sn0000p008010d

Karosserie

Typ sn · Thema 00.00 · Version 0100 · 2018-09-03

Gültig für: Typ 253.99 mit Code 9O1 (Nachrüstung Brennstoffzelle)'

Einordnung

Funktionsgruppe 0 Gesamt › 00 Gesamt-Fahrzeug › 00.00 Allgemeines — Baureihe 253 (Baumuster 99*)

EinPAS 45 Daten/Information › 45.20 Information/Maßnahmen › 45.20.30 Einführungsschriften — Baureihe 253 (Baumuster 99*)

SN00.00-P-0080-10D

Karosserie

Typ

253.99

mit Code 9O1 (Nachrüstung Brennstoffzelle)

Karosserie

P60.00-3212-79

Übersicht Montagerahmen Brennstoffzelle/Wasserstoffanlage

1

Montagerahmen Motorlager

3

Motorlager

2

Montagerahmen Wasserstoffanlage

4

Verstärkung Montagerahmen Wasserstoffanlage

Schallisolierung

Die Karosseriestruktur des GLC F-CELL Typ 253 in Hybridbauweise ist zum großen Teil des aktuellen GLC entnommen. Der Einsatz des Brennstoffzellenaggregats in Kombination mit elektromotorischem Antrieb über dem Heckbereich erfordert besondere Maßnahmen der Schallisolierung. Durch die nicht vorhandenen Geräusche eines Verbrennungsmotors rückt der Schall von Systemen wie Kühlmittel- oder Unterdruckpumpen stärker in den Vordergrund. Gleichzeitig entstehen Schallquellen, die z. B. durch das System Brennstoffzelle verursacht werden.

Um den akustischen Komfort auf einem hohen Niveau halten zu können, wurde deswegen die Schallisolierung an diese neue Situation angepasst.

Entkoppelung der Antriebseinheit

Dynamische Wechselkräfte im Elektromotor sowie die Anregung der Getriebeverzahnung definieren die Charakteristik des Antriebsgeräuschs im Fahrbetrieb. Um den Körperschalleintrag, der E-Maschine-/Getriebeverbunds zu verringern, ist die Antriebseinheit zur Karosserie zweifach elastisch entkoppelt. Das führt zu einer geringeren Übertragung der Schwingungen in die Fahrzeugstruktur und damit zu einem weiter reduzierten Fahrzeuginnengeräusch.

Zusätzlich ist die elektrische Maschine über eine Geräuschdämmung mittels zweier Schalen geräuscharm im Fahrzeug integriert.

Aggregatelager

Im Bereich der Anbindung des hinteren Tragrahmens des Brennstoffzellenaggregats an die Karosserie wurde der Hauptboden mit einer zusätzlichen Verstärkung versehen. Die Verstärkung umklammert die Tragrahmenbefestigung. Dabei verhindert sie zusammen mit den Befestigungskonsolen des vorderen Sitzquerträgers an der Seitenwand des Tunnels ein Aufschwingen des Hauptbodens und die damit verbundene Schallabstrahlung.

Durch eine 3-Punkt-Anbindung und eine Positionierung des Aggregatelagers nah an den Befestigungspunkten der Karosserie wird die Einleitungssteifigkeit am Lagerpunkt zusätzlich erhöht. Das ermöglicht eine optimale Abstimmung folgender Funktionen des Aggregatelagers:

Tragen des Brennstoffzellenaggregats.

Dämpfen resonanter Schwingungen.

Verringern von eingeleiteten Kräften in die Karosserie.

Wasserstoffanlage

Die Integration der Wasserstofftanks in den Getriebetunnel erforderte eine konstruktive Anpassung der Getriebebrücke. Durch Optimierung der Bauteiltopologie lassen sich die hohen Anforderungen an die dynamische Einleitungssteifigkeit und die Luftschallempfindlichkeit am Lagerpunkt des Brennstoffzellenaggregats erfüllen, während gleichzeitig das Bauteilgewicht gering gehalten werden kann.