GF54.21-P-4170RT | Steuergerät Zentrales Gateway Bauteilbeschreibung | 19.3.08 |
TYP 251.1 /0 bis Modell-J. 08 /AEJ 07
P54.21-2569-01
N93 Steuergerät Zentrales Gateway
Anordnung
Das Steuergerät Zentrales Gateway ist im Fahrerfußraum in Fahrtrichtung links montiert.
Aufgabe
Gateway zwischen:
- CAN-B
- CAN-C
- CAN-D
Variantencodierung; bei vernetzten Steuergeräten versendet das Steuergerät Zentrales Gateway Informationen (z. B. Baureihe und Ländervariante) über CAN-B, CAN-C und CAN-D an die entsprechenden Steuergeräte.
Router zwischen CAN-B und CAN-D
Router zwischen CAN-C und CAN-D
Diagnose zwischen CAN-C und CAN-D
Diagnose zwischen CAN-B und CAN-D
Datencontainer
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Im Fahrzeug sind drei CAN-Busse verbaut, die über das Steuergerät Zentrales Gateway verbunden sind:
Control Area Network-Bus Klasse B (Innenraum) (CAN-B) 83,3 kbit/s
Control Area Network-Bus Klasse C (Motorraum) (CAN-C) 500 kbit/s
Control Area Network-Bus Klasse D (Diagnose) (CAN-D) 500 kbit/s
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Gateway-Funktionen
Begriffserläuterung:
DLC (Data Link Control), Längeninformation der nachfolgenden Daten
Identifier, Information für den Empfänger und Prioritätsinformation
Funktionales Gateway
Im normalen Betrieb des Fahrzeuges müssen Informationen, die auf einem CAN-Bus vorhanden sind, und auf einem anderen Bus für die Steuergerätefunktionen benötigt werden, vom Steuergerät Zentrales Gateway geroutet werden.
Diagnose-Gateway
Im Diagnose-Betrieb, d. h. wenn ein externes Testgerät angeschlossen ist, müssen die Diagnose-Request-Botschaften vom Testgerät zu den entsprechenden Steuergeräten geroutet werden. Umgekehrt müssen die Diagnose-Response-Botschaften vom Steuergerät zum Testgerät geroutet werden.
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Routing-Arten beim Funktionalen Gateway
Es werden zwei Routing-Arten unterschieden:
Routing einer gesamten CAN-Botschaft
Routing einzelner Signale (einer CAN-Botschaft)
Routing einer gesamten CAN-Botschaft
Beim Routing einer gesamten CAN-Botschaft wird die auf dem Quell-Bus empfangene Botschaft 1:1 an den Ziel-Bus gesendet. Das Routing hat, bezogen auf Quell- und Ziel-Bus, also folgende Eigenschaften:
Die Datenbytes sind gleich.
Die Zykluszeit ist gleich.
Der DLC ist in der Regel derselbe. Er kann bei der Zielbotschaft jedoch kleiner sein, als bei der Quellbotschaft.
Der Identifier ist in der Regel derselbe. Er kann auf dem Quell- und Ziel-Bus jedoch unterschiedlich sein. In der Regel wird der Identifier nicht verändert. Es kann jedoch notwendig sein, den Identifier zu ändern, um Überschneidungen auf dem Ziel-Bus zu vermeiden.
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Ist die DLC der Botschaft auf dem Ziel-Bus kleiner als der DLC der Botschaft auf dem Quell-Bus, so werden die Datenbytes ab Byte 1 bis zum Byte DLC des Ziel-Busses 1:1 kopiert.
Alle Diagnose-Botschaften besitzen eine Länge von acht Datenbytes (DLC = 8).
Routing einzelner Signale einer CAN-Botschaft
Beim Routing einzelner Signale einer CAN-Botschaft werden bestimmte Signale aus der empfangenen CAN-Botschaft des Quell-Busses extrahiert und innerhalb einer anderen CAN-Botschaft auf dem Ziel-Bus gesendet.
Ein Signal ist ein Bestandteil einer CAN-Botschaft und kann folgendermaßen aufgebaut sein:
Bit
Bitfolge
Byte
Bytefolge
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Da die Signale auf dem Quell- und Ziel-CAN in unterschiedlichen Botschaften enthalten sind, können sich auch die Zykluszeiten, mit denen die Signale gesendet werden, ändern.
Das Routing hat, bezogen auf den Quell- und Ziel-Bus, also folgende Eigenschaften:
Signale innerhalb verschiedener Botschaften
Dadurch anderer DLC und Identifier
Verschiedene Zykluszeiten
Routing-Art (Routing einer gesamten CAN-Botschaft)
Die auf dem jeweiligen CAN (CAN-B/CAN-C/CAN-D) empfangene Botschaft wird direkt nach dem Empfang auf den jeweiligen CAN gesendet.
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Verhalten bei Time-out von Empfangsbotschaften
Das Senden der Gateway-Botschaften vom CAN-D auf den CAN-B erfolgt nur dann, wenn eine Botschaft auf dem CAN-D empfangen wurde.
Wird keine Gateway-Botschaft auf dem CAN-D empfangen, wird auch keine auf dem CAN-B gesendet.
Einfluss von Klemme 15
Die funktionalen Gateway-Botschaften werden unabhängig vom Klemmenstatus auf den CAN-B gesendet. Die Steuergeräte am CAN-C senden dagegen nur bei Klemme 15 "EIN".
Die funktionalen Gateway-Botschaften werden daher nur bei Klemme 15 "EIN" auf den CAN-C gesendet.
Einfluss auf das Netzwerkmanagement
Das Routing vom CAN-B auf den CAN-D erfolgt nur bei aktivem CAN-B.
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Einfluss der globalen Variantenkodierung
(bei Sonderausstattung wenn Kommunikations-Plattform vorhanden)
Anhand der globalen Variantenkodierung, die im Steuergerät Zentrales Gateway gespeichert ist, wird erkannt, ob eine Sonderausstattung Kommunikationsplattform auf dem CAN-D vorhanden ist. Ist keine Kommunikationsplattform vorhanden, werden auf dem CAN-D keine funktionalen Gateway-Botschaften gesendet.
Sonderfall Signal Rückwärtsgang
Auf dem CAN-B wird vom Steuergerät Zentrales Gateway das Signal "Rückwärtsgang" eingelegt für alle Getriebe gesendet. Das Signal Rückwärtsgang wird durch Auswertung des Signals "Getriebewählhebelstellung" über den CAN-C gebildet.
Stimmen die Signale überein, wird das Signal "Rückwärtsgang" gesetzt. Das Signal Rückwärtsgang ist ein Sonderfall eines funktionalen Gateway-Signals.
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Datencontainer
Der Datencontainer im Steuergerät Zentrales Gateway stellt einen mobilen Datenspeicher dar.
Innerhalb des Durchlaufzyklus werden im Datencontainer Fahrzeug-, Prüfort- bzw. Steuergerät-spezifische Daten abgelegt.
In nachfolgenden Prüfungen können diese Daten zur Prüfablaufsteuerung verwendet werden. Die Gesamtgröße des Datenspeichers beträgt 128 Byte.