gf8295p3000qu

Standortbestimmung Funktion

Typ gf · Thema 82.95 · Version 0102 · 2003-04-23

Gültig für: TYP 209.3 /4 mit CODE (349) Notrufsystem E-Call mit CODE (491) USA-Ausführung'

Einordnung

Funktionsgruppe 3 Aufbau › 82 Elektrische Anlage, Aufbau › 82.95 Notrufsysteme — Baureihe 209 (Baumuster 3**, 4**)

GF82.95-P-3000QU

Standortbestimmung Funktion

15.4.02

TYP 209.3 /4
mit CODE (349) Notrufsystem E-Call
mit CODE (491) USA-Ausführung

Standortbestimmung

Der Standort des Fahrzeugs wird parallel durch zwei Verfahren bestimmt, die sich gegenseitig ergänzen. Die Verfahren heißen GPS-Standortbestimmung und Basis-Standortbestimmung (Koppelortung).

Das Global Positioning System (GPS) ist ein vom
US-Verteidigungsministerium eingerichtetes satellitengestütztes Ortungssystem. Es ist gebührenfrei und steht weltweit zur Verfügung. Die GPS-Satelliten senden permanent Zeit- und Positionsdaten (Längengrad/Breitengrad).

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GPS-Standortbestimmung

Die GPS-Ortung ist insbesondere bei Fahrten außerhalb des digitalisierten Kartenbereichs und nach einem Fahrzeugtransport (z. B. Zug-, Fähr- und Abschleppfahrten) unersetzlich.

Eine GPS-Neuortung (nach Unterbrechung des Satellitenempfangs) kann mehrere Minuten dauern (bei Erstinbetriebnahme des Geräts bis zu 20 min).

Im Steuergerät E-Call (A35/8) sind der GPS-Rechner mit der Empängereinheit integriert. Wenn Signale von mindestens
3 Satelliten über die Antenne GPS (A2/23) empfangen werden, kann die Position und die Genauigkeit der Ortung des Empfängers (Fahrzeug) berechnet werden (Ortungsgenauigkeit 100 m).

Darüber hinaus wird mit Hilfe der Abfolge der mit GPS berechneten Standorte die Fahrtrichtung des Fahrzeugs ermittelt.

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Parallel zur GPS-Standortbestimmung erfolgt die Basis-Standortbestimmung.

Basis-Standortbestimmung (Koppelortung)

Zur Basis-Standortbestimmung des Fahrzeugs benötigt das Steuergerät E-Call (A35/8) folgende Informationen:

Die vom Steuergerät ESP und BAS (N47-5) aufbereiteten Signale des Drehzahlgebers vorn links (L6/1) und des Drehzahlgebers vorn rechts (L6/2).

Die Daten des im Steuergerät E-Call (A35/8) integrierten Drehratensensors (Gyrosensor) zur Errechnung der Fahrzeugausrichtung (Himmelsrichtung).

Die Daten über die Fahrtrichtung.

Die Basis-Standortbestimmung wird vom Steuergerät
E-Call (A35/8) bei "Kl. 15R EIN" ständig (1 mal pro Sekunde) durchgeführt. Aus der zurückgelegten Wegstrecke, unter Berücksichtigung der Fahrzeugausrichtung und der Fahrtrichtung, wird die momentane Fahrzeugposition (Längengrad/Breitengrad) berechnet.

Ermittelt die Rechnereinheit, dass die Basis-Standortbestimmung weniger präzise ist als die GPS-Standortbestimmung, dann wird die aktuell berechnete Position mit Hilfe der GPS-Daten korrigiert.

Ereignet sich ein Unfall, dann generiert das Steuergerät
E-Call (A35/8) automatisch ein Notruftelegramm, das die Positionsdaten des Fahrzeugs beinhaltet und diese über die Mobilfunkanlage des Fahrzeugs absetzt.

Mit Hilfe dieser Positionsdaten läßt sich der genaue Standort des Fahrzeugs ermitteln.

Ortungsfehler bei der Basis-Standortbestimmung

Rückwärtsrollen ohne eingelegten Rückwärtsgang wird wie Vorwärtsfahren bewertet und kann zu einem vorübergehenden Fehler bei der Standortbestimmung führen. Rollen bei ausgeschalteter Zündung oder ein Transport des Fahrzeugs verfälschen ebenfalls die Standortbestimmung.

Die Abweichung wird von der Rechnereinheit im Steuergerät
E-Call (A35/8) bei Empfang von GPS-Daten in beiden Fällen automatisch korrigiert.

Auswahl der Telefonantenne Funktion

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Referenzierte Dokumente