Funktionsprinzip des Starters
Der elektromagnetische Starter besteht aus
IMS
Einzugsspule
Haltespule
Kontaktplatte
Anker (Feldwicklung)
Einzugsspule |
A | Steuergerät FMR/CPC (A-003) |
B | Fahrtschalter S-003 |
C | Programmierbarer Logikbaustein (PLD) des Steuergeräts (A-002) |
D | Relais |
E | Batterie (G-001) |
F | Zu den Spulen |
G | CPC |
H | MR |
I | CAN |
Y15.30-0062-01
Die Einzugsspule besteht aus Draht mit großem Durchmesser und führt zum Feldanschluss „Motorbolzen“. Diese Spule besitzt eine hohe Stromaufnahme und erzeugt ein starkes Magnetfeld. Ihre Hauptfunktion besteht darin, eine Kraft auf den beweglichen Kern („Stößel“) zu erzeugen, die stark genug ist, um das Startergetriebe in den Zahnkranz zu bewegen.
Funktionsprinzip |
J | Batterie |
K | S1 (Schalter/Betätigungshebel) |
L | Relaisspule |
M | Motorsteuergerät |
N | Haltespule |
O | Einzugsspule |
P | Relais |
Q | Masse |
R | Ankerspule |
Y15.30-0063-01
Wird der Zündschlüssel von Klemme 15 (EIN-Stellung) zu Klemme 50 (Startstellung) gedreht, wird das Signal vom Fahrtschalter (S- 003) gleichzeitig zum Steuergerät CPC/FRM (A-003) und zum programmierbaren Logikbaustein (PLD) des Steuergeräts (A-002) gesendet.
Das Steuergerät CPC/FRM (A-003) sendet über den CAN-Bus ein Signal (Startbefehl) an den programmierbaren Logikbaustein (PLD) des Steuergeräts (PLD) (A- 002).
Wenn der programmierbare Logikbaustein (PLD) des Steuergeräts (A-002) das Signal von Klemme 50 sowie das Signal (Startbefehl) von Steuergerät FRM/CPC (A-003) erhält, wird das Starterrelais betätigt, welches wiederum die Kontaktplatten (1 und 2) mittels des durch die Relaisspule erzeugten elektromagnetischen Feldes einrückt.
Sobald die Kontaktpunkte 1 und 2 geschlossen sind, fließt der Batteriestrom über die Kontaktpunkte (1 und 2) zur Haltespule und zur Einzugsspule.
Der Strom fließt von der Einzugsspule über die Feldspule zur Ankerspule und dreht den Motor mit niedriger Geschwindigkeit.
Durch den Stromfluss in den Spulen entstehen elektromagnetische Kräfte um die Einzugsspule und die Haltespule herum, die den Polkern magnetisieren, wodurch der Stößel des Magnetschalters in den Polkern gezogen wird.
Dieser Einzugsvorgang bewirkt, dass das Kegelrad herausgedrückt und mit dem Zahnkranz eingerückt wird. Die Kontaktplatte aktiviert den Hauptkontakt an den Punkten 5 und 3.
Bei einer Leitungsunterbrechung in der Einzugsspule kann der Starter nicht gestartet werden, da der Stößel nicht eingezogen werden kann.
Ist kein Betriebsgeräusch des Starters zu hören, ist die Einzugsspule eventuell fehlerhaft.
Haltespule |
D | Relais |
E | Batterie (G-001) |
O | Einzugsspule |
S | Haltespule |
T | Arm |
U | Feldspulen |
Y15.30-0064-01
Die Haltespule ähnelt der Einzugsspule, verfügt jedoch über weniger Wicklungen und erzeugt ein wesentlich schwächeres Magnetfeld. Sie hält den Stößel.
Funktionsprinzip |
J | Batterie |
K | S1 (Schalter/Betätigungshebel) |
L | Relaisspule |
M | Motorsteuergerät |
N | Haltespule |
P | Relais |
Q | Masse |
R | Ankerspule |
Y15.30-0065-01
Beim Einschalten des Hauptkontakts muss die Spannung an beiden Enden der Einzugsspule gleich sein, d. h. die Spannungsdifferenz zwischen beiden Enden der Einzugsspule muss Null betragen, sodass der Nettostrom in der Einzugsspule Null beträgt.
Unter diesen Bedingungen fließt kein Strom durch die Einzugsspule und die Ankerspule erhält den Strom direkt aus der Batterie (über Kontaktpunkte 5 und 3).
Durch diesen direkten Stromfluss aus der Batterie beginnt der Anker sich mit hoher Geschwindigkeit zu drehen (geringerer Widerstand).
In diesem Zustand wird der Stößel nur durch die elektromagnetische Kraft der Haltespule gehalten, da kein Strom durch die Einzugsspule fließt.
Bei einer Leitungsunterbrechung in der Haltespule kann der Starter nicht gestartet und der Stößel nicht gehalten werden, sodass sich der Stößel hinein- und hinausbewegt.
Funktionsbeschreibung
Starten mit Fahrtschalter
Nach Einschalten der Zündung (Klemme 15) und Drehen des Zündschlüssels in die Motorstartstellung (Klemme 50) sendet das Steuergerät CPC/FMR (A-003) den Befehl zum Starten des Motors über den CAN-Bus an den programmierbaren Logikbaustein (PLD) des Steuergeräts (A-002). Der programmierbare Logikbaustein (PLD) des Steuergeräts (A-002) betätigt dann das Motorstartrelais am Starter, welches wiederum das Einrückrelais betätigt. Das Motorstartrelais wird während des Startbefehls (Klemme 50 über CAN) nur so lange bestromt, bis eine spezifische Motordrehzahl erreicht ist.
Starten mit ‚Start‘-Taste
Nach Erkennen des von der Start-Taste ausgehenden Befehls zum Starten des Motors leitet der programmierbare Logikbaustein (PLD) des Steuergeräts (A-002) den Befehl über den CAN-Bus zum CPC/FMR (A-003) weiter. Unter Berücksichtigung der Neutralstellung wird der Befehl zum Starten des Motors wie oben beschrieben zurück zur Motorregelung geschickt.
Ändern der Motordrehzahl mit ‚Start‘-Taste
Die Motordrehzahl kann bei laufendem Motor durch Drücken der Start-Taste auf die Bemessungsdrehzahl erhöht werden. Sobald die Start-Taste losgelassen wird, sinkt die Motordrehzahl auf die Leerlaufdrehzahl ab.
Drehen des Motors im Servicebetrieb
Zur Erfassung der Motor- und Getriebeneutralstellung kann der Motor mit dem Starter gedreht werden, ohne dass der Motor gestartet wird, indem die Start- und Stopp-Taste gleichzeitig gedrückt wird.
Prüfen des Starters |
A | Starter K1.50 (M1.50) |
B | Elektromagnetbatterie (+) |
C | Magnetschalter (+) |
D | Starter K1.30 (M1.1) |
E | Starter K1.31 (M1.2) |
F | IMS-Schalter (+) |
G | IMS-Befestigungsbolzen |
Y15.30-0043-01
Es werden verschiedene Tests durchgeführt, um die Durchgängigkeit zwischen den Klemmen zu prüfen und Funktionsstörungen des Starters auszuschließen.
Prüfung der Relais |
233 | 24V-Versorgung an der Masse |
234 | Magnetschalter |
235 | Magnetschalter-Batterieklemme |
Y15.30-0060-01
24 V an (233) anlegen und Relaisgehäuse erden; ein tickendes Geräusch ist zu hören. Gleichzeitig sicherstellen, dass Durchgängigkeit zwischen Magnetschalter (234) und Magnetschalter-Batterieklemme (235) gegeben ist.
Prüfstandstest |
234 | Magnetschalter |
235 | Magnetschalter-Batterieklemme |
Y15.30-0061-01
24 V am Magnetschalter (234) anlegen und Gehäuse erden. Stößel und Kegelrad bewegen sich nach außen. Unter Beibehaltung des Aufbaus 24 V an den Pluspol der Elektromagnetbatterie (235) anlegen. Das Kegelrad beginnt sich zu drehen.
Sicherstellen, dass diese Prüfung innerhalb von 3-4 Sekunden durchgeführt wird.
Es entsteht ein starker Stromfluss von der Batterie. Die Prüfleitung muss einen ausreichend großen Querschnitt aufweisen, um der Amperezahl standzuhalten.