P91.40-3332-79
Bis 31.5.13 |
A1 | Kombiinstrument | N30/7 | Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm Premium (bei Code (233) DISTRONIC PLUS) | |
A1p13 | Multifunktions-Display | N32/2 | Steuergerät Beifahrersitz (bei Code (242) Beifahrersitz elektrisch verstellbar mit Memory) | |
A76 | Reversibler Gurtstraffer vorn links | N62/2 | Steuergerät Video- und Radarsensorik (bei Code (233) DISTRONIC PLUS oder Code (237) Aktiver Totwinkel-Assistent oder Code (238) Aktiver Spurhalte-Assistent) | |
A76/1 | Reversibler Gurtstraffer vorn rechts | N69/1 | Steuergerät Vordertür links | |
A98 | Steuermodul Panorama-Schiebedach (bei Code (413) Panorama-Glasdach mit außenlaufendem Schiebedach) | N69/2 | Steuergerät Vordertür rechts | |
A98n1 | Steuergerät Panorama-Schiebedach (bei Code (413) Panorama-Glasdach mit außenlaufendem Schiebedach) | N73 | Steuergerät elektronisches Zündschloss | |
M68 | Stellmotor reversibler Gurtstraffer vorn links | S6/1 | Schaltergruppe Instrumententafel | |
M68/1 | Stellmotor reversibler Gurtstraffer vorn rechts | S6/1s5 | Taste ESP | |
N2/10 | Steuergerät Supplemental Restraint System | S68/3 | Schalter Rückhaltesystem Gurtschloss Fahrer | |
N3/9 | Steuergerät CDI (bei Dieselmotor) | S68/4 | Schalter Rückhaltesystem Gurtschloss Beifahrer | |
N3/10 | Steuergerät ME (bei Benzinmotor) | CAN B | Innenraum-CAN | |
N10/1 | Steuergerät SAM mit Sicherungs- und Relaismodul vorn | CAN E | Fahrwerk-CAN | |
N22/6 | Steuergerät Fond | LIN 1 | Instrumententafel-LIN | |
N30/4 | Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm (ohne Code (233) DISTRONIC PLUS) |
P91.40-3333-79
Ab 1.6.13 |
A1 | Kombiinstrument | N32/2 | Steuergerät Beifahrersitz (bei Code (242) Beifahrersitz elektrisch verstellbar mit Memory) | |
A1p13 | Multifunktions-Display | N62/1 | Steuergerät Radarsensoren (bei Code (23P) Fahrassistenz-Paket Plus) | |
A76 | Reversibler Gurtstraffer vorn links | N69/1 | Steuergerät Vordertür links | |
A76/1 | Reversibler Gurtstraffer vorn rechts | N69/2 | Steuergerät Vordertür rechts | |
A90 | Steuereinheit COLLISION PREVENTION ASSIST (bei Code (258) Collision Prevention Assist) | N73 | Steuergerät elektronisches Zündschloss | |
A98 | Steuermodul Panorama-Schiebedach (bei Code (413) Panorama-Glasdach mit außenlaufendem Schiebedach) | N93/7 | Steuergerät Fahrwerk-Gateway (bei Code (23P) Fahrassistenz-Paket Plus) | |
A98n1 | Steuergerät Panorama-Schiebedach (bei Code (413) Panorama-Glasdach mit außenlaufendem Schiebedach) | S6/1 | Schaltergruppe Instrumententafel | |
M68 | Stellmotor reversibler Gurtstraffer vorn links | S6/1s5 | Taste ESP | |
M68/1 | Stellmotor reversibler Gurtstraffer vorn rechts | S68/3 | Schalter Rückhaltesystem Gurtschloss Fahrer | |
N2/10 | Steuergerät Supplemental Restraint System | S68/4 | Schalter Rückhaltesystem Gurtschloss Beifahrer | |
N3/9 | Steuergerät CDI (bei Dieselmotor) | CAN B | Innenraum-CAN | |
N3/10 | Steuergerät ME (bei Benzinmotor) | CAN E1 | Fahrwerk-CAN 1 | |
N10/1 | Steuergerät SAM mit Sicherungs- und Relaismodul vorn | CAN E2 | Fahrwerk-CAN 2 | |
N22/6 | Steuergerät Fond | Flex E | Fahrwerk-FlexRay | |
N30/4 | Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm | LIN 1 | Instrumententafel-LIN |
Funktionsvoraussetzungen allgemein
Klemme 15 Ein
Fahrzeuggeschwindigkeit v > 30 km/h
Signal "Motor läuft" oder "Antriebsstrang betriebsbereit" gesetzt
Den Klemmenstatus Klemme 15 sendet das Steuergerät elektronisches Zündschloss über Fahrwerk-CAN (bis 31.5.13) oder über Fahrwerk-CAN 1 (ab 1.6.13) an das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm.
Das Signal "Motor läuft" oder "Antriebsstrang betriebsbereit" sendet das Steuergerät CDI (bei Dieselmotor) oder das Steuergerät ME (bei Benzinmotor) über Fahrwerk-CAN (bis 31.5.13) oder über Fahrwerk-CAN 1 (ab 1.6.13) an das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm.
PRE-SAFE allgemein
Das präventive Insassenschutzsystem PRE-SAFE kann kritische Fahrsituationen bereits im Vorfeld erkennen und im Bedarfsfall vorsorglich Sicherheitssysteme aktivieren, die das Verletzungsrisiko der Fahrzeuginsassen verringern. Dazu wertet PRE-SAFE permanent die Sensordaten von Systemen wie dem Elektronischen Stabilitäts-Programm (ESP®) und dem Brems-Assistent-System PLUS (BAS PLUS) (bis 31.5.13 bei Code (233) DISTRONIC PLUS oder ab 1.6.13 bei Code (268) Bremsassistent PLUS oder Code (269) Bremsassistent PLUS Querverkehr (BAS+Q)) aus und kann so zum Beispiel starkes Unter- oder Übersteuern sowie Notbremsungen erkennen. Wird eine kritische Fahrsituation erkannt, können in Sekundenbruchteilen entsprechende Maßnahmen gestartet werden. Durch diese Maßnahmen können Gurte und Airbags bei einem eventuellen Aufprall ihre volle Schutzwirkung entfalten.
Die Steuerung der Funktion PRE-SAFE erfolgt bei Fahrzeugen bis 31.5.13 vom Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm (ohne Code (233) DISTRONIC PLUS) oder vom Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm Premium (bei Code (233) DISTRONIC PLUS). Ab 1.6.13 erfolgt die Steuerung vom Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm.
Die Funktion PRE-SAFE umfasst folgende Teilfunktionen:
Funktionsablauf Erfassung des Fahrzustandes
Funktionsablauf Reversible Gurtstraffung
Funktionsablauf Gurtanpassung
Funktionsablauf Positionierung des Beifahrersitzes (bei Code (242) Beifahrersitz elektrisch verstellbar mit Memory)
Funktionsablauf Schließen der Seitenscheiben
Funktionsablauf Schließen des Panorama-Schiebedaches (bei Code (413) Panorama-Glasdach mit außenlaufendem Schiebedach)
Funktionsablauf Anzeige von Fehlermeldungen
Funktionsablauf Beenden der PRE-SAFE Funktionen
Funktionsablauf Erfassung des Fahrzustandes
Der aktuelle Fahrzustand wird vom Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm durch das Auswerten folgender Einflussgrößen definiert:
Raddrehzahl
Eigendynamik des Fahrzeugs (Giergeschwindigkeit, Querbeschleunigung und Längsbeschleunigung)
Lenkwinkel
Detaillierte Informationen zur Erfassung dieser Einflussgrößen sind in der separaten Funktionsbeschreibung "Adaptive Brake (ABR) Funktion" enthalten.
Zusätzlich wertet das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm folgende Signale verschiedener Fahrassistenzsysteme aus:
Fahrzeuge bis 31.5.13:
"Autonome Bremsung":
Das Steuergerät Video- und Radarsensorik (bei Code (233) DISTRONIC PLUS oder Code (237) Aktiver Totwinkel-Assistent oder Code (238) Aktiver Spurhalte-Assistent) sendet das Signal "autonome Bremsung" über Fahrwerk-CAN an das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm.
Fahrzeuge ab 1.6.13:
"Autonome Bremsung":
Das Steuergerät Radarsensoren (bei Code (23P) Fahrassistenz-Paket Plus) sendet das Signal "autonome Bremsung" über Fahrwerk FlexRay, Steuergerät Fahrwerk-Gateway und Fahrwerk-CAN 1 an das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm.
"Ausgabe kollisionskritische Warnung":
Die Steuereinheit COLLISION PREVENTION ASSIST (bei Code (258) Collision Prevention Assist) sendet den Status "kollisionskritische Warnung" über Fahrwerk-CAN 1 an das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm.
Das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm unterscheidet dabei folgende kritische Fahrzustände:
Notbremsung: Schnelle Bremspedalbetätigung, die auf eine Schreckreaktion des Fahrers deuten lässt.
Paniknachbremsung: Der Verzögerungswunsch des Fahrers ist deutlich höher, als die physikalisch mögliche Fahrzeugverzögerung bei glatter Straße (z. B. Aquaplaning, Eis oder Schnee). Starke Eingriffe des Antiblockiersystems (ABS).
Starkes Übersteuern: Ausbrechen des Fahrzeughecks, verbunden mit starken Stabilisierungseingriffen des ESP®.
Starkes Untersteuern: Fahrzeug schiebt für gewisse Zeit über die Vorderräder. Starke Stabilisierungseingriffe des ESP®.
Kritische Lenkbewegungen: Schnelle Lenkbewegungen bei hohen Geschwindigkeiten (v > 140 km/h), die auf eine Schreckreaktion des Fahrers hindeuten und darauf schließen lassen, dass der Fahrer mit dieser Situation überfordert ist.
Starke Bremsunterstützung durch BAS PLUS (bis 31.5.13 bei Code (233) DISTRONIC PLUS oder ab 1.6.13 bei Code (268) Bremsassistent PLUS oder Code (269) Bremsassistent PLUS Querverkehr (BAS+Q)): Starke Unterstützung der durch den Fahrer eingeleiteten Bremsung bei erkannter Kollisionsgefahr im Längsverkehr auf Basis der radargestützten Umfeldbewertung.
Autonome Bremsung durch die PRE-SAFE Bremse (bis 31.5.13 bei Code (233) DISTRONIC PLUS oder ab 1.6.13 bei Code (271) Autonomer Bremseingriff / Fußgängerschutz oder Code (300) Kollisionsminderung (CMS)): Verzögerung des Fahrzeuges bei erkannter Kollisionsgefahr im Längsverkehr durch die PRE-SAFE Bremse auf Basis der radargestützten Umfeldbewertung.
Kollisionsobjekterkennung Front (bei Code (233) DISTRONIC PLUS oder Code (258) Collision Prevention Assist): Erkennung eines unmittelbar bevorstehenden Frontalaufpralls (unter bestimmten Bedingungen) auf Basis der radargestützten Umfeldbewertung.
Kollisionsobjekterkennung Heck (bei Code (253) Heckkollisionswarn- und Schutzsystem): Erkennung eines unmittelbar bevorstehenden Heckaufpralls (unter bestimmten Bedingungen) auf Basis der radargestützten Umfeldbewertung.
Autonome Kurskorrektur durch den Aktiven Totwinkel-Assistent (bei Code (237) Aktiver Totwinkel-Assistent): Deutlicher, kurskorrigierender Bremseingriff bei registrierter Gefahr einer seitlichen Kollision mit Fahrzeugen im toten Winkel auf Basis der radargestützen Umfeldbewertung.
Die Auslöseschwelle für die PRE-SAFE Funktionen wird erhöht, wenn das ESP® über die Taste ESP in der Schaltergruppe Instrumententafel passiv geschaltet wurde. Das Steuergerät SAM vorn liest den Status der Taste ESP über Instrumententafel-LIN ein und sendet diesen über Fahrwerk-CAN (bis 31.5.13) oder Fahrwerk-CAN 1 (ab 1.6.13) an das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm.
Zusätzliche Funktionsvoraussetzung Reversible Gurtstraffung
Sicherheitsgurt angelegt
Das Steuergerät Supplemental Restraint System liest den Status des jeweiligen Schalters Rückhaltesystem Gurtschloss direkt ein und sendet diesen über Fahrwerk-CAN (bis 31.5.13) oder Fahrwerk-CAN 1 (ab 1.6.13) an die Reversiblen Gurtstraffer.
Funktionsablauf Reversible Gurtstraffung
Die Reversiblen Gurtstraffer reduzieren in Gefahrensituationen die vorhandene Gurtlose durch elektromotorisches Straffen der Sicherheitsgurte. Der Fahrer bzw. der Beifahrer werden in der Sitzanlage fixiert um die Schutzwirkung der konventionellen Rückhaltemittel zu optimieren. Abhängig von der Situation wird das Gurtband des Sicherheitsgurtes unterschiedlich stark bzw. schnell angezogen. Nach dem Beenden der PRE-SAFE-Maßnahme wird das Gurtband des Sicherheitsgurtes wieder gelöst (außer bei einem Überrollvorgang).
Das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm sendet Informationen zum PRE-SAFE-Status und zur PRE-SAFE-Stufe über Fahrwerk-CAN (bis 31.5.13) oder Fahrwerk-CAN 1 (ab 1.6.13) an die Reversiblen Gurtstraffer. Das Steuergerät Supplemental Restraint System sendet das Crashsignal über Fahrwerk-CAN (bis 31.5.13) oder Fahrwerk-CAN 1 (ab 1.6.13) an die Reversiblen Gurtstraffer. Zum Straffen des Sicherheitsgurtes steuert der jeweilige Reversible Gurtstraffer den integrierten Stellmotor reversibler Gurtstraffer vorn direkt an.
Zusätzliche Funktionsvoraussetzungen Gurtanpassung
Funktion im Kombiinstrument aktiviert
PRE-SAFE ist nicht ausgelöst
Das Kombiinstrument sendet den Status der Funktion Gurtanpassung bei Fahrzeugen bis 31.5.13 über Fahrwerk-CAN und bei Fahrzeugen ab 1.6.13 über Fahrwerk-CAN 2, Steuergerät SAM vorn und Fahrwerk-CAN 1 an die Reversiblen Gurtstraffer.
Funktionsablauf Gurtanpassung
Die Funktion Gurtanpassung reduziert die vorhandene Gurtlose durch elektromotorisches Straffen der Sicherheitsgurte. Die Funktion wird mit dem Einstecken der Gurtzunge in das jeweilige Gurtschloss ausgelöst. Das Einstecken der Gurtzunge des Sicherheitsgurtes in das Gurtschloss wird über den Status des jeweiligen Schalters Rückhaltesystem Gurtschloss erfasst.
Das Steuergerät Supplemental Restraint System liest den Status des jeweiligen Schalters Rückhaltesystem Gurtschloss direkt ein und sendet diesen über Fahrwerk-CAN (bis 31.5.13) oder Fahrwerk-CAN 1 (ab 1.6.13) an die Reversiblen Gurtstraffer. Zum Straffen des Sicherheitsgurtes steuert der jeweilige Reversible Gurtstraffer den integrierten Stellmotor reversibler Gurtstraffer vorn direkt an. Dadurch wird das Gurtband mit einer gleichbleibenden Geschwindigkeit gestrafft, bis die Gurtlose reduziert ist.
Zusätzliche Funktionsvoraussetzungen Positionierung des Beifahrersitzes (bei Code (242) Beifahrersitz elektrisch verstellbar mit Memory)
Beifahrersitz belegt
Sitzeinstellung normiert
Das Steuergerät Supplemental Restraint System sendet den Status der Sitzbelegungserkennung Beifahrersitz über Fahrwerk-CAN (bis 31.5.13) oder Fahrwerk-CAN 1 (ab 1.6.13), Steuergerät SAM vorn und Innenraum-CAN an das Steuergerät Beifahrersitz.
Funktionsablauf Positionierung des Beifahrersitzes (bei Code (242) Beifahrersitz elektrisch verstellbar mit Memory)
Um die Schutzwirkung der konventionellen Rückhaltemittel zu optimieren, wird der Beifahrersitz vor einem möglicherweise folgenden Unfall in eine sicherheitstechnisch günstige Position gefahren. Das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm sendet Informationen zum PRE-SAFE-Status und die Anforderung zur PRE-SAFE-Einstellung über Fahrwerk-CAN (bis 31.5.13) oder Fahrwerk-CAN 1 (ab 1.6.13), Steuergerät SAM vorn und Innenraum-CAN an das Steuergerät Beifahrersitz. Eine ggf. aktive Memory- oder manuelle Einstellung wird abgebrochen.
In Abhängigkeit von der aktuellen Sitzposition werden folgende Einstellungen durchgeführt:
Sitzlängsposition
Sitzhöhe
Sitzneigung
Sitzlehnenneigung
Die PRE-SAFE-Einstellung dauert bis zum:
Erreichen der Zielposition (Beifahrersitz in optimaler Position)
Eintritt des Aufpralls
Ende der PRE-SAFE-Situation
Die PRE-SAFE-Einstellung des Beifahrersitzes kann jederzeit durch manuelle Einstellanforderungen abgebrochen werden. Der Beifahrersitz fährt nicht selbsttätig in die Position vor der PRE-SAFE-Situation zurück, sondern muss bei Bedarf manuell eingestellt werden.
Sitzeinstellung bei nicht angegurtetem Beifahrer:
Es wird eine Sitzposition angefahren, die auf die sicherheitstechnisch ungünstigen Verhältnisse angepasst ist. Das Steuergerät Supplemental Restraint System liest den Status der Schalter Rückhaltesystem Gurtschloss direkt ein und sendet diesen über Fahrwerk-CAN (bis 31.5.13) oder Fahrwerk-CAN 1 (ab 1.6.13), Steuergerät SAM vorn und Innenraum-CAN an das Steuergerät Beifahrersitz.
Detaillierte Informationen zur Einstellung des Beifahrersitzes sind in der separaten Funktionsbeschreibung "Elektrische Sitze Funktion" in der Teilfunktion "Elektrische Sitzeinstellung (ESE) Funktion" enthalten.
Zusätzliche Funktionsvoraussetzung Schließen der Seitenscheiben
Elektrische Fensterheber normiert
Funktionsablauf Schließen der Seitenscheiben
Durch das Schließen der Seitenscheiben bis auf einen Spalt ist gewährleistet, dass bei einem möglicherweise folgenden Unfall keine Gegenstände in den Fahrzeuginnenraum eindringen oder Körperteile (z. B. Arme) der Insassen aus dem Fahrzeug herausragen können. Zudem können die durch die pyrotechnischen Rückhaltemittel entstandenen Rauchpartikel schnell abziehen.
Das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm sendet Informationen zum PRE-SAFE-Status und die Anforderung zur PRE-SAFE-Einstellung über Fahrwerk-CAN (bis 31.5.13) oder Fahrwerk-CAN 1 (ab 1.6.13), Steuergerät SAM vorn und Innenraum-CAN an folgende Steuergeräte:
Steuergerät Fond
Steuergerät Vordertür links
Steuergerät Vordertür rechts
Ein ggf. aktiver Automatiktieflauf oder eine manuelle Einstellung wird abgebrochen. Beim Schließen der Seitenscheiben durch PRE-SAFE ist der Einklemmschutz aktiv. Bei Bedarf findet ein Reversiervorgang statt.
Die PRE-SAFE-Einstellung dauert bis zum:
Erreichen der PRE-SAFE-Position der Seitenscheiben
Eintritt des Aufpralls
Das Schließen der jeweiligen Seitenscheibe durch PRE-SAFE kann jederzeit durch manuelle Einstellanforderungen abgebrochen werden. Die Seitenscheiben müssen nach Beendigung der PRE-SAFE-Situation wieder manuell in die gewünschte Position gefahren werden.
Detaillierte Informationen zur Steuerung der Seitenscheiben sind in der separaten Funktionsbeschreibung "Elektrische Fensterheber (EFH) Funktion" enthalten.
Zusätzliche Funktionsvoraussetzung Schließen des Panorama-Schiebedaches (bei Code (413) Panorama-Glasdach mit außenlaufendem Schiebedach)
Panorama-Schiebedach normiert
Funktionsablauf Schließen des Panorama-Schiebedaches (bei Code (413) Panorama-Glasdach mit außenlaufendem Schiebedach)
Das Dach wird durch PRE-SAFE komplett geschlossen, wenn es vor der PRE-SAFE-Maßnahme in Hubrichtung geöffnet ist. Wenn das Dach vor der PRE-SAFE-Maßnahme in Schieberichtung geöffnet ist, wird es bis auf einen Restspalt geschlossen. Dadurch ist gewährleistet, dass bei einem möglicherweise folgenden Unfall keine Gegenstände in den Fahrzeuginnenraum eindringen oder Körperteile (z. B. Arme) der Insassen aus dem Fahrzeug herausragen können. Zudem können die durch die pyrotechnischen Rückhaltemittel entstandenen Rauchpartikel schnell abziehen.
Das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm sendet Informationen zum PRE-SAFE-Status und die Anforderung zur PRE-SAFE-Einstellung über Fahrwerk-CAN (bis 31.5.13) oder Fahrwerk-CAN 1 (ab 1.6.13), Steuergerät SAM vorn und Innenraum-CAN das Steuergerät Panorama-Schiebedach im Steuermodul Panorama-Schiebedach.
Wenn das Schließen durch PRE-SAFE während einer manuellen Einstellung ausgelöst wird, wird zuerst die manuelle Einstellung ausgeführt und anschließend das Schließen durch PRE-SAFE. Wenn das Schließen durch PRE-SAFE während eines Automatiklaufes ausgelöst wird, wird der Automatiklauf abgebrochen und das Schließen durch PRE-SAFE ausgeführt. Beim Schließen des Daches durch PRE-SAFE ist der Einklemmschutz aktiv. Bei Bedarf findet ein Reversiervorgang statt.
Die PRE-SAFE-Einstellung dauert bis zum:
Erreichen der PRE-SAFE-Position des Daches
Eintritt des Aufpralls
Das Schließen des Daches kann jederzeit durch manuelle Einstellanforderungen abgebrochen werden. Das Dach muss nach Beendigung der PRE-SAFE-Situation wieder manuell in die gewünschte Position gefahren werden.
Detaillierte Informationen zur Steuerung des Daches sind in den separaten Funktionsbeschreibungen "Elektrisches Panorama-Schiebedach Funktion" enthalten.
Funktionsablauf Anzeige von Fehlermeldungen
Wenn die Reversiblen Gurtstraffer Fehler feststellen, werden entsprechende Meldungen im Multifunktions-Display des Kombiinstruments angezeigt. Fehler anderer am PRE-SAFE beteiligter Komponenten werden nicht als PRE-SAFE-Fehler angezeigt.
Die Reversiblen Gurtstraffer senden die Anforderung zur Anzeige der Fehlermeldung bei Fahrzeugen bis 31.5.13 über Fahrwerk-CAN und bei Fahrzeugen ab 1.6.13 über Fahrwerk-CAN 1, Steuergerät SAM vorn und Fahrwerk-CAN 2 an das Kombiinstrument.
Funktionsablauf Beenden der PRE-SAFE Funktionen
Die Funktion PRE-SAFE wird deaktiviert, sobald die vorherrschende Situation nicht mehr als kritisch bewertet wird. Das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm nimmt dafür die Informationen zum PRE-SAFE-Status vom Fahrwerk-CAN (bis 31.5.13) oder Fahrwerk-CAN 1 (ab 1.6.13) zurück.
Die Einstellung des Beifahrersitzes wird abgebrochen. Das Schließen der Seitenscheiben bzw. des Daches wird nicht abgebrochen. Das automatische Schließen wird bis zum Erreichen der PRE-SAFE-Position fortgeführt. Die Reversible Gurtstraffung wird gelöst, sobald die Fahrzeugverzögerung einen Wert von a = 0,3 g unterschreitet.
Die Reversiblen Gurtstraffer sind mit einem mechanischen Beschleunigungssensor ausgestattet, der den Gurtauszug bei einer Fahrzeugverzögerung von a > 0,3 g verriegelt. Deshalb kann der Sicherheitsgurt trotz beendeter Reversibler Gurtstraffung mechanisch verriegelt bleiben. Bei einem vom Steuergerät Supplemental Restraint System erkannten Unfallereignis werden sofort alle Einstellungen gestoppt.
Referenzierte Dokumente
- gf9140p9997ca Übersicht Systembauteile PRE-SAFE(R)