gf0710s1005d

Zündsystem Funktion

Typ gf · Thema 07.10 · Version 0101 · 2015-09-04

Gültig für: Motor 200.7 im Typ 415

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 07 Gemischaufbereitung › 07.10 Elektronische Motorsteuerung/Motorregelung — Baureihe 415

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 200 7**

GF07.10-S-1005D

Zündsystem Funktion

4.9.15

Motor

200.7 im Typ 415

Funktionsvoraussetzung Zündsystem allgemein

Klemme 87 (Motormanagement EIN)

Zündsystem allgemein

Jeder Zylinder verfügt über eine direkt gesteckte Zündspule (Zündspule Zylinder 1 bis 4 (T1/1 bis T1/4)). Das Steuergerät ME (N3/10) liest zur Steuerung des Zündsystems die Signale folgender Sensoren ein:

Klopfsensor (A16), Klopfsignal

Hallsensor Einlassnockenwelle (B6/15), Einlass-Nockenwellenstellung

Hallsensor Auslassnockenwelle (B6/16), Auslass-Nockenwellenstellung

Kühlmitteltemperatur-Sensor (B11/4), Kühlmitteltemperatur

Temperatursensor nach Ladeluftkühler (B17/8), Ladelufttemperatur

Saugrohrdrucksensor (B28/15), Motorlast

Hallsensor Kurbelwelle (B70), Motordrehzahl und Kurbelwellenstellung

Bei folgenden Teilfunktionen erfolgt eine Zündwinkelanpassung in Richtung spät oder früh:

Leerlaufdrehzahlregelung

Schubabschaltung

Klopfregelung

Drehmomentkoordination

Zündsystem Funktionsablauf

Das Steuergerät ME (N3/10) schaltet über die Ansteuerleitungen (Klemme 4) die Schließzeiten der jeweiligen Zündspulen. Die Zündspulen unterbrechen durch eine integrierte Leistungsendstufe nach Ablauf der Schließzeit den Primärstromkreis. Von den Zündspulen gelangt die Zündspannung zu den Zündkerzen (R4) und verursacht den Funkenüberschlag im Luftspalt zwischen der Mittel- und der Masseelektrode.

Betriebsmodi der Zündspule

Die jeweilige Zündspule wird in der Regel beim betriebswarmen Motor einmal pro Zündvorgang geladen und ein Zündfunke wird erzeugt. Um das Gemisch auch im Kaltstart sicher zu entzünden, werden Zündspulen mit hohen Energien verwendet, die eine lange Funkenbrenndauer ermöglichen.

Der fließende Sekundärstrom, der direkt vom Ladezustand der Zündspulen abhängt, wird in den Zündspulen gemessen. Fällt er unter die Sekundärstromschwelle, schaltet die Spulenelektronik die Leistungsendstufe wieder leitend, wodurch der Ladestrom wieder fließt.

Die Höhe des fließenden Primärstroms wird ebenfalls überwacht. Wird die Primärstromschwelle erreicht, schließt die Leistungsendstufe den Primärstromkreis und es kommt wieder zur Hochspannungserzeugung. Dadurch wird ein weiterer Funke erzeugt. Nach gleichem Schema werden auch die folgenden Funken erzeugt.

Funktionsschema Elektrik Zündsystem

PE07.10-S-2705-97D

Übersicht Systembauteile Benzin-Einspritz- und Zündsystem mit Direkteinspritzung

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