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4600 - Zweimassenschwungrad Funktion Motor 104

Typ ra · Thema 03.30 · Version 9606 · 1996-02-06

Gültig für:

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 03 Triebwerk › 03.30 Schwungrad, Mitnehmerscheibe, Schwingungsdämpfer, Starterzahnkranz

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 104 ***

03-4600 Zweimassenschwungrad Funktion

4600 - Zweimassenschwungrad Funktion                                            
	Motor 104

1

Primärschwungmasse

2

Sekundärschwungmasse

3

Äußerer Federdämpfer

4

Innerer Federdämpfer

5

Reibeinrichtung

6

Abstandbolzen Primärschwungmasse/
Dämpfersystem

7

Abstandbolzen Sekundärschwungmasse/
Dämpfersystem

8

Zahnkranz

9

Rillenkugellager

10

Paßstift

11

Rillenkugellager

12

Dehnschraube bzw. Gewindefließschaftschraube

Aufbau

Das Zweimassenschwungrad besteht aus drei

Hauptteilen:

Primärschwungmasse (1)

Die Primärschwungmasse (1) ist durch 8 Dehn-

schrauben M10 x 1 x 57 mit der Kurbelwelle

verschraubt. Das Rillenkugellager (9), zur

Aufnahme der Getriebeantriebswelle, ist in der

Primärschwungmasse (1) platziert. Der Starterzahnkranz (8) ist außen aufgeschrumpft.

Sekundärschwungmasse (2)

Die Sekundärschwungmasse (2) ist über ein

Rillenkugellager (9) drehbar auf der Primär-

schwungmasse (1) gelagert.

Die Kupplung wird auf die Sekundärschwung-

masse (2) montiert.

Dämpfersystem

Das Dämpfersystem ist zwischen den beiden

Schwungmassen eingebaut. Es besteht aus

einem inneren und einem äußeren Federdämpfer

und Reibeinrichtungen. Der Verdrehbereich der

Schwungmassen gegeneinander ist durch das

Dämpfersystem auf 15 bzw. 40 begrenzt.

Jede Schwungmasse ist mit vernieteten

Abstandbolzen (6) bzw. (7) mit dem Dämpfer-

system verbunden.

Funktion

Das Zweimassenschwungrad absorbiert die

Drehschwingungen des Triebwerks und deren

Übertragung auf den Getriebe-Gelenkwellen-

bereich wird verringert.

Der Fahrkomfort im unteren Drehzahlbereich

wird verbessert.

Durch die unterschiedliche Verteilung der

Trägheitsmomente der Primär- und

Sekundärschwungmasse,werden kritische

Schwingungen erst unterhalb der Leerlauf-

drehzahl wirksam.

Die Primärschwungmasse (1) ist mit der

Kurbelwelle verschraubt und über Abstandbolzen (6)

mit der Sekundärschwungmasse (2) verbunden.

Das dazwischen angeordnete Torsions- und

Reibsystem wirkt dämpfend auf Rest-

schwingungen.

Der Zahnkranz (8) ist auf die Primärschwung-

masse (1) aufgeschrumpft.

Das Zweimassenschwungrad kann nicht

instandgesetzt werden und wird als ein Ersatzteil

geliefert.

Referenzierte Dokumente