sn2660g000101b

Schaltung Allgemeines

Typ sn · Thema 26.60 · Version 0100 · 2000-02-15

Gültig für: GETRIEBE 718.840 im TYP 405.100 /102 /120 /122 /200 /220

Einordnung

Funktionsgruppe 2 Fahrwerk › 26 Mechanisches Getriebe › 26.60 Schaltung — Baureihe 405 (Baumuster 100, 102, 120, 122, 200, 220)

EinPAS 45 Daten/Information › 45.20 Information/Maßnahmen › 45.20.30 Einführungsschriften — Baureihe 405 (Baumuster 100, 102, 120, 122, 200, 220)

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 718 840

SN26.60-G-0001-01B

Schaltung Allgemeines

Getriebe 718.840

Telligent®-Schaltung, Elektro-Pneumatische-Schaltung (EPS)

Die Telligent®-Schaltung steuert druckluftunterstützt alle Schaltvorgänge im Getriebe.

Entsprechend dem Fahrerwunsch wird automatisch der richtige Schaltablauf für den jeweiligen Gang durchgeführt.

Motor, Kupplung und das Getriebe werden dabei vor extremen Fehlbedienungen geschützt. Es erfogt eine Adaptierung der Schaltabläufe über verschiedene Umgebungsparameter wie Temperatur, Geschwindigkeit, Einsatzart.

Hoher Bedienungskomfort wird durch geringe Betätigungskräfte am Handschaltgerät (Gebergerät) erreicht. Eine auch vorwählbare Gangwahl nach Drehzahl- und Beschleunigungskriterien erleichtert verbrauchsorientiertes Fahren.

Zum Freischaukeln im Gelände ist ein schneller Wechsel vor- rückwärts möglich.

Die Gangstellungen des Getriebes werden pneumatisch durch einen Dreistellungszylinder geschaltet. Die zwei Gassen, die Bereichsgruppe (Range) und die Planetengruppe werden durch Zweistellungszylinder angewählt.

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Alle Schaltzylinder werden durch zweipolige, schaltbare und überwachte Magnetventile betätigt. Die Positionen der Schaltstellungen innerhalb des Getriebes werden durch induktive Sensoren überwacht.

Die vollständige EPS-Anlage erfordert, neben der Elektronik und den genannten Komponeten, eine Ganganzeige (Display), einen induktiven Drehzahlsensor auf der Motorseite und einen aktiven Drehgeber auf der Abtriebsseite des Getriebes.

Zusätzlich kann die EPS Sonderaggregate wie hydrostatischer Fahrantrieb, Wandlerschaltkupplung (WSK), Nebenantriebe und Zapfwellengetriebe steuern, bzw. überwachen. In diesem Zusammenhang sind mehrere Digital- und ein Analogeingang abfragbar.

Über eine CAN-Schnittstelle werden selbstermittelte Fahrzeugdaten bereitgestellt und nicht selbst ermittelbare Größen von weiteren Elektroniken empfangen.

Weitere Informationen zur Bedienung können der Betriebsanleitung entnommen werden.

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EPS mit zusätzlichen Aggregaten

Hydrostatischer Fahrantrieb

Die EPS übernimmt die komplette Steuerung der Aktivierung (einschalten) und die Deaktivierung (ausschalten) des hydrostatischen Fahrantriebes.

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Ein eingeschalteter hydrostatischer Fahrantrieb wird über die Kontrollleuchte in der Instrumententafel, über eine Leuchtdiode im Schalter »Hydrostat EIN« und dem Symbol »Nebenantrieb« im Display des Instrumentes angezeigt.

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Wandlerschaltkupplung (WSK)

Die EPS übernimmt die komplette Steuerung des Aggregates. Die Regelung des Wandlers ist dabei rein passiv (mechanisch) und nur die Überbrückungs- und Trennkupplung sind zu steuern.

Der maximal mögliche Anfahrgang mit WSK, das Drehzahlverhältnis zum Schließen der Überbrückungskupplung und der maximal mögliche Momentenüberhub im Wandlerbereich sind parametrierbar.

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Bei der WSK entfällt der Kupplungssensor (Zentralausrücker). Anstelle dieses Sensors wird von der EPS die Ansteuerung der Trennkupplung angenommen:

Trennkupplung angesteuert Kupplung geöffnet

Trenn- und Überbrückungs- Kupplung in

kupplung nicht angesteuert Zwischenstellung

Überbrückungskupplung angesteuert Kupplung geschlossen

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Getriebeseitiger Nebenantrieb

Die EPS übernimmt die Überwachung des Aggregates.

Das Motormoment, die Motordrehzahl oder der maximal schaltbare Gang kann je nach Nebenantrieb auf einen bestimmten Wert parametriert werden.

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Ein zugeschalteter Nebenantrieb wird über die Leuchtdiode im Schalter »Nebenantrieb EIN« und dem Symbol »Nebenantrieb« im Display des Instrumentes angezeigt.

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Zapfwellengetriebe

Die EPS übernimmt die Überwachung des Aggregates.

Das Motormoment, die Motordrehzahl oder die Umschaltung auf Arbeitsdrehzahlbegrenzung kann auf einen bestimmten Wert parametriert werden.

Ein zugeschaltetes Zapfwellengetriebe wird über die Leuchtdiode im Schalter »Zapfwelle EIN« und dem Symbol »Zapfwelle« im Display des Instrumentes angezeigt.