (Motormanagement EIN)
Zündsystem allgemein
Jeder Zylinder verfügt über eine direkt gesteckte Zündspule (Zündspule Zylinder 1 bis 4 (T1/1 bis T1/4)). Das Steuergerät ME (N3/10) liest zur Steuerung des Zündsystems die Signale folgender Sensoren ein:
Klopfsensor (A16), Klopfsignal
Hallsensor Einlassnockenwelle (B6/15), Einlass-Nockenwellenstellung
Hallsensor Auslassnockenwelle (B6/16), Auslass-Nockenwellenstellung
Kühlmitteltemperatur-Sensor (B11/4), Kühlmitteltemperatur
Temperatursensor nach Ladeluftkühler (B17/8), Ladelufttemperatur
Saugrohrdrucksensor (B28/15), Motorlast
Hallsensor Kurbelwelle (B70), Motordrehzahl und Kurbelwellenstellung
Bei folgenden Teilfunktionen erfolgt eine Zündwinkelanpassung in Richtung spät oder früh:
Leerlaufdrehzahlregelung
Schubabschaltung
Klopfregelung
Drehmomentkoordination
Zündsystem Funktionsablauf
Das Steuergerät ME (N3/10) schaltet über die Ansteuerleitungen (Klemme 4) die Schließzeiten der jeweiligen Zündspulen. Die Zündspulen unterbrechen durch eine integrierte Leistungsendstufe nach Ablauf der Schließzeit den Primärstromkreis. Von den Zündspulen gelangt die Zündspannung zu den Zündkerzen (R4) und verursacht den Funkenüberschlag im Luftspalt zwischen der Mittel- und der Masseelektrode.
Betriebsmodi der Zündspule
Die jeweilige Zündspule wird in der Regel beim betriebswarmen Motor einmal pro Zündvorgang geladen und ein Zündfunke wird erzeugt. Um das Gemisch auch im Kaltstart sicher zu entzünden, werden Zündspulen mit hohen Energien verwendet, die eine lange Funkenbrenndauer ermöglichen.
Der fließende Sekundärstrom, der direkt vom Ladezustand der Zündspulen abhängt, wird in den Zündspulen gemessen. Fällt er unter die Sekundärstromschwelle, schaltet die Spulenelektronik die Leistungsendstufe wieder leitend, wodurch der Ladestrom wieder fließt.
Die Höhe des fließenden Primärstroms wird ebenfalls überwacht. Wird die Primärstromschwelle erreicht, schließt die Leistungsendstufe den Primärstromkreis und es kommt wieder zur Hochspannungserzeugung. Dadurch wird ein weiterer Funke erzeugt. Nach gleichem Schema werden auch die folgenden Funken erzeugt.
Referenzierte Dokumente
- gf0770s9998d Übersicht Systembauteile Benzin-Einspritz- und Zündsystem mit Direkteinspritzung