P47.30-2163-09
Schematische Darstellung Be- und Entlüftung Kraftstoffbehälter |
45 | Einfüllstutzen | 77 | Aktivkohlebehälter | |
58 | Dämpferbehälter | Y58/1 | Umschaltventil Regenerierung | |
75 | Kraftstoffbehälter | A | Be- und Entlüftungsleitung | |
75/1 | Betankungs-, Druckbegrenzungs- und Entlüftungsventil | B | Regenerierleitung | |
75/2 | Be- und Entlüftungsventil |
Funktionsvoraussetzungen allgemein
Motorstart vor mindestens 60 bis 80 s
Kühlmitteltemperatur > 40 °C
Motor nicht im Schubbetrieb
Motor nicht in der Lambda-Adaptionsphase
Regenerierung allgemein
Bei der Entlüftung des Kraftstoffbehälters (75) dürfen keine Kraftstoffdämpfe ins Freie gelangen. Die Kraftstoffdämpfe werden im Aktivkohlebehälter (77) gespeichert und später im Motor verbrannt.
Das Steuergerät ME (N3/10) liest zur Freigabe der Regenerierung folgende Signale ein:
Kühlmitteltemperatur
Kühlmitteltemperatur-Sensor (B11/4)
Ladelufttemperatur
Druck- und Temperatursensor vor Drosselklappe (B28/26)
Druck- und Temperatursensor nach Abgasturbolader (B28/17)
Motorlast
Druck- und Temperatursensor nach Abgasturbolader
Motordrehzahl
Hallsensor Kurbelwelle (B70)
Stickoxid- und Sauerstoffkonzentration im Abgas
Lambdasonde nach Katalysator (G3/1)
Sensorelement Lambdasonde nach Katalysator (G3/1b1)
Lambdasonde vor Katalysator (G3/2)
Sensorelement Lambdasonde vor Katalysator (G3/2b1)
Die Entlüftung des Kraftstoffbehälters (75) (Betriebsentlüftung) erfolgt über die Be- und Entlüftungsventile (75/2), die Be- und Entlüftungsleitungen (A) und den Aktivkohlebehälter (77). Dabei strömen die Kraftstoffdämpfe zum Aktivkohlebehälter (77), wo sie gespeichert und bei frei gegebener Regenerierung in den Ladeluftverteiler abgesaugt werden.
Bei laufendem Motor werden die im Aktivkohlebehälter (77) gespeicherten Kraftstoffdämpfe über das Umschaltventil Regenerierung abgesaugt und im Motor verbrannt. Zur Regelung der Regeneriermenge wird das Umschaltventil Regenerierung vom Steuergerät ME angesteuert. Durch die Regelung des Öffnungsquerschnitts des Umschaltventils Regenerierung wird die Menge der angesaugten Kraftstoffdämpfe bestimmt.
Die Leerlaufdrehzahlregelung verhindert, dass es im Leerlauf durch die Regenerierung zu Drehzahländerungen kommt. Abhängig von der Beladung des Aktivkohlebehälters (77) mit Kraftstoffdämpfen wird das Kraftstoff-Luft-Gemisch entsprechend abgemagert.
Die Regenerierung ist in die folgenden Teilfunktionen gegliedert:
Leerlauf-Regenerierung
Volllast-Regenerierung
Leerlauf-Regenerierung
Im Leerlauf werden die im Aktivkohlebehälter (77) gespeicherten Kraftstoffdämpfe durch den bestehenden Unterdruck über das Umschaltventil Regenerierung, das Rückschlagventil Teillastbetrieb und die Leerlauf-Regenerierleitung hinter die Drosselklappe abgesaugt und im Motor verbrannt.
Volllast-Regenerierung
Im Volllastbetrieb erfolgt das Absaugen der Kraftstoffdämpfe über das Rückschlagventil Volllastbetrieb und die Volllast-Regenerierleitung. Der dazu benötigte Unterdruck wird über eine Venturi-Düse erzeugt. Die Kraftstoffdämpfe werden dann über die Volllast-Regenerierleitung, den Abgasturbolader und den Ladeluftkühler an den Ladeluftverteiler weitergeleitet.
Schematische Darstellung Regenerierung |
1 | Luftfilter |
15 | Leerlauf-Regenerierleitung |
16 | Volllast-Regenerierleitung |
50 | Abgasturbolader |
71 | Rückschlagventil Leerlaufbetrieb |
71/2 | Rückschlagventil Volllastbetrieb |
74 | Venturi-Düse |
75 | Kraftstoffbehälter |
77 | Aktivkohlebehälter |
110/3 | Ladeluftkühler |
Y58/1 | Umschaltventil Regenerierung |
C | Frischluft |
D | Ladedruck |
E | Abgas |
F | Kraftstoffdämpfe |
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