P82.95-3087-79
Dargestellt Typ 212 ab 1.3.13 |
A1 | Kombiinstrument | N10/2 | Steuergerät SAM mit Sicherungs- und Relaismodul Fond | S93/6s2 | Taste Pannendienst | ||
A2 | Radio (mit CODE 522 (Radio Audio 20) (ab 2.3.15)) | N30/4 | Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm (außer Typ 212.095 und außer CODE 233 (DISTRONIC PLUS)) | S111s3 | Taste Telefongesprächsannahme und -ende | ||
A2/5 | Antennenweiche Global Positioning System (mit CODE 512 (COMAND APS inkl. DVD-Wechsler) oder CODE 527 (COMAND APS mit Single DVD Laufwerk (mit Navigation)) oder Fahrzeuge ab 2.3.15) | N30/6 | Steuergerät rekuperatives Bremssystem (Typ 212.095) | CAN A | Telematik-CAN | ||
A2/52 | Antenne Notrufsystem | N30/7 | Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm Premium (mit CODE 233 (DISTRONIC PLUS)) | CAN B | Innenraum-CAN | ||
A28/11 | Kombiantenne | N40/3 | Steuergerät Verstärker Soundsystem (mit CODE 810 (Sound-System) oder CODE 811 (Advanced Sound-System)) | CAN D | Diagnose-CAN | ||
A40/3 | Steuereinheit COMAND (mit CODE 512 (COMAND APS inkl. DVD-Wechsler), CODE 527 (COMAND APS mit Single DVD Laufwerk (mit Navigation)) oder CODE 531 (COMAND APS) (ab 2.3.15)) | N73 | Steuergerät elektronisches Zündschloss | CAN E1 | Fahrwerk-CAN 1 | ||
A40/8 | Audio-/COMAND-Display | N80 | Steuergerät Mantelrohrmodul | CAN E2 | Fahrwerk-CAN 2 | ||
A67b1 | Mikrofon Freisprecheinrichtung | N123/4 | Steuergerät Notrufsystem | LIN E1 | Lenkungs-LIN | ||
H4/27 | Lautsprecher Instrumententafel Mitte | N135 | Lenkradelektronik | LVDS | Low Voltage Differential Signal | ||
N2/10 | Steuergerät Supplemental Restraint System | S93/3 | Taste Notrufsystem | MOST | Media Oriented System Transport | ||
N10/1 | Steuergerät SAM mit Sicherungs- und Relaismodul vorn | S93/6s1 | Taste MB-Info |
P82.95-3002-79
Dargestellt Typ 212 bis 28.2.13 |
A1 | Kombiinstrument | N10/2 | Steuergerät SAM mit Sicherungs- und Relaismodul Fond | S93/6s1 | Taste MB-Info | ||
A2/5 | Antennenweiche Global Positioning System (mit CODE 512 (COMAND APS inkl. DVD-Wechsler) oder CODE 527 (COMAND APS mit Single DVD Laufwerk (mit Navigation))) | N30/4 | Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm (außer Typ 212.095 und außer CODE 233 (DISTRONIC PLUS)) | S93/6s2 | Taste Pannendienst | ||
A2/52 | Antenne Notrufsystem | N30/6 | Steuergerät rekuperatives Bremssystem (Typ 212.095) | S111s3 | Taste Telefongesprächsannahme und -ende | ||
A28/11 | Kombiantenne | N30/7 | Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm Premium (mit CODE 233 (DISTRONIC PLUS)) | CAN A | Telematik-CAN | ||
A40/3 | Steuereinheit COMAND | N40/3 | Steuergerät Verstärker Soundsystem (mit CODE 810 (Sound-System) oder CODE 811 (Advanced Sound-System)) | CAN B | Innenraum-CAN | ||
A40/8 | Audio-/COMAND-Display | N73 | Steuergerät elektronisches Zündschloss | CAN D | Diagnose-CAN | ||
A67b1 | Mikrofon Freisprecheinrichtung | N80 | Steuergerät Mantelrohrmodul | CAN E | Fahrwerk-CAN | ||
H4/27 | Lautsprecher Instrumententafel Mitte | N123/4 | Steuergerät Notrufsystem | LIN E1 | Lenkungs-LIN | ||
N2/10 | Steuergerät Supplemental Restraint System | N135 | Lenkradelektronik | LVDS | Low Voltage Differential Signal | ||
N10/1 | Steuergerät SAM mit Sicherungs- und Relaismodul vorn | S93/3 | Taste Notrufsystem | MOST | Media Oriented System Transport |
Funktionsvoraussetzungen Notrufsystem allgemein
Klemme 30
Transportmodus nicht aktiv
Jeder fahrzeugnahe Dienst ist separat autorisiert.
Das Kommunikationsmodul des Steuergeräts Notrufsystem ist mit der Rufnummer des entsprechenden Diensteanbieters konfiguriert.
Der Fahrzeughalter ist in der Dienstzentrale registriert und autorisiert.
Notrufsystem allgemein
Mit dem Steuergerät Notrufsystem werden die folgenden fahrzeugnahen Dienste realisiert:
Autorisierung ("Provisioning")
Notruf manuell oder automatisch
MB-Info-Ruf
Pannendienst
Benachrichtigung bei Einbruch- und Diebstahlwarnung ("Anti Theft Notification")
Fahrzeugauffindung ("Tracking")
Fahrzeug-Fernentriegelung
Fahrzeug-Fernverriegelung
Ferndiagnose ("Remote Diagnosis")
Übertragen der Fahrzeugposition ("Vehicle Locator")
Benachrichtigung bei Überschreiten einer bestimmten Geschwindigkeit ("Speed Alert")
Benachrichtigung bei Erreichen oder Verlassen eines bestimmten Gebiets ("Geo Fencing")
Übertragen von Informationen (z. B. Kartendaten) zum Fahrzeug ("Remote Information Feed")
Übertragen von Updates zum Fahrzeug ("Remote Update")
Optische und akustische Fahrzeugerkennung ("Flash Lights and Sound Horn")
Internetverbindung (mit CODE 512 (COMAND APS inkl. DVD-Wechsler) oder CODE 527 (COMAND APS mit Single DVD Laufwerk (mit Navigation)) oder Fahrzeuge ab 2.3.15)
Das Steuergerät Notrufsystem wird nicht für das normale Telefonieren eingesetzt.
Die Funktion Notrufsystem setzt sich zunächst aus den folgenden Teilfunktionen zusammen:
Selbsttest
Anzeige des Status Notrufsystem
Auswahl der Telefonantenne
Sprachverbindung zwischen Fahrzeug und Dienstzentrale
Standortbestimmung
Daten vom Steuergerät Supplemental Restraint System
Manueller oder automatischer Notruf
Informationen zur Priorisierung der Dienste erhalten Sie am Ende dieses Dokuments.
Die weiteren Teilfunktionen sind in separaten Dokumenten beschrieben:
Weitere Telematikdienste Funktion
Internetverbindung Funktion
Die Internetverbindung wird nicht über das Steuergerät Notrufsystem gesteuert, sondern über das Audiogerät.
Selbsttest
Erhält das Steuergerät Notrufsystem vom Steuergerät elektronisches Zündschloss die Botschaft "Klemme 15R", führt das Steuergerät Notrufsystem einen Selbsttest durch (ca. 8 bis 10 s). Die Leuchtdioden der Taste Notrufsystem, der Taste MB-Info und der Taste Pannendienst leuchten für ca. 10 s.
Das Steuergerät Notrufsystem erhält die Botschaft "Klemme 15R" auf folgendem Weg vom Steuergerät elektronisches Zündschloss:
Innenraum-CAN
Steuergerät SAM mit Sicherungs- und Relaismodul vorn
Diagnose-CAN
Nach erfolgreichem Selbsttest ist das Notrufsystem betriebsbereit und die Leuchtdioden erlöschen.
Bei einem Fehler erscheint je nach Fehlerart eine Fehlermeldung im Kombiinstrument, zusätzlich werden die Leuchtdioden der Taste Notrufsystem, der Taste MB-Info und der Taste Pannendienst permanent angesteuert. Der Fehler wird je nach Fehlerart auch im Fehlerspeicher des Steuergeräts Notrufsystem abgelegt.
Anzeige des Status Notrufsystem
Der Status des Notrufsystems wird auf folgende Arten angezeigt:
Anzeige des Status durch Leuchtdioden
Anzeige des Status im Kombiinstrument
Anzeige des Status auf dem Audio-/COMAND-Display
Bei einigen Diensten erfolgt keine systemspezifische Statusanzeige im Fahrzeug.
Anzeige des Status durch Leuchtdioden
Die Leuchtdioden der Taste Notrufsystem, der Taste MB-Info und der Taste Pannendienst dienen zur Anzeige folgender Status:
Selbsttest des Notrufsystems, Leuchtdioden leuchten für ca. 10 s
Aktiver Dienst, jeweilige Leuchtdiode blinkt
Fehler im Notrufsystem, Leuchtdioden leuchten permanent
Systembereitschaft des Notrufsystems, Leuchtdioden sind aus
Das Steuergerät Notrufsystem steuert die Leuchtdioden der Taste Notrufsystem, der Taste MB-Info und der Taste Pannendienst an.
Anzeige des Status im Kombiinstrument
Der Status des Notrufsystems wird bei einem aktiven Dienst oder einem Fehler im Notrufsystem durch eine Textmeldung im Kombiinstrument angezeigt. Das Steuergerät Notrufsystem sendet die Meldung über folgenden Weg zum Kombiinstrument:
Diagnose-CAN
Steuergerät SAM mit Sicherungs- und Relaismodul vorn
Innenraum-CAN
Anzeige des Status auf dem Audio-/COMAND-Display
Ein aktiver Dienst des Notrufsystems wird durch eine Textmeldung oder ein Pop-up-Fenster (mit Bestätigungsaufforderung) auf dem Audio-/COMAND-Display angezeigt. Die Anzeige der Meldung oder des Pop-up-Fensters auf dem Audio-/COMAND-Display erfolgt durch das Steuergerät Notrufsystem über folgenden Weg:
Diagnose-CAN
Steuergerät SAM mit Sicherungs- und Relaismodul vorn
Innenraum-CAN
Audiogerät
LVDS-Leitung
Zusätzliche Funktionsvoraussetzung Auswahl der Telefonantenne
Defekt der Kombiantenne oder unzureichender Empfang
Auswahl der Telefonantenne
Im Normalfall sendet und empfängt das im Steuergerät Notrufsystem integrierte Kommunikationsmodul alle Mobilfunksignale über die Kombiantenne. Bei unzureichendem Empfang oder einem Defekt der Kombiantenne sendet und empfängt das im Steuergerät Notrufsystem integrierte Kommunikationsmodul die Mobilfunksignale automatisch über die Antenne Notrufsystem.
Das Steuergerät Notrufsystem überwacht die Kombiantenne über eine direkte Leitung und erkennt den Ausfall oder einen unzureichenden Empfang. Das Steuergerät Notrufsystem sendet oder empfängt daraufhin automatisch die Mobilfunksignale der jeweiligen fahrzeugnahen Dienste über eine direkte Leitung und die Antenne Notrufsystem.
Zusätzliche Funktionsvoraussetzungen Sprachverbindung zwischen Fahrzeug und Dienstzentrale
Einer der folgenden fahrzeugnahen Dienste ist ausgelöst: manueller oder automatischer Notruf, MB-Info-Ruf, Pannendienst, Fahrzeugauffindung.
Sprachverbindung zwischen Fahrzeug und Dienstzentrale
Unabhängig von der Art des ausgelösten fahrzeugnahen Dienstes (z. B. MB-Info-Ruf) wird eine Sprachverbindung zur Dienstzentrale aufgebaut. Nach Rückmeldung der Dienstzentrale mittels eines speziellen Tons wird eine SMS-Botschaft (Short Message Service) an die Dienstzentrale gesendet. Diese SMS enthält die Fahrzeugposition, Kunden- und Fahrzeugidentifizierungsdaten sowie weitere Fahrzeugdaten ("Initial Summary"). Anschließend kann der Fahrer über die noch bestehende Sprachverbindung mit einem Kundenbetreuer sprechen.
Für die Spracheingabe wird das Mikrofon Freisprecheinrichtung verwendet, das im Innenspiegel (A67) integriert ist. Die Signale des Mikrofons Freisprecheinrichtung werden über eine direkte Leitung zum Audiogerät geleitet. Im Audiogerät werden die Signale des Mikrofons Freisprecheinrichtung nur durchgeschleift und zu dem im Steuergerät Notrufsystem integrierten Kommunikationsmodul weitergeleitet. Anschließend sendet das im Steuergerät Notrufsystem integrierte Kommunikationsmodul die Signale des Mikrofons Freisprecheinrichtung an die Dienstzentrale.
Das Kommunikationsmodul des Steuergeräts Notrufsystem sendet und empfängt die Mobilfunksignale über die Kombiantenne.
Bei einem Ausfall der Kombiantenne (z. B. Defekt durch Überschlag) sendet und empfängt das im Steuergerät Notrufsystem integrierte Kommunikationsmodul die Mobilfunksignale automatisch über die Antenne Notrufsystem.
Der Aufbau einer Sprachverbindung zur Dienstzentrale wird nach mehreren erfolglosen Anwahlversuchen durch das im Steuergerät Notrufsystem integrierte Kommunikationsmodul abgebrochen und eine entsprechende Meldung wird im Kombiinstrument sowie auf dem Audio-/COMAND-Display angezeigt.
Für die Sprachausgabe wird der Lautsprecher Instrumententafel Mitte vom Steuergerät Notrufsystem angesteuert. Für alle anderen Anwendungen (z. B. Audiobetrieb) wird die Lautsprecheranlage stummgeschaltet, durch ein Mute-Signal vom Steuergerät Notrufsystem über eine direkte Leitung zum Steuergerät Verstärker Soundsystem (mit CODE 810 (Sound-System) oder CODE 811 (Advanced Sound-System)) oder zum Audiogerät (außer CODE 810 (Sound-System) oder CODE 811 (Advanced Sound-System)). Das Beenden der Sprachverbindung erfolgt im Normalfall durch die Dienstzentrale oder den Fahrer.
Bei einem Notruf kann die Sprachverbindung nur durch die Dienstzentrale beendet werden oder durch Drücken der Taste Telefongesprächsannahme und -ende im Teilfeld "Auflegen" für mindestens 15 s.
Ab 1.3.13 erhält das Steuergerät Notrufsystem das Signal der Taste Telefongesprächsannahme und -ende auf folgendem Weg:
Lenkradelektronik
Lenkungs-LIN
Steuergerät Mantelrohrmodul
Fahrwerk-CAN 1
Steuergerät SAM mit Sicherungs- und Relaismodul vorn
Fahrwerk-CAN 2
Kombiinstrument
Innenraum-CAN
Steuergerät SAM mit Sicherungs- und Relaismodul vorn
Diagnose-CAN
Bis 28.2.13 erhält das Steuergerät Notrufsystem das Signal der Taste Telefongesprächsannahme und -ende auf folgendem Weg:
Lenkradelektronik
Lenkungs-LIN
Steuergerät Mantelrohrmodul
Fahrwerk-CAN
Kombiinstrument
Innenraum-CAN
Steuergerät SAM mit Sicherungs- und Relaismodul vorn
Diagnose-CAN
Standortbestimmung
Zur Standortbestimmung verwendet das Steuergerät Notrufsystem das satellitengestützte Ortungssystem Global Positioning System (GPS). GPS steht weltweit zur Verfügung. Die GPS-Ortung ist nach einem Fahrzeugtransport (z. B. Zug-, Fähr- und Abschleppfahrten) unersetzlich. Eine GPS-Neuortung (bei Erstinbetriebnahme des Steuergeräts Notrufsystem oder nach Unterbrechung des Satellitenempfangs) kann mehrere Minuten dauern.
Die Basis-Standortbestimmung läuft parallel zur GPS-Standortbestimmung ab.
Die Funktion Standortbestimmung setzt sich aus folgenden Teilfunktionen zusammen:
GPS-Standortbestimmung
Basis-Standortbestimmung
Zusätzliche Funktionsvoraussetzung GPS-Standortbestimmung
Klemme 15R EIN oder Auslösen eines autorisierten Dienstes
GPS-Standortbestimmung
Der im Steuergerät Notrufsystem integrierte GPS-Empfänger erhält die GPS-Signale entweder direkt von der Kombiantenne oder bei folgenden Fahrzeugen über die Antennenweiche Global Positioning System:
Mit CODE 512 (COMAND APS inkl. DVD-Wechsler)
Mit CODE 527 (COMAND APS mit Single DVD Laufwerk (mit Navigation))
Fahrzeuge ab 2.3.15
Aus den GPS-Signalen berechnet nun das Steuergerät Notrufsystem die aktuelle Position des Fahrzeugs (Empfänger). Darüber hinaus wird mithilfe der Abfolge der mit GPS berechneten Standorte die Fahrtrichtung des Fahrzeugs ermittelt.
Zusätzliche Funktionsvoraussetzung Basis-Standortbestimmung
Klemme 15R EIN
Basis-Standortbestimmung
Zur Basis-Standortbestimmung benötigt das Steuergerät Notrufsystem Raddrehzahl- und Gierratensignale von einem der folgenden Bauteile:
Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm (außer CODE 233 (DISTRONIC PLUS) und außer Typ 212.095)
Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm Premium (mit CODE 233 (DISTRONIC PLUS))
Steuergerät rekuperatives Bremssystem (Typ 212.095)
Ortungsfehler bei der Standortbestimmung: Rückwärtsrollen bei "Klemme 15 AUS" (Zündung ausgeschaltet) oder ein Transport des Fahrzeugs verfälschen die Basis-Standortbestimmung. Die Abweichung wird von dem im Steuergerät Notrufsystem integrierten Navigationsrechner bei Empfang von GPS-Daten in beiden Fällen automatisch korrigiert.
Das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm, das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm Premium oder das Steuergerät rekuperatives Bremssystem sendet die Signale auf folgendem Weg an das Steuergerät Notrufsystem:
Fahrwerk-CAN (bis 28.2.13) oder Fahrwerk-CAN 1 (ab 1.3.13)
Steuergerät SAM mit Sicherungs- und Relaismodul vorn
Diagnose-CAN
Anschließend wird im Steuergerät Notrufsystem die momentane Fahrzeugposition (Längengrad und Breitengrad) berechnet.
Zusätzliche Funktionsvoraussetzung Daten vom Steuergerät Supplemental Restraint System
Klemme 15R EIN
Daten vom Steuergerät Supplemental Restraint System
Bei einem Unfall mit Airbagauslösung wird sofort ein automatischer Notruf (E-Call) abgesetzt. Dabei spielt die Schwere des erkannten Unfalls keine Rolle.
Das Steuergerät Notrufsystem erhält die Crash-Informationen über eine direkte Leitung als digitales Crash-Signal vom Steuergerät Supplemental Restraint System.
Zusätzlich (redundant) erhält das Steuergerät Notrufsystem vom Steuergerät Supplemental Restraint System die Crash-Informationen, inkl. Crash-Level, über folgenden Weg:
Fahrwerk-CAN (bis 28.2.13) oder Fahrwerk-CAN 1 (ab 1.3.13)
Steuergerät SAM mit Sicherungs- und Relaismodul vorn
Diagnose-CAN
Das Steuergerät Supplemental Restraint System sendet über denselben Weg wie die Crash-Informationen inkl. Crash-Level alle 500 ms ein "LIFE"-Signal ("Lebenszeichen" des Steuergeräts Sicherheits-Rückhalte-System). Damit wird die Kommunikation mit dem Steuergerät Supplemental Restraint System und die ordnungsgemäße Funktion der Crash-Erkennung permanent vom Steuergerät Notrufsystem überwacht.
Manueller oder automatischer Notruf
Befindet sich der Fahrer in einem entlegenen Gebiet in einer Notsituation, kann ein Mitarbeiter der Dienstzentrale sich mithilfe der vom Steuergerät Notrufsystem erhaltenen Daten (Sprachverbindung und SMS) einen Überblick über den Zustand im Inneren des Fahrzeugs verschaffen und entsprechende Hilfsmaßnahmen einleiten. Ein Notruf kann manuell oder automatisch ausgelöst werden. Ziel dieser Notrufe sind folgende Punkte:
Automatische Alarmierung der Rettungsdienste nach Unfall
Alarmierung der Rettungskräfte auf Knopfdruck (eigene Notsituation, beobachteter Unfall)
Verkürzen der Rettungszeiten durch schnelle Notmeldung mit Angabe des exakten Einsatzorts
Die Funktion Notruf setzt sich aus den folgenden Teilfunktionen zusammen:
Auslösen eines manuellen Notrufs
Auslösen eines automatischen Notrufs
Übertragen der Notrufdaten und Kommunikation mit der Dienstzentrale
Zusätzliche Funktionsvoraussetzung Auslösen eines manuellen Notrufs
Kein höher priorisierter fahrzeugnaher Dienst (automatischer Notruf) ist aktiv.
Auslösen eines manuellen Notrufs
Durch Betätigen der mit dem Aufdruck "SOS" versehenen Taste Notrufsystem wird der manuelle Notruf ausgelöst. Die Taste Notrufsystem ist mit einer Sicherungsklappe abgedeckt. Durch Antippen der Sicherungsklappe wird diese entriegelt und öffnet sich mithilfe eines Federmechanismus selbstständig.
Das Steuergerät Notrufsystem liest die Signale der Taste Notrufsystem über eine direkte Leitung ein.
Auslösen eines automatischen Notrufs
Das Steuergerät Notrufsystem erhält ein Crash-Signal vom Steuergerät Supplemental Restraint System über eine direkte Leitung.
Gleichzeitig empfängt das Steuergerät Notrufsystem das Crash-Signal (redundant) und den Crash-Level über folgenden Weg vom Steuergerät Supplemental Restraint System:
Fahrwerk-CAN (bis 28.2.13) oder Fahrwerk-CAN 1 (ab 1.3.13)
Steuergerät SAM mit Sicherungs- und Relaismodul vorn
Diagnose-CAN
Übertragen der Notrufdaten und Kommunikation mit der Dienstzentrale
Nach Auslösen eines manuellen oder automatischen Notrufs baut das Steuergerät Notrufsystem eine Sprachverbindung zur Dienstzentrale auf. Nach der Rückmeldung der Dienstzentrale mittels eines speziellen Tons sendet das Steuergerät Notrufsystem über das integrierte Kommunikationsmodul automatisch eine SMS mit folgenden Daten an die Dienstzentrale:
Fahrzeugposition, Fahrtrichtung und Historie
Fahrzeugdaten und Crash-Informationen
Das im Steuergerät Notrufsystem integrierte Kommunikationsmodul sendet und empfängt die Mobilfunksignale auf direktem Weg von der Kombiantenne.
Bei einem manuellen oder automatischen Notruf werden andere fahrzeugnahe Dienste (z. B. MB-Info-Ruf) unterbrochen.
Bei einem Ausfall der Kombiantenne oder bei unzureichendem Empfang sendet und empfängt das Steuergerät Notrufsystem die Mobilfunksignale automatisch über die Antenne Notrufsystem.
Kommt bei einer Auslösung des automatischen Notrufs keine Verbindung mit der Dienstzentrale zu Stande, so wird automatisch eine Sprachverbindung mit einer Notrufnummer aufgebaut und die aufgeführten Daten müssen mündlich übermittelt werden.
TYP 212 ab 02.03.15
ab Modell-J. 2016
mit CODE 348 (Notruf-/Assistentsystem)
TYP 212 bis 01.03.15
bis Modell-J. 2016
mit CODE 348 (Notruf-/Assistentsystem)
mit CODE 512 (COMAND APS inkl. DVD-Wechsler)
TYP 212 bis 01.03.15
bis Modell-J. 2016
mit CODE 348 (Notruf-/Assistentsystem)
mit CODE 527 (COMAND APS mit Single DVD Laufwerk (mit Navigation))
Bei einem manuellen oder automatischen Notruf kann die Dienstzentrale bei Bedarf Kartendaten zum Fahrzeug übertragen. Die Daten werden dem Navigationsmodul des Audiogeräts zur Verfügung gestellt. Die Übertragung der Daten zum Audiogerät ist im Dokument "Weitere Telematikdienste" beschrieben.
Priorisierung
Das Steuergerät Notrufsystem kann eine Sprach- oder Datenverbindung und parallel eine SMS-Verbindung verwalten. Die Datenverbindung kann durch das zeitversetzte Übertragen von Datenpaketen von mehreren Diensten parallel genutzt werden. Das Prioritätenmanagement beruht auf folgenden Grundsätzen:
SMS-fähige Dienste werden bei Aktivierung eines der vier Dienste mit der höchsten Priorität per SMS ausgeführt und die weiteren Verbindungsressourcen für den priorisierten Dienst frei gegeben.
Nicht SMS-fähige Dienste oder eine Internetverbindung werden bei Aktivierung eines der vier Dienste mit der höchsten Priorität beendet und die Verbindungsressourcen für den priorisierten Dienst frei gegeben.
Die Datenermittlung für die Ferndiagnose verfügt über einen eigenen Datenkanal und kann zusätzlich zu jedem anderen Dienst durchgeführt werden.
Die vier Dienste mit der höchsten Priorität werden ausgeführt, wenn kein höher priorisierter Dienst aktiv ist.
SMS-fähige Dienste sind:
Fahrzeugauffindung ("Tracking")
Fahrzeug-Fernentriegelung
Fahrzeug-Fernverriegelung
Benachrichtigung bei Überschreiten einer bestimmten Geschwindigkeit ("Speed Alert")
Benachrichtigung bei Erreichen oder Verlassen eines bestimmten Gebiets ("Geo Fencing")
Optische und akustische Fahrzeugerkennung ("Flash Lights and Sound Horn")
In der folgenden Tabelle sind die vier Dienste mit der höchsten Priorität aufgeführt.
Priorität | Dienst |
1 | Automatischer Notruf |
2 | Manueller Notruf |
3 | Pannendienst |
4 | MB-Info |
Funktionsschema Elektrik Anzeige des Status Notrufsystem Funktion | |||
Funktionsschema Elektrik Manueller oder automatischer Notruf Funktion | |||
Funktionsschema Elektrik Sprachverbindung zwischen Fahrzeug und Dienstzentrale Funktion | |||
Funktionsschema Elektrik Standortbestimmung Funktion | |||
Weitere Telematikdienste Funktion | Fahrzeugauffindung und Benachrichtigung bei Einbruch- und Diebstahlwarnung, Pannendienst, MB-Info, Fahrzeug-Fernentriegelung, Fahrzeug-Fernverriegelung, Ferndiagnose, Übertragen der Fahrzeugposition, Benachrichtigung bei Überschreiten einer bestimmten Geschwindigkeit, Benachrichtigung bei Erreichen oder Verlassen eines bestimmten Gebiets, Übertragen von Informationen (z. B. Navigationsdaten) zum Fahrzeug, Übertragen von Updates zum Fahrzeug, Optische und akustische Fahrzeugerkennung | ||
Übersicht Systembauteile Telematik |
Referenzierte Dokumente
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