GF07.10-P-1029D | Selbstanpassung der Gemischbildung Funktion | 8.1.09 |
MOTOR 271.942 im TYP 203 bis Modell-J. 2008 /AEJ 07
MOTOR 271.942 im TYP 209
P07.51-0405-76
d Regelbereich Lambda-Regelungsfakfor
e Regelungsfakfor vor der Selbstanpassung (mager)
g Regelungsfaktor nach der Selbstanpassung
h Lage des Lambda-Kennfelds vor der Selbstanpassung
Pfeil Verschiebung des Lambda-Kennfelds
Bei Fahrzeugen mit geregeltem Katalysator bestimmt die Lambda-Regelung die Einspritzzeit so exakt, dass in allen Betriebszuständen ein bestimmtes Kraftstoff-Luftverhältnis (λ) eingehalten wird.
Treten Fehler auf durch:
Falschluft,
Verschleiß oder Verkoken der Kraftstoffinjektoren (Y76),
Schadhaftes Druckregelventil (Y74),
Schadhaften Druckgeber (B28),
Übergangswiderstand im Heißfilm-Luftmassenmesser (B2/5),
Schadhaftes Umschaltventil Regenerierung (Y58/1),
Schadhaften Kraftstoffdruckregler,
Verschleiß am Motor (z. B. undichte Ventile),
dann nimmt das Steuergerät ME (N3/10) selbstständig eine Korrektur der Gemischbildung vor. Dabei wird das Lambda-Kennfeld in bestimmten Grenzen so verschoben, dass die Lambda-Regelung nicht am unteren oder oberen Regelanschlag steht.
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Driftet die Gemischzusammensetzung ständig aus dem mittleren Regelbereich (z. B. 010 %) heraus, verschiebt das Steuergerät ME unter bestimmten Betriebsbedingungen das Lambda-Kennfeld so weit, bis sich wieder ein Lambda-Regelungsfaktor von ca. 0 % (g) ergibt.
Die Selbstanpassung bewirkt, dass die Gemischzusammensetzung im Steuerbetrieb (z. B. Warmlauf) nicht zu fett oder zu mager ist. Außerdem wird verhindert, dass die Lambda-Regelung in Höhenlagen am Regelungsanschlag steht.
Beispiel:
Durch ein mageres Kraftstoff-Luftgemisch verändert sich die Anzeige des Lambda-Regelungsfaktors auf 18 % (e). Unter bestimmten Betriebsbedingungen erfolgt vom Steuergerät ME eine Verschiebung des Lambda-Kennfelds (Pfeil).
Die Verschiebung des Lambda-Kennfelds ist die Selbstanpassung der Gemischbildung an das vorhandene Kraftstoff-Luftgemisch.
Nach dieser Selbstanpassung befindet sich der Lambda- Regelungsfaktor wieder im mittleren Regelbereich (g).
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Die Selbstanpassung der Gemischbildung kann in folgenden Betriebszuständen erfolgen:
Leerlauf
Untere Teillast (Saugbetrieb)
Obere Teillast (Druckbetrieb)
Mit der STAR DIAGNOSIS kann Folgendes ausgelesen werden:
Ob sich das Lambda-Kennfeld verschoben hat
Die Richtung der Verschiebung (fett oder mager)
Wie weit sich das Lambda-Kennfeld verschoben hat
Darstellung der Selbstanpassungswerte mit der STAR DIAGNOSIS
Die Darstellung erfolgt in "ms" und bedeutet, dass der angezeigte Wert zur Bestimmung der Einspritzzeit zu der vom Kennfeld bestimmten Einspritzzeit addiert bzw. subtrahiert wird.
Beispiel:
Berechnete Einspritzzeit (Kennfeld): 3,0 ms
Angezeigter Wert in der STAR DIAGNOSIS: +0,3 (ms)
Zur Bestimmung der Einspritzzeit (Kraftstoffeinspritzmenge) wird vom Steuergerät ME ein rechnerischer Wert von 3,3 ms
(3,0 ms+0,3 ms) verwendet.
Korrekturwert Leerlauf
Der maximale Korrekturwert beträgt 1,0 ms.
Korrekturwert Teillast
Der maximale Korrekturwert beträgt –0,68 bis +1,32 ms.
Referenzierte Dokumente
- gf0704p4103ke O2-Sonden Anordnung/Aufgabe/Aufbau/Funktion
- gf0761p5000ke Steuergerät ME Anordnung/Aufgabe/Aufbau/Funktion