P32.32-2267-79
A1 | Kombiinstrument | Y51y1 | Magnetventil 1, vorn links | |
A26/17 | Headunit | Y51y2 | Magnetventil 2, vorn links | |
A40/8 | Audio/COMAND Display | Y52 | Dämpfventileinheit Vorderachse rechts | |
A40/9 | Audio/COMAND Bedieneinheit | Y52y1 | Magnetventil 1, vorn rechts | |
B22/7 | Niveausensor hinten links | Y52y2 | Magnetventil 2, vorn rechts | |
B22/8 | Niveausensor vorn links | Y53 | Dämpfventileinheit Hinterachse links | |
B22/9 | Niveausensor vorn rechts | Y53y1 | Magnetventil 1, hinten links | |
B22/10 | Niveausensor hinten rechts | Y53y2 | Magnetventil 2, hinten links | |
N2/10 | Steuergerät Supplemental Restraint System | Y54 | Dämpfventileinheit Hinterachse rechts | |
N3/9 | Steuergerät CDI (Dieselmotor) | Y54y1 | Magnetventil 1, hinten rechts | |
N3/10 | Steuergerät ME (Benzinmotor) | Y54y2 | Magnetventil 2, hinten rechts | |
N30/4 | Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm | CAN A | Telematik-CAN | |
N51/5 | Steuergerät Adaptives Dämpfungs-System | CAN C1 | Antriebs-CAN | |
N72/4 | Unteres Bedienfeld links | CAN H | Fahrdynamik-CAN | |
N72/4s1 | Schalter DYNAMIC SELECT | CAN HMI | Benutzerschnittstelle-CAN | |
N73 | Steuergerät elektronisches Zündschloss | Flex E | Fahrwerk-FlexRay | |
N80 | Steuergerät Mantelrohrmodul | LIN A3 | UBF-LIN | |
N127 | Steuergerät Antriebsstrang | HSVL | High-Speed-Video-Link | |
Y51 | Dämpfventileinheit Vorderachse links |
Funktionsvoraussetzung allgemein
Klemme 15 Ein
Das Steuergerät elektronisches Zündschloss sendet den Klemmenstatus Klemme 15 über Fahrwerk-FlexRay an das Steuergerät Adaptives Dämpfungs-System.
Adaptives Dämpfungs-System (ADS) allgemein
Beim ADS handelt es sich um eine kontinuierliche Dämpfungsverstellung, bei der die Dämpfung radweise angepasst wird. Dadurch werden die Fahrsicherheit und der Abrollkomfort verbessert.
Die Abstimmung der Dämpfung ist von folgenden Faktoren abhängig:
Fahrweise (z. B. sportlich)
Fahrbahnbeschaffenheit (z. B. Bodenwellen)
Beladung des Fahrzeugs
Ausgewähltes Fahrprogramm (Getriebe 725)
Die Dämpfung wird je nach Fahrsituation härter oder weicher eingestellt. Registriert die Sensorik z. B. eine sportliche Fahrweise, wird die komfortable Grunddämpfung automatisch härter. Die Elektronik arbeitet stufenlos innerhalb eines weit gespreizten Dämpfungskennfelds. Die Dämpfkraft wird an jedem Rad einzeln angepasst. Somit rollt das Fahrzeug auch auf schlechter Straße sanft ab, ohne Beeinträchtigung der Fahrstabilität. Nach dem Einschalten der Zündung ist die zuletzt eingestellte Dämpfstufe aktiv.
Die Funktion ADS umfasst folgende Teilfunktionen:
Fahrprogramm auswählen
Fahrzustand erfassen
Dämpfungsverstellung
Fahrprogramm auswählen
Abhängig vom gewählten Fahrprogramm wird die Dämpfung entsprechend härter oder weicher eingestellt.
Durch Betätigen des Schalters DYNAMIC SELECT im unteren Bedienfeld links kann der Fahrer zwischen den vorkonfigurierten Fahrprogrammen oder einem Individual-Fahrprogramm wählen. Für das Fahrwerk wird je nach gewähltem Fahrprogramm eine der folgenden Einstellungen aktiviert:
Komfort
Sport
Sport Plus
Das untere Bedienfeld links sendet den Status des Schalters DYNAMIC SELECT über UBF-LIN, Audio/COMAND Bedieneinheit, Telematik-CAN, Headunit, Benutzerschnittstelle-CAN, Steuergerät elektronisches Zündschloss und Fahrwerk-FlexRay an das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm. Das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm sendet daraufhin die Anforderung für das gewählte Fahrprogramm über Fahrwerk-FlexRay an das Steuergerät Adaptives Dämpfungs-System.
Das Steuergerät Adaptives Dämpfungs-System empfängt die entsprechende Anforderung und generiert die erforderlichen Ansteuersignale für die Stellglieder.
Im Kombiinstrument wird das gewählte Fahrprogramm angezeigt. Die aktuellen Einstellungen des Fahrprogramms werden zusätzlich für eine kurze Zeit im Audio/COMAND Display angezeigt.
Das Steuergerät Adaptives Dämpfungs-System sendet Informationen zum gewählten Fahrprogramm über Fahrwerk-FlexRay, Steuergerät elektronisches Zündschloss und Benutzerschnittstelle-CAN an die Headunit und an das Kombiinstrument. Die Headunit generiert die entsprechenden Bilddaten und sendet eine Einschaltaufforderung über Telematik-CAN an das Audio/COMAND Display. Die Bilddaten werden über den High-Speed-Video-Link an das Audio/COMAND Display übertragen.
Fahrzustand erfassen
Der Fahrzustand wird durch folgende Einflussgrößen definiert:
Fahrzeugaufbaubeschleunigung (Karosseriebewegung)
Fahrzeuglängs- und -querbeschleunigung
Die Fahrzeugaufbaubeschleunigung wird von folgenden Sensoren erfasst:
Niveausensor hinten links
Niveausensor vorn links
Niveausensor vorn rechts
Niveausensor hinten rechts
Das Steuergerät Adaptives Dämpfungs-System liest die Signale der Niveausensoren direkt ein.
Zusätzlich sendet das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm Informationen zu den Raddrehzahlen, zum Bremsstatus und zum Bremsmoment über Fahrwerk-FlexRay an das Steuergerät Adaptives Dämpfungs-System. Diese Informationen werden zur Berechnung der Fahrzeuggeschwindigkeit und der Fahrzeugaufbaubeschleunigung herangezogen.
Das Steuergerät Supplemental Restraint System sendet Informationen zur Drehrate, zur Quer- und zur Längsbeschleunigung über Fahrdynamik-CAN, Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm und Fahrwerk-FlexRay an das Steuergerät Adaptives Dämpfungs-System.
Zusätzlich empfängt das Steuergerät Adaptives Dämpfungs-System folgende Informationen über Fahrwerk-FlexRay, die in die Berechnung der optimalen Dämpfstufe bzw. Dämpfkraft an jedem Stoßdämpfer mit einbezogen werden:
Karosserievariante
Das Steuergerät elektronisches Zündschloss sendet Informationen zur Karosserievariante über Fahrwerk-FlexRay an das Steuergerät Adaptives Dämpfungs-System.
Antriebsart
Das Steuergerät CDI oder das Steuergerät ME sendet Informationen zur Antriebsart über Antriebs-CAN, Steuergerät Antriebsstrang und Fahrwerk-FlexRay an das Steuergerät Adaptives Dämpfungs-System.
Lenkradwinkel und Lenkradwinkelgeschwindigkeit
Das Steuergerät Mantelrohrmodul sendet Informationen zum Lenkradwinkel und zur Lenkradwinkelgeschwindigkeit über Fahrwerk-FlexRay an das Steuergerät Adaptives Dämpfungs-System.
Kick-down-Status (Getriebe 725)
Das Steuergerät Antriebsstrang sendet Informationen zum Kick-down-Status über Fahrwerk-FlexRay an das Steuergerät Adaptives Dämpfungs-System.
Angezeigte Fahrzeuggeschwindigkeit (Ersatzwert)
Das Kombiinstrument sendet die angezeigte Fahrzeuggeschwindigkeit über Benutzerschnittstelle-CAN, Steuergerät elektronisches Zündschloss und Fahrwerk-FlexRay an das Steuergerät Adaptives Dämpfungs-System.
Anforderungen Elektronische Stabilitäts-Programm (ESP®)
In fahrdynamisch grenzwertigen Situationen sendet das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm die Anforderung zum Umschalten der Dämpfstufe über Fahrwerk-FlexRay an das Steuergerät Adaptives Dämpfungs-System.
Dämpfungsverstellung
Anhand der Eingangssignale (Fahrzustand) bestimmt das Steuergerät Adaptives Dämpfungs-System die jeweils optimale Dämpfstufe und steuert daraufhin folgende Bauteile direkt an:
Dämpfventileinheit Vorderachse links:
Magnetventil 1, vorn links
Magnetventil 2, vorn links
Dämpfventileinheit Vorderachse rechts:
Magnetventil 1, vorn rechts
Magnetventil 2, vorn rechts
Dämpfventileinheit Hinterachse links:
Magnetventil 1, hinten links
Magnetventil 2, hinten links
Dämpfventileinheit Hinterachse rechts:
Magnetventil 1, hinten rechts
Magnetventil 2, hinten rechts
Die Umsetzung der kontinuierlichen Dämpfungsverstellung wird mit Einrohrgasdruckdämpfern realisiert. Die Dämpfventileinheiten sind unten seitlich an den Einrohrgasdruckdämpfern angeordnet.
In den Hauptkolben und in das Bodenventil des Einrohrgasdruckdämpfers ist jeweils ein Rückschlagventil integriert. Durch diese Rückschlagventile herrscht immer die gleiche Strömungsrichtung durch die Dämpfventileinheit sowohl in der Zug- als auch in der Druckstufe. Diese Konstruktion ermöglicht es, dass die Dämpfventileinheit eines Stoßdämpfers nur noch aus einem geregelten Proportionalventil besteht.
Der Durchflussquerschnitt in der Dämpfventileinheit ist durch Ansteuerung dieses Proportionalventils stufenlos einstellbar. Entsprechend dem eingestellten Querschnitt kann mehr oder weniger Öl durch die Dämpfventileinheit fließen. Das Dämpfungsverhalten wird dementsprechend weicher oder härter.
Bei aktiviertem ESP® wird die Dämpfung in fahrdynamisch grenzwertigen Situationen unabhängig vom Fahrerwunsch automatisch auf die harte Dämpfstufe (Sport) umgestellt, um so einen fahrdynamisch stabileren Zustand zu erreichen. Die harte Dämpfstufe bleibt so lange aktiv, wie es die Fahrsituation erfordert.
Referenzierte Dokumente
- gf3232p9997fh Übersicht Systembauteile Adaptives Dämpfungs-System (ADS)