ad0751s200008a

Hinweise zum Fehlerspeicher HFM

Typ ad · Thema 07.51 · Version 0102 · 2003-06-06

Gültig für: MOTOR 104.900 im TYP 638

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 07 Gemischaufbereitung › 07.51 Benzin-Einspritz- und Zündsystem HFM — Baureihe 638

EinPAS 15 Motor › 15.45 Motormanagement › 15.45.1 Grundinformation — Baureihe 638

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 104 900

AD07.51-S-2000-08A

Hinweise zum Fehlerspeicher HFM

Hinweis zum Fehlerspeicher
Das Steuergerät HFM verfügt über einen Fehlerspeicher. Die Erkennung der Fehler und deren Abspeicherung wird wie folgt unterschieden:

Fehler ständig vorhanden

Fehler kurzzeitig vorhanden

Der Fehlerspeicher bleibt auch nach Abschließen der Fahrzeugbatterie erhalten.

Die abgespeicherten Fehler können an der Prüfkupplung für Diagnose (P11/4) bei Zündung „EIN” oder bei „laufendem Motor” mit dem HHT ausgelesen werden.

Hinweis zur Selbstanpassung der Gemischbildung

Bei Fahrzeugen mit KAT bestimmt die Lambdaregelung die Einspritzzeit so exakt, daß in allen Betriebszuständen das Kraftstoff-/Luft-Verhältnis immer um Lambda 1 ist (entspricht 14,7 kg Luft zu 1 kg Kraftstoff).

Treten Fehler auf durch:
Falschluft
Verschleiß oder Verkoken der Kraftstoff-Einspritzventile
Verschleiß am Motor
Übergangswiderstand im Luftmassenmesser
Schadhaften Membrandruckregler
Schadhaftes Umschaltventil (Regenerierung)

nimmt das Steuergerät HFM selbständig eine Korrektur der Gemischbildung vor. Die Korrekturgrößen werden ständig errechnet und dauerhaft gespeichert. Die Selbstanpassung wird im Leerlauf und bei Teillast durchgeführt. Die Korrektur in Richtung fett oder mager beträgt jeweils max. 25 %. Nach Reparaturarbeiten paßt sich das Steuergerät HFM nach ca. 10 Fahrten erneut selbständig an. Nach Beheben der genannten Fehler muß die Selbstanpassung auf den Mittelwert zurückgesetzt werden.(Siehe HHT Menü 5. Einlernen, 2 Gemischadaption).

Hinweis zum Anlernen des Lambdareglers

Sobald der Lambdaregler um seine Neutrallage reglet, ist das Lernen beendet.

Der Bediener muß das Lernen abbrechen. Der Tester beendet das Lernen von sich aus NICHT

Steuergerät neu einlernen (Steuergerät Programmierung)

Vorbedingungen für Einlernvorgang:

Batteriespannung min. 11 Volt

Geschwindigkeitsignal V = 0

Drehzahlsignal n = 0

Fahrstufe P/N = 1

Leerlaufkontakt geschlossen LLK = 1

Hinweis zur selbständigen Erkennung des mechanischen Endanschlages der geschlossenen Drosselklappe

(Siehe HHT Menü 5 Einlernen, 1 Drosselklappe)

Der mechanische Endanschlag der geschlossenen Drosselklappe im Leerlauf wird durch das Stellglied Leerlaufregelung erfaßt und im Steuergerät HFM abgespeichert.
Nach Erneuern des Steuergerätes HFM oder des Stellgliedes muß der mechanische Endanschlag der Drosselklappe neu erfaßt und abgespeichert werden.

Hinweis zur Wegfahrsperre

Beim Typ 638 mit Motor 104.900 ist serienmäßig eine Wegfahrsperre eingebaut. Die Aktivierung bzw. Deaktivierung erfolgt durch eine Transpondertechnik über den Zündschlüssel. Nach Aktivierung der Wegfahrsperre setzt das Steuergerät HFM

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die Einspritzanlage außer Funktion. Die Wegfahrsperre kann nur mit der Fernbedienung aktiviert bzw deaktiviert werden. Das Öffnen und Schließen des Fahrzeuges mit dem mechanischen Schlüssel hat keinen Einfluß auf das Fahrberechtigungssystem. Vor Beginn der Prüfung muß sichergestellt werden daß die Sperrfunktionen der Wegfahrsperre freigeschalten sind.

Das Steuergerät HFM und das Steuergerät Wegfahrsperre sind fest durch einen Identifizierungs-Code miteinander verriegelt. Diese Identifizierung kann nicht gelöscht werden (siehe HHT Istwerte ”Wegfahrsperre” Menüpunkt 3/6). Ein probeweises Austauschen des Steuergerätes HFM in ein anderes Fahrzeug ist deshalb nicht möglich.

Hinweis zum Kombiinstrument

Das Kombiinstrument muß bei Öldruckschalter auf Öldruck parametriert werden.

Hinweise zum HHT

Fehlersuche mit HHT
Fehlerspeicher: Aktuelle Fehler wählen
Wenn sich der aktuelle Zustand ändert, z.B. durch Wackeln an einer Steckverbindung, wird die Änderung optisch und akustisch gemeldet, so daß eine Fehlersuche direkt mit dem HHT erfolgen kann.

Wackelkontakte
Wackelkontakte werden abgespeichert, wenn sie in einem bestimmten Zeitabschnitt mehrere Male auftreten. Sie können deshalb nur als gespeicherte Fehler und nie als aktuelle Fehler auftreten.

Sollwerte

Sämtliche Sollwerte zu den im HHT angezeigten Istwerten befinden sich im DHB Motor

Istwerte Temperatur Kühlmittel, Temperatur Ansaugluft und Luftmasse.
Bei Unterbrechung oder Kurzschluß wird vom aktuellen Istwert sofort auf einen Ersatzwert umgeschaltet, der sehr nahe am Istwert liegt. Dadurch ist ein Fehler nicht klar erkennbar. Ein Auslesen des Fehlers ist nur über den Fehlerspeicher möglich.