GF07.10-P-1029MIS | Selbstanpassung der Gemischbildung Funktion | 25.6.09 |
MOTOR 272.9 im TYP 221.0 /1 ab Modell-J. 2009
/AEJ 08
MOTOR 273.9 im TYP 216.3, 221.0 /1 ab Modell-J. 2009
/AEJ 08
Funktionsvoraussetzungen Selbstanpassung der Gemischbildung allgemein
Kl. 87M EIN (Motorsteuerung EIN)
Motor läuft
Lambda-Regelung aktiv
Motor im Leerlauf oder Teillast
Selbstanpassung der Gemischbildung allgemein
Bei geregelten Katalysatoren bestimmt die Lambda-Regelung die Einspritzzeit so exakt, dass in allen Betriebszuständen ein vorgegebenes Kraftstoff-Luftverhältnis (λ) eingehalten wird.
Selbstanpassung der Gemischbildung Funktionsablauf
Die Selbstanpassung bewirkt, dass die Gemischzusammensetzung im Steuerbetrieb (z. B. Warmlauf) nicht zu fett oder zu mager ist. Außerdem wird verhindert, dass sich die Lambda-Regelung in Höhenlagen am Regelungsanschlag befindet.
Bei der Gemischbildung können folgende Fehler auftreten:
– Falschluft
– Verschleiß oder Verkoken der Kraftstoff-Einspritzventile (Y62)
– Schadhafter Druckgeber (B28) (Saugrohrluftdruck)
– Übergangswiderstand am Heißfilm-Luftmassenmesser (B2/5)
– Schadhaftes Umschaltventil Regenerierung (Y58/1)
– Schadhafter Kraftstoffdruckregler
– Verschleiß am Motor (z. B. undichte Ventile)
Tritt ein Fehler auf, dann nimmt das Steuergerät ME (N3/10) selbstständig eine Korrektur der Gemischbildung vor. Dabei wird das Lambda-Kennfeld in vorgegebenen Regelgrenzen so verschoben, dass die Lambda-Regelung sich nicht am unteren oder oberen Regelungsanschlag befindet.
P07.61-3636-76
Verschiebung des Lambda-Kennfelds
a Regelbereich Lambda-Regelungsfaktor
b Regelungsfaktor vor der Selbstanpassung (mager)
c Verschiebung des Lambda-Kennfelds
d Regelungsfaktor nach der Selbstanpassung
e Lage des Lambda-Kennfelds vor der Selbstanpassung
Driftet die Gemischzusammensetzung ständig aus dem mittleren Regelbereich
(z. B. 018 %) heraus, verschiebt das Steuergerät ME unter bestimmten Betriebsbedingungen das Lambda-Kennfeld so weit, bis sich wieder ein Lambda-Regelungsfaktor von ca. 0 % ergibt.
Die Verschiebung des Lambda-Kennfelds ist die Selbstanpassung der Gemischbildung an das vorhandene Kraftstoff-Luftgemisch.
Nach dieser Selbstanpassung befindet sich der Lambda- Regelungsfaktor wieder im mittleren Regelbereich.
Darstellung der Selbstanpassungswerte mit dem Diagnose-Assistenz-System (DAS)
Mit dem DAS kann Folgendes ausgelesen werden:
– Verschiebung des Lambda-Kennfelds
– Richtung der Verschiebung (fett oder mager)
– Größe der Verschiebung
Die Darstellung erfolgt in Form eines Faktors und bedeutet, dass der gemessene Luftmassenwert mit dem Faktor multipliziert wird.
Beispiel:
Gemessene Luftmasse: 150,0 kg/h
Angezeigter Faktor im DAS: 1,1
Zur Bestimmung der Einspritzzeit (Kraftstoffeinspritzmenge) wird vom Steuergerät ME ein rechnerischer Luftmassenwert von
165 kg/h (150 kg/h 1,1) verwendet.
Die maximalen Korrekturwerte betragen –0,68 bis +1,32.
Referenzierte Dokumente
- gf0761p6000meh Steuergerät ME Bauteilbeschreibung
- gf0761p6000mis Steuergerät ME Bauteilbeschreibung
- gf0761p6000mls Steuergerät ME Bauteilbeschreibung