gf2760p2002leh

Getriebesteuerung Funktion

Typ gf · Thema 27.60 · Version 0101 · 2009-06-23

Gültig für: GETRIEBE 722.950 im TYP 221.095 GETRIEBE 722.950 im TYP 221.195

Einordnung

Funktionsgruppe 2 Fahrwerk › 27 Automatisches Getriebe › 27.60 Schaltung, Steuerung — Baureihe 221 (Baumuster 095, 195)

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 722 950

GF27.60-P-2002LEH

Getriebesteuerung Funktion

23.6.09

GETRIEBE 722.950 im TYP 221.095

GETRIEBE 722.950 im TYP 221.195

Funktionsvoraussetzungen Getriebesteuerung allgemein

Klemme 87 (geschaltete Klemme 15) EIN

Funktionsprüfung des Steuergeräts Vollintegrierte Getriebesteuerung (VGS) (Y3/8n4) durchgeführt

Getriebesteuerung allgemein

Die Getriebesteuerung steuert die Aktoren (Regelmagnetventile) elektronisch an. Die Ventile sitzen in der hydraulischen Schaltplatte. Diese beinhaltet die hydraulische Funktionalität.

Die Funktion der Elektrischen Steuereinheit (VGS) (Y3/8) besteht im Wesentlichen in der Auswertung verschiedener für die Getriebefunktion relevanter Eingangssignale. Davon abhängig werden acht elektromagnetische Hydraulikventile angesteuert, die ihrerseits das Übersetzungsverhältnis des Getriebes (Gangauswahl), den Arbeitsdruck und die Wandlerüberbrückung bestimmen.

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Getriebesteuerung Funktionsablauf

Der Funktionsablauf ist in folgenden Punkten beschrieben:

Funktionsablauf Grundschaltprogramm

Funktionsablauf Elektronische und hydraulische Getriebesteuerung

Funktionsablauf Kick-down

Funktionsablauf Notlauf

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Funktionsablauf Grundschaltprogramm

Das Grundschaltprogramm beinhaltet Hoch- und Rückschaltkennlinien aller 7 Gänge, ausgelegt für:

– Leeres Fahrzeug

– Betriebswarmer Zustand

– Ebene Fahrbahn

– Meereshöhe

Die Anpassung von Schaltprogrammen erfolgt durch die Verschiebung der Schaltkennlinien, abhängig von:

– Beladungszustand des Fahrzeugs

– Änderung des Fahrwiderstands

– Fahrpedalbewegung

Das Steuergerät Vollintegrierte Getriebesteuerung (VGS) überwacht und schaltet in Abhängigkeit von:

– Fahrzeuggeschwindigkeit

– Wählhebelstellung

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– Fahrpedalstellung

– Fahrprogrammwahl

– Gewählter Gang, bei Fahrprogramm Manuell "M" (außer Code (494) USA-Ausführung)

– Signalen auf dem Antriebs-CAN (CAN C)

Langsame Gaswegnahme:

– Ungewollte Rückschaltungen im oberen Geschwindigkeitsbereich werden verhindert

Schnelle Gaswegnahme:

– Das Hochschalten in den nächsten Gang wird verhindert und erst bei niedrigerer Fahrzeugbeschleunigung wieder zugelassen

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Funktionsablauf Elektronische und hydraulische Getriebesteuerung

Während die elektronische Getriebesteuerung die Gangwahl und die Anpassung der Drücke an das zu übertragende Moment übernimmt, erfolgt die Leistungsansteuerung des Getriebes über hydraulische Elemente der Elektrischen Steuereinheit (VGS).

Die Ölversorgung der hydraulischen Elemente, wie hydrodynamischer Drehmomentwandler, Schaltelemente und hydraulische Getriebesteuerung, erfolgt über eine mit dem Drehmomentwandler verbundene Ölpumpe.

Die elektrische Getriebeölpumpe (M42) sichert beim abgestellten Verbrennungsmotor die Ölversorgung des Hydrauliksystems. Sie unterstützt zusätzlich die Primärpumpe bei Ausrollschaltungen im Heißleerlauf. Die Ansteuerung erfolgt über das Steuergerät Zusatzpumpe Getriebeöl (N89).

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Die Getriebesteuerung ermöglicht eine präzise Anpassung der Drücke an die jeweiligen Betriebszustände und an die Motorleistung während der Schaltphase, was zu einer deutlichen Steigerung der Schaltqualität führt.

Das Erreichen der Drehzahlgrenze in den einzelnen Gängen ist bei Vollgas und Kick-down möglich.

Die Getriebesteuerung verhindert durch eine Rückschaltsicherung eine unzulässig hohe Motordrehzahl. Ferner bietet die Getriebesteuerung den Vorteil einer flexiblen Anpassung an verschiedene Fahrzeug- und Motorausführungen.

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Funktionsablauf Kick-down

Dem Wunsch des Fahrers nach maximaler Beschleunigung wird mit der Funktion Kick-down entsprochen.

Ab einem Pedalweg >90 % wird die Funktion Kick-down aktiviert.

Das Signal "Kick-down" wird vom Geber Fahrpedal (B37) an das Steuergerät ME (N3/10) gesendet und über den Antriebs-CAN an das Steuergerät Vollintegrierte Getriebesteuerung (VGS) geleitet.

Das Steuergerät Vollintegrierte Getriebesteuerung (VGS) steuert aufgrund dieser Informationen die Regelmagnetventile so an, dass die Hoch- und Rückschaltungen bei erhöhter Motordrehzahl erfolgen, um maximale Fahrleistungen zu erzielen.

Funktionsablauf Notlauf

Im Falle unplausibler Signale ist das System Getriebesteuerung nur noch eingeschränkt betriebsbereit und schaltet in das programmierte Notlaufkennfeld.

Die Störung wird mit dem zugeordneten Fehlercode im Fehlerspeicher abgelegt und die Kontrollleuchte Motordiagnose (A1e58) im Kombiinstrument (A1) wird über das Steuergerät Zentrales Gateway (N93) über den Zentral-CAN (CAN F) angesteuert.

Zusätzlich wird die Störung dem Steuergerät ME über den Antriebs-CAN mitgeteilt.

Funktionsschema Elektrik Vollintegrierte Getriebesteuerung

PE27.19-P-2061-97SAB

Kombiinstrument Bauteilbeschreibung

A1

GF54.30-P-6000LEH

Steuergerät ME Bauteilbeschreibung

N3/10

GF07.61-P-6000MEH

Steuergerät Zusatzpumpe Getriebeöl Bauteilbeschreibung

N89

GF27.19-P-4030LEH

Steuergerät Zentrales Gateway Bauteilbeschreibung

N93

GF54.21-P-4170LE

Steuergerät Vollintegrierte Getriebesteuerung Bauteilbeschreibung

Y3/8n4

GF27.60-P-5165LEH

Referenzierte Dokumente