ad0761p400017v

System Regenerierung undicht (Wirkungskette) Fehlercodebeschreibung ME

Typ ad · Thema 07.61 · Version 0100 · 2005-09-01

Gültig für: MOTOR 272.967 im TYP 164.1 mit CODE (494) USA-Ausführung MOTOR 272.942 /963 im TYP 171 mit CODE (494) USA-Ausführung MOTOR 272.920 /940 /941 /960 /970 im TYP 203 mit CODE (494) USA-Ausführung MOTOR 272.940 /960 im TYP 209 mit CODE (494) USA-Ausführung MOTOR 272.943 /944 /964 /972 im TYP 211 mit CODE (494) USA-Ausführung MOTOR 272.964 im TYP 219 mit CODE (494) USA-Ausführung MOTOR 272.967 im TYP 251 mit CODE (494) USA-Ausführung MOTOR 272.965, 273.961 im TYP 221 mit CODE (494) USA-Au

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 07 Gemischaufbereitung › 07.61 Benzin-Einspritz- und Zündsystem ME — Baureihe 164 (Baumuster 1**) · Baureihe 171 · Baureihe 203 · Baureihe 209 · Baureihe 211 · Baureihe 219 · Baureihe 221 · Baureihe 251

EinPAS 15 Motor › 15.45 Motormanagement › 15.45.1 Grundinformation — Baureihe 164 (Baumuster 1**) · Baureihe 171 · Baureihe 203 · Baureihe 209 · Baureihe 211 · Baureihe 219 · Baureihe 221 · Baureihe 251

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 272 920, 272 940, 272 941, 272 942, 272 943, 272 944, 272 960, 272 963, 272 964, 272 965, 272 967, 272 970, 272 972, 273 961

AD07.61-P-4000-17V

System Regenerierung undicht (Wirkungskette) Fehlercodebeschreibung ME

1

Fehlercode

( Anzeige am generic scan tool)

1089 Regenerierungssystem leicht undicht, Feinstleck (P0456)

1081 Regenerierungssystem leicht undicht, Feinleck (P0442)

1085 Regenerierungssystem grob undicht (P0455)

2

Fehlerspeicherung

Ansteuerung

Kontrollleuchte CHECK ENGINE (MIL)

Nach Ablauf der Prüfungsdauer und Fehler

Nach zwei aufeinander folgenden Fahrzyklen (driving-cycle) mit Fehler

3

Häufigkeit der Prüfung

Einmal pro Fahrzyklus

4

Geprüftes Signal oder Zustand

Änderungsgeschwindigkeit der Druckwerte am Geber Tankdruck

5

Fehlersetzbedingungen

Regenerierungssystem grob undicht

Regenerierungssystem leicht undicht,

Feinleck 1 mm

Regneriersystem leicht undicht, Feinstleck 0,5 mm

Prüfungsdauer

Ein Unterdruckaufbau von 0,4 bis 0,6 mbar pro Sekunde wird nicht erreicht.

Bei geschlossenem System darf sich der Unterdruck nicht schneller

als 0,25 bis 0,35 mbar pro Sekunde (abhängig vom Kraftstoffstand) abbauen.

Bei geschlossenem System darf sich der Unterdruck nicht schneller

als 0,15 bis 0,25 mbar pro Sekunde (abhängig vom Kraftstoffstand) abbauen.

Prüfung auf Grobleck ca. 18 s

Prüfung auf Feinleck ca. 25 s

Prüfung auf Feinstleck ca. 35 s.

6

Prüfungsvoraussetzungen

- Motor im Leerlauf

- Fahrzeugstillstand

- Fahrstufe D oder R eingelegt (Betanken mit laufendem Motor könnte sonst zu Fehlern führen)

- Sperrzeit nach Motorstart abgelaufen (ca. 3 Minuten) oder Gemischadaption erfolgt

- Lambda-Regelung freigegeben

- Ansauglufttemperatur kleiner als +72 °C

- Berechnete Kraftstofftemperatur kleiner als +43 °C (auf Meereshöhe) oder +34 °C (in ca. 2500 m Höhe)

- Lufteinblasung nicht aktiv

- Luftdruck über ca. 780 hPa (d. h. über ca. 2500 m Höhe erfolgt keine Prüfung)

- Kraftstoffstand im Kraftstoffbehälter zwischen ca. 1/4 und 3/4

- Schwappt der Kraftstoff im Kraftstoffbehälter zu stark (unzulässige Drucksprünge), wird dies vom Geber Tankdruck (B4/3) erkannt und die Prüfung abgebrochen

- Kein Fehler am Absperrventil Aktivkohlebehälter (Ansteuerung)

- Kein Fehler Geber Tankdruck

- Kein Fehler Umschaltventil Regenerierung Funktion (Öffnen/Schließen)

- Batteriespannung 11 bis 18 V

- Verhältnis Saugrohrdruck im Leerlauf zu Umgebungsdruck kleiner als 0,6

- Airbags nicht ausgelöst

- Keine Aussetzer mit Zylinderabschaltung

- Geringe Beladung des Aktivkohlebehälters

- Kühlmitteltemperatur beim Start zur Freigabe der Feinleckprüfung: -7 °C bis +101 °C

- Kühlmitteltemperatur beim Start zur Freigabe der Feinstleckprüfung: -7 °C bis +48 °C

- Während der Prüfung auf Fein- und Feinstleck das Bremspedal nicht betätigen.

7

- Die Prüfung auf Fein- und Feinstleck wird abgebrochen, wenn während des Unterdruckaufbaus eine zu große Magerkorrektur der Lambda-Regelung erfolgt.

- Das Umschaltventil Regenerierung (Y58/1) wird durch das Ansteuern gleichzeitig auf seine Funktion geprüft. Klemmt das geschlossene Ventil oder ist es verstopft, wird Fehler Grobleck gespeichert.

- Klemmt das Absperrventil Aktivkohlebehälter offen, wird Fehler Grobleck gespeichert.

- Bei Fehler alle Schlauchleitungen prüfen (bei einem Leck größer 3 mm zischt es deutlich).

- Bei unplausiblem Füllstand durch einen defekten Geber Kraftstoffanzeige werden die Prüfungen nicht gesperrt.

Die Dichtheitsprüfung muss Lecks ab 0,5 mm im Regeneriersystem erkennen. Dazu wird eine Druckprüfung im Leerlauf und bei Fahrzeugstillstand durchgeführt. Die Prüfung erfolgt in drei Stufen:

Prüfung auf grobe Lecks

Prüfung auf Feinleck (gleich oder größer als 1 mm)

Prüfung auf Feinstleck (gleich oder größer als 0,5 mm).

Prüfung auf grobe Lecks

Das Absperrventil Aktivkohlebehälter (Y58/4) wird geschlossen und das Umschaltventil Regenerierung (Y58/1) geöffnet. Der Saugrohrunterdruck gelangt zum Kraftstoffbehälter und baut im Kraftstoffbehälter einen Unterdruck auf. Dieser wird über den Geber Tankdruck (B4/3) erfasst.

Kommt es im Kraftstoffbehälter zu keinem Unterdruckaufbau

(z. B. -6 mbar innerhalb ca. 15 s), liegt eine größere Undichtheit vor (Tankdeckel offen, lose Schlauchleitung). Die Diagnose wird abgebrochen und der Fehler Regenerierungssystem grob undicht gespeichert.

Erkennt das Steuergerät ME ein grob undichtes System, wird eine Warnmeldung ausgegeben.

Prüfung auf Feinleck

Bei einem bestimmten Unterdruck (ca. -6 mbar) wird das Umschaltventil Regenerierung geschlossen und anschließend der Unterdruck für ca. 25 s ausgewertet. Das System ist jetzt ebenfalls geschlossen. Der Unterdruck darf sich im jetzt geschlossenen System nicht schneller als 0,25 bis 0,35 mbar pro Sekunde (abhängig vom Kraftstoffstand) abbauen. Sinkt der Druck schneller, liegt ein Feinleck vor.

Prüfung auf Feinstleck

Wurde kein Feinleck erkannt, wird die Regenerierung für 10 bis 50 Sekunden freigegeben und anschließend wieder der Unterdruck von ca. -6 mbar aufgebaut. Bei geschlossenem System darf sich der Unterdruck nicht schneller als 0,15 bis 0,25 mbar pro Sekunde (abhängig vom Kraftstoffstand) abbauen.

Der Unterdruckverlauf hängt vom Füllstand im Kraftstoffbehälter und von der Ausgasung des Kraftstoffes ab. Die Ausgasung des Kraftstoffes wird kurz vor der Prüfung gemessen und bei der Fehleraussage berücksichtigt. Ist der Kraftstoffbehälter weniger als 1/4 gefüllt, erfolgt in diesem Fahrzyklus keine Prüfung.