P05.20-A049-79
Beispielhafte Darstellung Motor 264 |
1 | Stellmagnet Auslassnockenwelle | 2 | Stellmagnet Einlassnockenwelle |
Übersicht
Dieses Dokument enthält Informationen zu:
Allgemeines
Funktion
Allgemeines
Die Stellmagnete betätigen die Steuerkolben der Nockenwellensteller, die die Nockenwellen verstellen.
Funktion
Die Stellmagnete werden vom Steuergerät Verbrennungsmotor masseseitig mit einem pulsweitenmodulierten Signal angesteuert. Über das kennfeldabhängige Tastverhältnis des pulsweitenmodulierten Signals werden die Steuerkolben der Nockenwellensteller betätigt.
Zum schnellen Verstellen der Nockenwellen wird kurz das Tastverhältnis von 100 % (maximale Stromstärke) ausgegeben. Danach wird ein Haltestrom mit einem kleineren Tastverhältnis (geringere Stromstärke) eingestellt.
Entsprechend der Stellung der Steuerkolben strömt mehr oder weniger Motoröl aus den hohlen Nockenwellen in die Druckkammern der Nockenwellensteller. Dies erfolgt durch unterschiedlich angeordnete Bohrungen in den Steuerkolben sowie durch Ölkanäle in den Nockenwellensteller.
Die Nockenwellensteller verstellen entsprechend ihrer Füllung mit Motoröl die Nockenwellen. Werden die Stellmagnete nicht mehr angesteuert, erfolgt die Rückstellung des Nockenwellenstellers mittels Federkraft. Der Verstellbereich der Nockenwellen ist durch die Formgebung der Nockenwellensteller mechanisch begrenzt.
Folgende Stellungen der Steuerkolben sind möglich:
Druckkammern füllen
Aus den hohlen Nockenwellen strömt Motoröl in die Nockenwellensteller. Die Nockenwellen verstellen sich mit der jeweiligen Drehrichtung. Die Einlassnockenwellen verstellen sich nach "früh". Die Auslassnockenwellen verstellen sich wegen ihrer umgekehrten Drehrichtung nach "spät".
Druckkammern verschließen
Pro Nockenwelle erfasst ein Hallsensor Nockenwelle die Nockenwellenpositionen. Sind die angeforderten Verstellungen erreicht, werden die jeweiligen Stellmagnete so angesteuert, dass die Druckkammern in den Nockenwellenstellern geschlossen sind.
Druckkammern leeren
Die Nockenwellen verstellen sich federbeaufschlagt gegen ihre Drehrichtung.