ap4200p4290g

Bremsentest

Typ ap · Thema 42.00 · Version 0604 · 2019-02-06

Gültig für: Typ 460, 461 Typ 463 bis Modell-J. 2019

Einordnung

Funktionsgruppe 2 Fahrwerk › 42 Bremsen-Hydraulik und Mechanik › 42.00 Allgemeines — Baureihe 460 · Baureihe 461 · Baureihe 463

EinPAS 21 Bremsen/Unterdruckanlage/Druckluftanlage › 21.15 Betriebsbremse/Unterdruckanlage › 21.15.5 Bremsanlage komplett — Baureihe 460 · Baureihe 461 · Baureihe 463

AP42.00-P-4290G

Bremsentest

06.02.2019

Typ

460, 461

Typ

463

bis Modell-J. 2019

Bremsentest vorbereiten

1

Die Ausgleichsgetriebesperre ausschalten.

2

Allradantrieb ausschalten.

Fahrzeug mit zuschaltbarem Allradantrieb.

Allgemeiner Bremsentest (nur für Länder in denen kein Bremsentest auf Bremsenprüfstand vorgeschrieben ist)

3

Das Bremsverhalten der Betriebsbremse beim Fahren prüfen.


Es ist sicherzustellen, dass der Bremsentest beim Fahren gemäß der landesspezifischen Gesetzgebungen und Bestimmungen erfolgt.
Ansonsten kann es Personen-, Sach- und Umweltschäden kommen.

Bremspedal gleichmäßig betätigen.

Wenn Bremsverzögerungsschwankungen oder ein pulsierendes Bremspedal auftritt,

Ursache feststellen und beseitigen.

Gegen gesonderten Auftrag.

Wenn eine Differenz der Betriebsbremswirkung an den Rädern einer Achse auftritt,

Reifendruck prüfen, richtigstellen.

Gegen gesonderten Auftrag.

Wenn die Differenz der Betriebsbremswirkung auch bei wiederholtem Bremsentest an den Rädern einer Achse bestehen bleibt,

Ursache feststellen und beseitigen.

Gegen gesonderten Auftrag.

Wenn die Blockiergrenze nicht erreicht ist,

prüfen, ob die Bremswerte noch den gesetzlichen Bestimmungen entsprechen.

Gegen gesonderten Auftrag.

Wenn die vorgeschriebenen fahrzeugspezifischen Mindestanforderungen und Toleranzgrenzen für das Bremssystem gemäß der landesspezifischen Gesetzgebungen nicht erfüllt sind,

Ursache feststellen und beseitigen.

Gegen gesonderten Auftrag.

4

Das Bremsverhalten und den Betätigungsweg der Feststellbremse beim Fahren prüfen.


Es ist sicherzustellen, dass der Bremsentest beim Fahren gemäß der landesspezifischen Gesetzgebungen und Bestimmungen erfolgt.
Ansonsten kann es Personen-, Sach- und Umweltschäden kommen.

Den Feststellbremshebel gleichmäßig betätigen.

Anzahl der Rasten bei denen die Handfeststellbremse nachgestellt werden muss, wenn sich bis dahin keine ausreichende Bremswirkung ergibt

*BE42.20-P-1002-02A

Wenn eine nicht ausreichende Bremswirkung, Bremsverzögerungsschwankungen oder eine pulsierende Betätigung auftritt,

Ursache feststellen und beseitigen.

Gegen gesonderten Auftrag.

Wenn die Blockiergrenze nicht erreicht ist,

prüfen, ob die Bremswerte noch den gesetzlichen Bestimmungen entsprechen.

Gegen gesonderten Auftrag.

Wenn die vorgeschriebenen fahrzeugspezifischen Mindestanforderungen und Toleranzgrenzen für das Bremssystem gemäß der landesspezifischen Gesetzgebungen nicht erfüllt sind,

Ursache feststellen und beseitigen.

Gegen gesonderten Auftrag.

Bremsentest auf Bremsenprüfstand

Gefahr

Lebensgefahr durch Klemmen oder Quetschen an rotierenden Teilen während der Prüfung auf dem Bremsenprüfstand

Solange das Fahrzeug im Rollensatz steht, das Fahrzeug nur im Notfall verlassen. Während der Prüfung dürfen sich keine Personen unter dem Fahrzeug oder im Einzugsbereich von rotierenden Teilen aufhalten. Im Notfall den Prüfstand über den NOT-AUS-Schalter abschalten.

AS42.00-Z-0001-01A

5

Fahrzeug mit der Vorderachse in den Rollenbremsprüfstand fahren.

000 588 05 21 00 Rollenbremsprüfstand

WS42.00-P-0006B

6

Das Automatikgetriebe in Wählhebelstellung "N" bzw. das Schaltgetriebe in Leerlauf stellen.

Mit Getriebe 722, 725.0

7

Das Bremsverhalten und Bremswerte der Vorderachse ermitteln und dokumentieren.


Die Geschwindigkeit der Rollenbremsprüfstandsrollen darf max. 5 km/h betragen und pro Test einer Achse nicht länger als 10 s dauern.
Zwischen den Tests eine Wartezeit von mindestens 15 s einhalten, in denen die Achse nicht von den Rollenbremsprüfstandsrollen angetrieben werden darf.
Ansonsten kann es zu Schäden an Antriebsstrang bzw. Bremsanlage kommen.

Bremspedal gleichmäßig betätigen. Es ist der Maximalwert vor Blockieren der Räder zu dokumentieren.

8

Fahrzeug mit der Hinterachse in den Rollenbremsprüfstand fahren.

000 588 05 21 00 Rollenbremsprüfstand

WS42.00-P-0006B

9

Das Automatikgetriebe in Wählhebelstellung "N" bzw. das Schaltgetriebe in Leerlauf stellen.

Mit Getriebe 722, 725.0

10

Das Bremsverhalten und Bremswerte der Hinterachse ermitteln und dokumentieren.


Die Geschwindigkeit der Rollenbremsprüfstandsrollen darf max. 5 km/h betragen und pro Test einer Achse nicht länger als 10 s dauern.
Zwischen den Tests eine Wartezeit von mindestens 15 s einhalten, in denen die Achse nicht von den Rollenbremsprüfstandsrollen angetrieben werden darf.
Ansonsten kann es zu Schäden an Antriebsstrang bzw. Bremsanlage kommen.

Bremspedal gleichmäßig betätigen. Es ist der Maximalwert vor Blockieren der Räder zu dokumentieren.

11

Das Bremsverhalten, Bremswerte und Betätigungsweg der Feststellbremse ermitteln und dokumentieren.

Die Feststellbremse gleichmäßig betätigen. Es sind die Maximalwerte vor Blockieren der Räder zu dokumentieren.

12

Feststellbremse lösen und Fahrzeug aus dem Rollenbremsprüfstand fahren.

13

Das Bremsverhalten und dokumentierte Bremswerte der Betriebsbremse auswerten.

Hinweise zur Beurteilung und Auswertung von Bremsenprüfungen auf Prüfständen

AH42.00-N-0004-01S

Wenn Bremswertschwankungen oder pulsierendes Bremspedal oder eine Differenz der Betriebsbremswirkung der Räder einer Achse von mehr als 25 % vom größten Wert auftritt,

Ursache feststellen und beseitigen.

Gegen gesonderten Auftrag.

Wenn die Blockiergrenze nicht erreicht ist,

prüfen, ob die Bremswerte noch den gesetzlichen Bestimmungen entsprechen.

Gegen gesonderten Auftrag.

Die genannte Abweichung gilt für die Bundesrepublik Deutschland, anders lautende länderspezifische Bestimmungen entsprechend beachten.

14

Das Bremsverhalten und dokumentierte Bremswerte der Feststellbremse auswerten.

Hinweise zur Beurteilung und Auswertung von Bremsenprüfungen auf Prüfständen

AH42.00-N-0004-01S

Anzahl der Rasten bei denen die Handfeststellbremse nachgestellt werden muss, wenn sich bis dahin keine ausreichende Bremswirkung ergibt

*BE42.20-P-1002-02A

Wenn Bremswertschwankungen, pulsierende Betätigung oder eine Differenz der Feststellbremswirkung der Räder einer Achse von mehr als 50 % vom größten Wert auftritt,

Ursache feststellen und beseitigen.

Gegen gesonderten Auftrag.

Wenn die Blockiergrenze nicht erreicht ist,

prüfen, ob die Bremswerte noch den gesetzlichen Bestimmungen entsprechen.

Gegen gesonderten Auftrag.

Die genannte Abweichung gilt für die Bundesrepublik Deutschland, anders lautende länderspezifische Bestimmungen entsprechend beachten.

Einstellwerte Feststellbremse bei Wartungsarbeiten

Nummer

Benennung

Typ 460, 461
Typ 463
bis Modell-J. 2019

BE42.20-P-1002-02A

Anzahl der Rasten bei denen die Handfeststellbremse nachgestellt werden muss, wenn sich bis dahin keine ausreichende Bremswirkung ergibt

Anzahl

4

Referenzierte Dokumente