Übersicht
Dieses Dokument enthält Informationen zu:
Allgemeines
Funktionsvoraussetzungen
Funktion
Allgemeines
Entweichende Kraftstoffdämpfe werden durch das Regeneriersystem zurückgehalten, gespeichert und dem Verbrennungsprozess zugeführt. Das Regeneriersystem wird in regelmäßigen Intervallen auf Lecks überprüft. Durch die regelmäßige Prüfung werden die Betriebsbereitschaft des Regeneriersystems und die Einhaltung der gesetzlichen Emissionsgrenzwerte gewährleistet. Die Dichtheitsprüfung ist eine Maßnahme zur Feststellung und Klassifizierung von Lecks.
Funktionsvoraussetzungen
Motormanagement EIN (Klemme 87M)
Verbrennungsmotor im Leerlauf
Fahrzeugstillstand
Fahrstufe D oder R eingelegt
Sperrzeit von ca. 3 min nach Motorstart abgelaufen oder Selbstanpassung der Gemischbildung erfolgt
Lambdaregelung frei gegeben
Kühlmitteltemperatur bei Verbrennungsmotorstart < 100 °C
Umgebungstemperatur zwischen 4 °C und 35 °C
Luftdruck < 780 hPa, d. h., über ca. 2500 m Höhenlage erfolgt keine Prüfung
Geringe Beladung des Aktivkohlebehälters
Kraftstoffstand im Kraftstoffbehälter mindestens 30 %
Kein Fehler am Absperrventil Aktivkohlebehälter
Kein Fehler am Füllstandssensor Kraftstoffanzeige
Kein Fehler am Umschaltventil Regenerierung
Kein Fehler im Steuergerät Kraftstoffpumpe
Batteriespannung > 11 V
Tankdeckel geschlossen
Funktion
Dichtheitsprüfung
Die Dichtheitsprüfung erfolgt in folgenden drei Stufen:
1 Grobleck ( Ø 2,5 mm)
2 Feinleck ( Ø 1,0 mm)
3 Feinstleck ( Ø0,5 mm)
Dichtheitsprüfung auf Grobleck
Bei der Dichtheitsprüfung auf Grobleck öffnet das Umschaltventil Regenerierung. Der vom Verbrennungsmotor erzeugte Unterdruck im Saugrohr gelangt zum Kraftstoffbehälter. Dadurch baut sich im Kraftstoffbehälter ein Unterdruck von ca. - 6 mbar innerhalb von 12 s auf. Im Kraftstoffbehälter befindet sich zur Druckerfassung ein Drucksensor.
Beim Erreichen des Unterdrucks von ca. - 6 mbar im Kraftstoffbehälter wird mit der Dichtheitsprüfung auf Feinleck fortgefahren.
Kommt es im Kraftstoffbehälter zu keinem Unterdruckaufbau, liegt ein Grobleck vor (z. B. Tankdeckel offen, Regenerierleitung defekt). Die Dichtheitsprüfung wird abgebrochen und der Fehler Grobleck gespeichert.
Dichtheitsprüfung auf Feinleck
Bei der Dichtheitsprüfung auf Feinleck wird erneut ein Unterdruck von ca. - 6 mbar im Kraftstoffbehälter aufgebaut und das System luftdicht verschlossen. Anschließend wird der Unterdruck für ca. 30 s vom Drucksensor im Kraftstoffbehälter gemessen. Der Druckabbau soll sich im Sollbereich von 0,3 mbar/s bis 0,5 mbar/s, abhängig vom Kraftstoffstand, bewegen.
Liegt der gemessene Druck im Sollbereich von 0,3 mbar/s bis 0,5 mbar/s, wird mit der Dichtheitsprüfung auf Feinstleck fortgefahren.
Sinkt der Unterdruck schneller als die im Sollbereich festgelegten Werte, liegt ein Feinleck vor. Die Dichtheitsprüfung wird abgebrochen und der Fehler Feinleck gespeichert.
Dichtheitsprüfung auf Feinstleck
Wenn kein Feinleck erkannt wurde, wird die Regenerierung für wenige Sekunden frei gegeben und anschließend wieder ein Unterdruck von ca. - 6 mbar aufgebaut. Bei geschlossenem System darf sich der Unterdruck nicht schneller als 0,10 mbar/s bis 0,15 mbar/s, abhängig vom Kraftstoffstand, abbauen. Sinkt der Unterdruck schneller, wird der Fehler Feinstleck gespeichert.
Erkannte Fehler werden vom Steuergerät Verbrennungsmotor gespeichert und an das Steuergerät Kombiinstrument gesendet. Im Steuergerät Kombiinstrument erscheint die Meldung Motordiagnose über die Kontrollleuchte.