Funktionsvoraussetzungen Zündung AUS allgemein
Klemme 87M (Motormanagement EIN)
Klemme 15
Zündung AUS allgemein
Bei Zündung AUS wird erst der Motor und danach das Motormanagement im Steuergerät CDI (N3/36) ausgeschaltet.
Zündung AUS Funktionsablauf
Bei Zündung AUS wird vom Steuergerät Elektronisches Zündschloss (EZS) (N73) über den Innenraum-CAN (CAN-B) und vom Steuergerät Signalerfass- und Ansteuermodul (SAM) (N10/1) das Relais Klemme 15 (K40/10kR) abgeschaltet. Redundant wird das Signal "Klemme 15 AUS" über den Fahrwerk-CAN (CAN E) an das Steuergerät CDI geleitet.
Erhält das Steuergerät CDI über das Steuergerät Elektronisches Zündschloss (EZS) und das Relais Klemme 15 das Signal "Klemme 15 AUS", werden folgende Bauteile abgeschaltet und der Rechnernachlauf gestartet:
Die Kraftstoffpumpe mit Kraftstofffördermodul (M3/3) über den Antriebs-CAN (CAN C) und das Steuergerät Kraftstoffpumpe (FSCU) (N118)
Kraftstoffinjektoren Zylinder 1 bis 4 (Y76/29 bis Y76/32)
Mengenregelventil (Y94/3)
Motor 622 im Typ 447
mit Code MB6 (Fahrzeug schadstoffarm Euro 6 Gr. 1)
außer Code XM0 (Modellpflege)
Während des Steuergerätenachlaufs vom Steuergerät AdBlue® (SCR) (N141) wird das restliche Reduktionsmittel AdBlue® von der Förder-/Absaugpumpe AdBlue® (M89/4) aus der Druckleitung AdBlue® gesaugt. Gleichzeitig wird das Einspritzventil AdBlue® (Y130) geöffnet, damit kein Vakuum in der Druckleitung AdBlue® entsteht. Die Dauer des Nachlaufs und der Zeitpunkt der Reduktionsmittelrückförderung sind abhängig von der Abgastemperatur, die durch den Temperatursensor vor SCR-Katalysator (B16/12) erfasst wird, da zu heißes Abgas die Druckleitung AdBlue® und die anderen Systemkomponenten beschädigen kann.
Der Rechnernachlauf wird vom Steuergerät CDI über den Antriebssensor-CAN (CAN I) bestimmt und liegt bei ca. 4 s. Er kann aber auch durch verschiedene Funktionen (wie z. B. Europäische On-Board-Diagnose (OBD), Fahrberechtigungssystem (FBS), Wärmemanagement) mehrere Minuten dauern.
Während des Rechnernachlaufs werden vom Steuergerät CDI Systemtests durchgeführt und der Fehlerspeicher aktualisiert.
Die Masseanbindung "Klemme 31" erfolgt von der Bordnetzbatterie (G1) über den Massepunkt Batterie (W10) und mehrere Masseleitungen zum Massepunkt Leuchteinheit vorn rechts (W2).
Die Spannungsversorgung des Steuergeräts CDI bei Zündung AUS erfolgt von der Bordnetzbatterie über "Klemme 30 gesichert".
Referenzierte Dokumente
- gf0716s9997tra Übersicht Systembauteile Common-Rail Diesel Injection (CDI)