Grundlage der Mercedes-Benz Norm N 31 010
Die Mercedes-Benz Norm "N31 010" wurde auf der Grundlage der DIN- und DIN-ISO-Normen erstellt.
Die wesentlichen DIN- und DIN-ISO-Normen sind:
DIN ISO 6786 Druckluftbremsanlagen; Kennzeichnung von Anschlüssen an Geräten (Ersatz für DIN 74 254).
DIN 24 300 Ölhydraulik und Pneumatik; Benennung und Sinnbilder
(zukünftig DIN ISO 1219 Fluid-technische Systeme und Geräte; Schaltzeichen).
Mit der einheitlichen Darstellung der Symbole nach N 31 010 in Mercedes-Benz Schaltplänen soll die Verständigung erleichtert und Verwechslungen ausgeschlossen werden.
Die Mercedes-Benz Norm wird derzeit neu überarbeitet.
Geltungsbereich der N 31 010
Die N 31 010 gilt für Schaltpläne der Ölhydraulik und Pneumatik an Kraftfahrzeugen und Anhängefahrzeugen.
Hierzu gehören Schaltpläne, zum Beispiel
- der Bremsanlage
- der Luftfederung
- der Türsteuerung
- der ölhydraulischen Lenkung (Servo-Lenkung)
Schaltpläne
Schaltpläne sind unterteilt in
- Anordnungszeichnungen und
- Funktionsschemen
Anordnungszeichnung
Die Anordnungszeichnung vermittelt in der vereinfachten Draufsicht des Fahrzeuges ungefähre Angaben über die räumliche Lage der Geräte im Fahrzeug.
Anordnungszeichnungen der Bremsanlage sind in der Service-Literatur als Anordnungsübersicht dargestellt.
Funktionsschema
Das Funktionsschema stellt ausführlich eine Schaltung mit ihren Einzelheiten anhand von symbolischen Schaltbildern dar. Es ist in der Regel in "Fahrstellung des Fahrzeuges" gezeichnet.
Die "Fahrstellung des Fahrzeuges" ist die Ausgangsstellung , bei der die Anlage nicht betätigt ist.
Das Funktionsschema ist in Funktionsgruppen aufgeteilt, wobei nach Möglichkeit der Energiefluß von links nach rechts dargestellt ist.
In den Funktionsschemen sind die an den Achsen parallel angeschlossenen Bremszylinder mit gleicher Funktion nur einmal dargestellt.
Beispiel
Bremszylinder an den Achsen rechts und links.
Für das Verstehen der Funktionsschemen ist Fachwissen über die Symbole und deren Bedeutung vorauszusetzen.
Aus dem Funktionsschema kann abgeleitet werden:
- Arbeitsweise der Steuerungs- und Bewegungsabläufe sowie die Funktion der Geräte und Funktionszusammenhänge innerhalb der Anlage und im Fahrzeug.
- Energiefluß im hydraulischen, pneumatischen und mechanischen Bereich.
- Welche Signalglieder die Steuerungs- und Bewegungsabläufe beeinflussen.
- Wie die Geräte im System angeschlossen sind.
Die räumliche Lage der Geräte im Fahrzeug kann nicht abgeleitet werden.
Anordnung der Bauteile
Die Anordnung der Bauteile zeigt den Einbauort der Bremsgeräte, Druckschalter und Prüfanschlüsse im Fahrzeug.
Erläuterungen
Die in den Funktionsschemen verwende-
ten Gerätebezeichnungen und Abkürzun-
gen sind in 32.2 / Seite 900/1 erläutert.
Referenzierte Dokumente
- ra3200lf20010x 0-010 - Allgemein: Symbol-/Anschlußbezeichnungen pneumatischer/hydraulischer Geräte n. N 31 010; Luftfederung LKW
- ra3200lf20015x 0-015 - Allgemein: Grundlage nach DB Norm N 31 010 Luftfederung LKW
- ra3200lf20020x 0-020 - Allgemein: Vorteile der Luftfederung LKW
- ra3200lf20025x 0-025 - Allgemein: Anordnung der Achsaufhängungen Luftfederung LKW
- ra3200lf20030x 0-030 - Allgemein: Wirkungsweise der ENR Luftfederung LKW
- ra3201lf20005x 1-005 - Allgemein: Technische Daten Luftfederung LKW
- ra3202lf29001x 2-900 - Erläuterungen zu den Funktionsschemen Luftfederung LKW