gf5430p3048rf

Head-up-Display Funktion

Typ gf · Thema 54.30 · Version 0105 · 2019-08-14

Gültig für: Typ 205, 253 mit Code 463 (Frontsichtanzeige (Head-Up-Display))

Einordnung

Funktionsgruppe 2 Fahrwerk › 54 Elektrische Anlage, Ausrüstung und Instrumente › 54.30 Kombi-Instrument, Anzeige-Instrumente, Warneinrichtungen — Baureihe 205 · Baureihe 253

GF54.30-P-3048RF

Head-up-Display Funktion

14.08.2019

Typ

205, 253

mit Code 463 (Frontsichtanzeige (Head-Up-Display))

Funktionsvoraussetzung allgemein

Klemme 15 Ein

Das Steuergerät elektronisches Zündschloss (N73) sendet den Klemmenstatus Klemme 15 über Benutzerschnittstelle-CAN (CAN HMI) an das Head-up-Display (A40/12).

Head-up-Display allgemein

Über das Head-up-Display werden fahrrelevante Informationen (z. B. Geschwindigkeit, Navigationshinweise) über die Frontscheibe in das Sichtfeld des Fahrers projiziert. Es werden ausschließlich Informationen redundant zum Kombiinstrument (A1) dargestellt.

Der Betrachter sieht die Anzeige knapp über der Motorhaube des Fahrzeugs in der Ebene der Motorhauben-Vorderkante schweben. Der Kopf des Fahrers muss sich hierfür in einem klar definierten Bereich befinden ("Headmotionbox"). Die Position der "Headmotionbox" kann durch einen Verstellmechanismus innerhalb der Head-up-Display-Komponente vertikal an unterschiedlich große Fahrer angepasst werden. Durch den großen Abstand der Informationen zum Auge des Fahrers (ca. s = 2 m) sind die dargestellten Inhalte für den Fahrer ermüdungsarm und komfortabel ablesbar.

Typ 205, 253
mit Code 357 (Kartennavigation)
mit Code 463 (Frontsichtanzeige (Head-Up-Display))
Typ 205, 253
mit Code 463 (Frontsichtanzeige (Head-Up-Display))
mit Code 531 (COMAND APS)
Das Head-up-Display projiziert unabhängig von der Anzeige im Kombiinstrument fortlaufend Navigationsinformationen. Hierfür sendet die Headunit (A26/17) entsprechende Daten über Benutzerschnittstelle-CAN an das Head-up-Display.

Die Funktion Head-up-Display umfasst folgende Teilfunktionen:

Funktionsablauf Ein-/Ausschalten

Funktionsablauf Einstellungen

Funktionsablauf automatische Helligkeitsregelung

Funktionsablauf Memory-Funktion (mit Code 275 (Memory-Paket))

Funktionsablauf Ein-/Ausschalten

Durch Betätigen der Taste Head-up-Display (S6/1s6) in der Tastengruppe Instrumententafel Fahrerseite (S6/1) kann das Head-up-Display ein- oder ausgeschaltet werden.

Das Steuergerät SAM vorn (N10/6) liest den Status der Taste Head-up-Display über Instrumententafel-LIN (LIN 1) ein und sendet diesen über Innenraum-CAN (CAN B), Steuergerät elektronisches Zündschloss und Benutzerschnittstelle-CAN an das Kombiinstrument. Das Kombiinstrument aktiviert das Head-up-Display über Benutzerschnittstelle-CAN, berechnet die Bildinformationen, die angezeigt werden sollen, und sendet diese über die HSVL-Leitung (High-Speed-Video-Link) an das Head-up-Display.

Durch erneutes Betätigen der Taste Head-up-Display wird das Head-up-Display ausgeschaltet.

Bei Typ 205 ab 01.06.2018, bei Typ 253 (außer Typ 253.99) ab 01.06.2019 und bei Typ 253.99 kann das Head-up-Display zusätzlich auch per Spracheingabe ein- oder ausgeschaltet werden.

Die Sprachbefehle werden über das Mikrofon Freisprecheinrichtung Fahrer (B25/20) empfangen und von der Headunit direkt eingelesen und ausgewertet. Die Headunit sendet die entsprechenden Signale über Benutzerschnittstelle-CAN an das Kombiinstrument. Das Kombiinstrument aktiviert das Head-up-Display über Benutzerschnittstelle-CAN, berechnet die Bildinformationen, die angezeigt werden sollen, und sendet diese über die HSVL-Leitung an das Head-up-Display.

Zur Kompensation von Maßtoleranzen enthält das Kombiinstrument eine so genannte "Warping Engine" (Bildbearbeitung), um Bildinformationen künstlich vorzuentzerren. Dadurch entsteht im Fahrersichtfeld ein entzerrtes, gerades Bild. Das Head-up-Display wird mit einer eigenen "Warping Matrix" ausgeliefert, die in das Kombiinstrument übertragen werden muss.
Beim Austausch des Kombiinstruments oder des Head-up-Displays muss die "Warping Matrix" in das Kombiinstrument übertragen werden. Beim Austausch der Frontscheibe muss das Head-up-Display über das "Werkstattmenü" im Kombiinstrument oder an einem Prüfstand neu kalibriert werden.

Funktionsablauf Einstellungen

Im Kombiinstrument können über das Untermenü "Head up Display" im Menü "Einstellungen" individuelle Einstellungen des Head-up-Displays hinsichtlich des Funktionsumfangs, der Helligkeit (relativer Wert) und der Spiegelneigung (relativer Wert) vorgenommen werden.

Die Bedienung erfolgt über die Tastengruppe Multifunktionslenkrad Kombiinstrument (S163/1) (Typ 205 ab 01.06.2018, Typ 253 (außer Typ 253.99) ab 01.06.2019 oder Typ 253.99) oder die Tastengruppe Multifunktionslenkrad links (S110) (Typ 205 bis 31.05.2018 oder Typ 253 (außer Typ 253.99) bis 31.05.2019). Die Lenkradelektronik (N135) liest die Bedieneingriffe an den Tastengruppen Multifunktionslenkrad direkt ein und sendet diese über Lenkrad-CAN (CAN LR) (Typ 205 ab 01.06.2018, Typ 253 (außer Typ 253.99) ab 01.06.2019 oder Typ 253.99) oder über Lenkungs-LIN (LIN E1) (Typ 205 bis 31.05.2018 oder Typ 253 (außer Typ 253.99) bis 31.05.2019) an das Steuergerät Mantelrohrmodul (N80). Das Steuergerät Mantelrohrmodul sendet die Signale der Tasten an den Tastengruppen Multifunktionslenkrad über Fahrwerk-FlexRay (Flex E), Steuergerät elektronisches Zündschloss und Benutzerschnittstelle-CAN an das Kombiinstrument. Das Kombiinstrument wertet diese Signale aus und sendet entsprechende Anforderungen über Benutzerschnittstelle-CAN an das Head-up-Display.

Funktionsablauf automatische Helligkeitsregelung

Die Helligkeit des Head-up-Displays wird automatisch an die Umgebungshelligkeit angepasst. Dadurch ist die Ablesbarkeit sowohl bei Nacht als auch am Tag gewährleistet.

Der Lichtsensor Head-up-Display (B38/2b4) im Regen- und Lichtsensor mit Zusatzfunktionen (B38/2) erfasst die aktuelle Fahrbahnhelligkeit. Der Regen- und Lichtsensor mit Zusatzfunktionen liest die Signale des Lichtsensors Head-up-Display direkt ein und sendet diese über Regen- und Lichtsensor-LIN (LIN B16), Steuergerät SAM vorn, Innenraum-CAN, Steuergerät elektronisches Zündschloss und Benutzerschnittstelle-CAN an das Head-up-Display. Basierend auf diesen Daten passt das Head-up-Display seine Helligkeit dynamisch an die jeweilige Situation an.

Bei ungünstigem Sonnenstand (Sonne flach über dem Horizont direkt vor dem Fahrzeug) kann es dazu kommen, dass die Anzeige nicht mehr lesbar ist. Auch bei nassen Fahrbahnoberflächen kann der Hintergrund des Head-up-Displays so hell werden, dass die Anzeige kaum sichtbar ist.

Funktionsablauf Memory-Funktion (mit Code 275 (Memory-Paket))

Die Position der "Headmotionbox" kann gemeinsam mit der Sitzposition des Fahrers gespeichert und abgerufen werden. Die Anforderung zum Speichern oder Einnehmen der Memoryposition sendet das Steuergerät Fahrersitz (N32/1) über Innenraum-CAN, Steuergerät elektronisches Zündschloss und Benutzerschnittstelle-CAN an das Head-up-Display.

Funktionsschema Elektrik Head-up-Display

PE54.30-P-2065-97FBA

Übersicht Systembauteile Kombiinstrument (KI) Bauteilbeschreibung

GF54.30-P-9996RF

Referenzierte Dokumente