A. Fahrzeuge ohne Wartungsrechner ASSYST
Die Wartungsintervalle sind für Service A und Service B auf eine bestimmte Wegstrecke festgelegt. Die festgelegte Wegstrecke ist dem jeweils gültigem Wartungsheft zu entnehmen.
Motoröl- und Ölfilterwechsel:
Das Ölwechselintervall und Filterwechselintervall ist abhängig von:
Motorölqualität
Schwefelgehalt im Kraftstoff
Fahrzeugeinsatzart
Bei einem Schwefelgehalt größer 3000 - 8000 ppm (= 0,3 bis 0,8 Gew.-%) Ölwechselintervall wie bei erschwertem Betrieb.
Normaler Betrieb:
Wartung nach Wegstrecke. Fahrzeugeinsatz auf Autobahnen und Schnellstraßen, im Regional- und Überlandverkehr, in Großstädten und Ballungsgebieten.
Erschwerter Betrieb:
Wartungsarbeiten bei Fahrzeugeinsatz, dessen Beanspruchung über das übliche Maß hinausgeht, sind in kürzeren Abständen durchzuführen (z. B. bei regelmäßigen Fahrten auf unbefestigten Straßen, bei extremen Kurzstrecken mit häufigem Motorstopp).
Fahrzeuge außer Code MI6 (Fahrzeug schadstoffarm PROCONVE L6) |
Motor | Normaler Betrieb | Erschwerter Betrieb | ||
Dieselmotor mit Dieselpartikelfilter | Dieselmotor ohne Dieselpartikelfilter | Dieselmotor mit Dieselpartikelfilter | Dieselmotor ohne Dieselpartikelfilter | |
Motorölqualität nach Blatt | 228.51 | 228.5/.51 | 228.51 | 228.5/.51 |
Service A (Ölservice Plus) alle | 20.000 km / 2 Jahre | 20.000 km / 2 Jahre | 10.000 km / 2 Jahre | 10.000 km / 2 Jahre |
Service B (Wartungsdienst) alle | 40.000 km / 4 Jahre | 40.000 km / 4 Jahre | 20.000 km / 4 Jahre | 20.000 km / 4 Jahre |
Fahrzeuge mit Code MI6 (Fahrzeug schadstoffarm PROCONVE L6) |
Motor | Normaler Betrieb | Erschwerter Betrieb |
Dieselmotor mit Dieselpartikelfilter | Dieselmotor mit Dieselpartikelfilter | |
Motorölqualität nach Blatt | 228.51 | 228.51 |
Service A (Ölservice Plus) alle | 30.000 km / 2 Jahre | 15.000 km / 2 Jahre |
Service B (Wartungsdienst) alle | 60.000 km / 4 Jahre | 30.000 km / 4 Jahre |
B. Wartungshinweise
Der Wartungsumfang ist dem jeweils gültigen Wartungsblatt und der Wartungsinhalt der einzelnen Wartungsposition den Wartungsbeschreibungen im Werkstatt-Informations-System (WIS) zu entnehmen.
Die Zusatzarbeiten zum Wartungsdienst und die zeitabhängigen Wartungsarbeiten sind am Ende des Wartungsblatts zusammengefasst. Sie sind mit dem Kunden abzusprechen und auf der ersten Seite im Kopfteil anzukreuzen:
Zusatzarbeiten einmalig zum 1. Service A
Zusatzarbeiten ab 150.000 km
Zusatzarbeiten alle 2 Jahre
Zusatzarbeiten alle 10 Jahre/300.000 km
Zusatzarbeiten alle 15 Jahre/300.000 km
Die Durchführung der einzelnen Wartungspositionen ist auf dem Wartungsblatt in den Feldern vor den Arbeitstiteln durch Ankreuzen zu dokumentieren.
In den Feldern hinter den Arbeitstiteln ist durch Ankreuzen der Eingangszustand von nicht in Ordnung befindlichen Umfängen zu kennzeichnen.
Die Bestätigung hierfür leistet der Ausführende durch die Unterschrift im Kopfteil des Wartungsblatts.
Das Prüfen der Flüssigkeitsstände der Aggregate (Getriebe, Verteilergetriebe, Vorderachse, Hinterachse) wurde durch eine Sichtkontrolle der Aggregate auf Ölundichtheit ersetzt.
Bei vorhandenen Undichtheiten muss wie bisher die Ursache ermittelt und gegen gesonderten Auftrag beseitigt werden.
C. Wartungsdokumentation
Bei Fahrzeugen mit einem Wartungsheft müssen auf den Bestätigungsseiten die Durchführung der Wartung und gegebenenfalls die Durchführung der Zusatzarbeiten bestätigt werden.