gf1400p3000om

Abgasreinigung Funktion

Typ gf · Thema 14.00 · Version 0107 · 2012-11-30

Gültig für: MOTOR 651.9 im TYP 204 (außer 204.9), 204.9 bis 31.05.12 MOTOR 651.9 im TYP 207, 212 (außer 212.098/298) bis Modell-J. 2014 MOTOR 651.9 im TYP 218 bis Modell-J. 2014'

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 14 Auspuffkrümmer, Motorbremse, Abgasreinigungsanlage › 14.00 Allgemeines — Baureihe 204 (Baumuster 0**, 2**, 3**, 9**) · Baureihe 207 · Baureihe 212 (Baumuster 001, 002, 003, 004, 005, 006, 011, 020, 021, 023, 024, 025, 026, 027, 034, 035, 036, 040, 041, 047, 048, 052, 053, 054, 055, 056, 057, 059, 061, 065, 067, 072, 073, 074, 075, 076, 077, 080, 082, 087, 088, 089, 090, 091, 092, 093, 094, 095, 097, 099, 133, 134, 136, 147, 148, 154, 162, 165, 167, 168, 195, 201, 202, 203, 204, 205, 206, 211, 220, 221, 223, 224, 225, 226, 227, 234, 236, 247, 248, 254, 255, 256, 257, 259, 261, 265, 267, 272, 273, 274, 275, 276, 277, 280, 282, 287, 288, 289, 291, 292, 293, 294, 297, 299) · Baureihe 218 · Baureihe 651 (Baumuster 9**)

GF14.00-P-3000OM

Abgasreinigung Funktion

30.11.2012

MOTOR

651.9 im TYP 204 (außer 204.9), 204.9 bis 31.05.12

MOTOR

651.9 im TYP 207, 212 (außer 212.098/298)

bis Modell-J. 2014

MOTOR

651.9 im TYP 218

bis Modell-J. 2014

Funktionsvoraussetzungen Abgasreinigung allgemein

Klemme 87M EIN (Motorsteuerung EIN)

Motor läuft

Abgasreinigung allgemein

Die Aufgabe der Abgasreinigung ist die Reduzierung der Abgasemissionen:

– Stickoxide (NOx)

– Kohlenwasserstoffe (HC)

– Kohlenmonoxid (CO)

– Rußpartikel

Durch folgende Teilfunktionen wird die Schadstoffreduzierung unterstützt:

– Einlasskanalabschaltung (EKAS)

– Dieselpartikelfilter (DPF)-Glühen mit Code (474) Partikelfilter

– Abgasrückführung (AGR)

– Einspritzung des Reduktionsmittels AdBlue® (mit Code (U42) Diesel Abgasreinigung BlueTEC (SCR)) (außer Typ 204.0/2/3, 207, 212, 218)

Das Steuergerät CDI (N3/9) liest folgende Sensoren ein:

– Temperatursensor vor SCR-Katalysator (B16/15) (mit Code (U42) Diesel Abgasreinigung BlueTEC (SCR)) (außer Typ 204.0/2/3, 207, 212, 218)

– Temperatursensor vor Katalysator (B19/7) (mit Code (U42) Diesel Abgasreinigung BlueTEC (SCR)) (außer Typ 204.0/2/2/3, 207, 212, 218)

– Temperatursensor vor Dieselpartikelfilter (B19/9) (mit Code (474) Partikelfilter)

– Temperatursensor vor Abgasturbolader (B19/11)

– Differenzdrucksensor DPF (B28/8) (mit Code (474) Partikelfilter)

– Sensorelement Lambdasonde vor Katalysator (G3/2b1)

– Steuergerät SAM mit Sicherungs- und Relaismodul vorn (N10/1), Außentemperatur über Fahrwerk-CAN (CAN E)

– Steuergerät NOx-Sensor nach Dieselpartikelfilter (N37/7), Signal NOx- Sensor nach Dieselpartikelfilter (N37/7b1) über den Antriebssensor-CAN (CAN I) (mit Code (U42) Diesel Abgasreinigung BlueTEC (SCR)) (außer Typ 204.0/2/3, 207, 212, 218)

– Steuergerät NOx-Sensor nach SCR Katalysator (N37/8), Signal NOx- Sensor nach SCR-Katalysator (N37/8b1) über den Antriebssensor-CAN (mit Code (U42) Diesel Abgasreinigung BlueTEC (SCR)) (außer Typ 204.0/2/3, 207, 212, 218)

– Steuergerät Rußpartikelsensor (N74), Signal Rußpartikelsensor (N74b1) über den Antriebssensor-CAN (bei Typ 204.9 bei Code (494) USA-Ausführung)

Abgasreinigung Funktionsablauf

Folgende Teilsysteme sind an der Abgasreinigung beteiligt:

Funktionsablauf Oxidationskatalysator

Funktionsablauf Dieselpartikelfilter (DPF)

Funktionsablauf SCR-Katalysator (mit Code (U42) Diesel Abgasreinigung BlueTEC (SCR)) (außer Typ 204.0/2/3, 207, 212, 218)

Funktionsablauf Einlasskanalabschaltung

Funktionsablauf Oxidationskatalysator

Der Oxidationskatalysator sorgt für die Verringerung von Kohlenwasserstoff (HC), Kohlenmonoxid (CO) und Stickoxiden (NOx) und erzeugt bei Fahrzeugen mit Code (474) Partikelfilter durch eine Nachverbrennung die erforderliche thermische Energie für die DPFRegenerationsphase.

Funktionsablauf Dieselpartikelfilter (DPF)

Der DPF besteht aus einem keramischen Wabenfilterkörper aus Siliziumkarbid, der mit dem Edelmetall Platin beschichtet ist. Die Kanäle des DPF sind wechselnd vorn und hinten geöffnet und durch die porösen Filterwände des Wabenfilterkörpers voneinander getrennt.

Das durch den Oxidationskatalysator vorgereinigte Abgas strömt in die nach vorn offenen Kanäle des DPF ein und gelangt durch die porösen Filterwände des Wabenfilterkörpers in die nach hinten offenen Kanäle. Danach wird das gereinigte und gefilterte Abgas durch die Abgasanlage abgeführt. Die Rußpartikel werden im Wabenfilterkörper des DPF zurückgehalten.

Überschreitet der Rußpartikelgehalt einen kennfeldabhängigen Wert, leitet das Steuergerät CDI, bei gegebenen Regenerationsvoraussetzungen, die Regenerationsphase ein. Den Rußpartikelgehalt im DPF erhält das Steuergerät CDI über den Differenzdrucksensor DPF (mit Code (474) Partikelfilter).

Die Regeneration erfolgt über eine periodische Erhöhung der Abgastemperatur. Dazu werden folgende Funktionen vom Steuergerät CDI eingeleitet:

– Eine weitere Nacheinspritzung über die Kraftstoffinjektoren (Y76)

– DPF-Glühen über den Antriebs-LIN (LIN C1) über die Glühendstufe (N14/3) zu den Glühkerzen (R9)

– Schaltlinienverschiebung über den Antriebs-CAN (CAN C) durch das Steuergerät Elektronische Getriebesteuerung (N15/3) (mit Code (423) Automatikgetriebe 5-Gang (NAG))

– Schaltlinienverschiebung über den Antriebs-CAN durch die Steuereinheit Vollintegrierte Getriebesteuerung (Y3/8) (mit Code (427) Automatikgetriebe 7-Gang)

Durch die Erhöhung der Abgastemperatur werden die im DPF eingelagerten Rußpartikel überwiegend zu Kohlendioxid (CO2) verbrannt. Die entstehende Asche bleibt im DPF zurück. Vom Temperatursensor vor Abgasturbolader und vom Temperatursensor vor Dieselpartikelfilter, bei Fahrzeugen mit Code (474) Partikelfilter, wird die Abgastemperatur während der Regeneration überwacht.

Der Differenzdrucksensor DPF (mit Code (474) Partikelfilter) ermittelt über die Abgasdruckleitungen vor DPF und nach DPF die Druckdifferenz zwischen dem Abgasdruck vor und nach dem DPF. Anhand der Druckdifferenz und der vom Steuergerät CDI errechneten Abgasmasse wird über ein Kennfeld der Rußpartikelgehalt im DPF ermittelt. Eine notwendige Wartung des DPF wird über den Fahrwerk-CAN durch die Kontrollleuchte Motordiagnose (A1e58) im Kombiinstrument (A1) signalisiert. Der Rußpartikelsensor misst die Rußpartikelkonzentration nach dem DPF und überwacht somit die gesamte Abgasreinigung.

Eine unterbrochene Regeneration wird bei Kurzstreckenfahrten auf mehrere Fahrzyklen verteilt. Die Aufheizphasen bis zum Erreichen der notwendigen Regenerationstemperatur sind dadurch häufiger. Der Regenerationsvorgang läuft für den Kunden unbemerkbar ab.

Funktionsablauf SCR-Katalysator (mit Code (U42) Diesel Abgasreinigung BlueTEC (SCR)) (außer Typ 204.0/2/3, 207, 212, 218)

Die vom Motor ausgestoßenen Abgase werden in einem Oxidationskatalysator, einem Dieselpartikelfilter (DPF) und einem Reduktionskatalysator (Selektive katalytische Reduktion (SCR)- Katalysator) gereinigt. Durch Oxidation werden im Oxidationskatalysator CO und HC zu CO2 und Wasser (H2O) umgewandelt. Der DPF besteht aus einem keramischen Wabenfilterkörper aus Siliziumkarbid, der mit dem Edelmetall Platin beschichtet ist.

Die Kanäle des DPF sind wechselnd vorn und hinten geöffnet und durch die porösen Filterwände des Wabenfilterkörpers voneinander getrennt.

Das durch den Oxidationskatalysator vorgereinigte Abgas strömt in die nach vorn offenen Kanäle des DPF ein und gelangt durch die porösen Filterwände des Wabenfilterkörpers in die nach hinten offenen Kanäle. Die Rußpartikel werden im Wabenfilterkörper des DPF zurückgehalten. Während der DPF-Regenerationsphase werden durch eine höhere Abgastemperatur die zurückgehaltenen Rußpartikel verbrannt.

Vor dem SCR-Katalysator wird das Reduktionsmittel AdBlue® eingespritzt, welches sich durch Thermolyse (wärmebedingte chemische Reaktion) und Hydrolyse (wasserbedingte chemische Reaktion) in Ammoniak (NH3) umwandelt.

Zwischen dem Dosierventil AdBlue® (Y129) und dem SCR-Katalysator befindet sich ein Mischelement. Es sorgt für eine verbesserte Hydrolyse des Reduktionsmittels AdBlue® und für eine gleichmäßigere Verteilung des AdBlue® vor dem SCR-Katalysator.

Das im Abgas enthaltene NOx wird im SCR-Katalysator zusammen mit dem NH3 in molekularen Stickstoff (N2) und H2O umgewandelt.

Die erforderliche Reduktionsmittelmenge wird vom Steuergerät CDI kennfeldabhängig berechnet und über den Antriebssensor-CAN an das Steuergerät AdBlue® (N118/5) übermittelt. Dies veranlasst dann die kennfeldabhängige Einspritzung der berechneten Reduktionsmittelmenge AdBlue® durch das Dosierventil AdBlue®.

Die Umwandlungsrate des NOx-Anteils im Abgas ist temperaturabhängig und beträgt bis zu 80 %. Die Reduzierung des Ruß- Anteils beträgt ca. 99 %.

Den Beladungszustand des DPF ermittelt das Steuergerät CDI über den Differenzdrucksensor DPF (mit Code (474) Partikelfilter). Überschreitet die Ruß-Beladung einen kennfeldabhängigen Wert, leitet das Steuergerät CDI, bei gegebenen Regenerationsvoraussetzungen, die Regenerationsphase ein. Die Regeneration erfolgt über eine periodische Erhöhung der Abgastemperatur durch eine weitere Nacheinspritzung.

Durch die Erhöhung der Abgastemperatur werden die im DPF eingelagerten Rußpartikelfilter überwiegend zu CO2 verbrannt.

Die nicht verbrennbaren Ascheanteile bleiben im DPF zurück. Vom Temperaturfühler vor Abgasturbolader und vom Temperaturfühler vor Dieselpartikelfilter wird die Abgastemperatur während der Regeneration überwacht. Eine notwendige Wartung des DPF wird über die Kontrollleuchte Motordiagnose im Kombiinstrument signalisiert.

Ist der Füllstand "Reserve" im Behälter AdBlue® erreicht, wird dem Fahrer parallel zu einem akustischen Signal über das Multifunktions- Display (A1p13) mitgeteilt, dass dieser die Werkstatt aufsuchen soll und eine entsprechende Wartung durchgeführt werden muss.

Ist der Füllstand "Leer" im Behälter AdBlue® erreicht, erfolgt über ein Rechnermodel eine Plausibilisierung des Füllstands "Leer". Ergibt die Plausibilisierung ebenfalls den Füllstand "Leer", erfolgt parallel zu einem akustischen Signal ein Eintrag im Fehlerspeicher des Steuergeräts CDI und die Ansteuerung der Kontrollleuchte Motordiagnose im Kombiinstrument. Ab diesem Zeitpunkt stehen max. 20 Starts mit einer angenommenen Fahrtstrecke von jeweils 32 Kilometern zur Verfügung. Die Anzahl der noch zur Verfügung stehenden Starts wird im Kombiinstrument angezeigt. Nach dem letzten verbliebenen "Start" kann das Fahrzeug nicht mehr in Betrieb genommen werden.

Funktionsablauf Einlasskanalabschaltung

Die Einlasskanalabschaltung (EKAS) bewirkt in allen Lastzuständen des Motors das bestmögliche Verhältnis zwischen Luftverwirbelung und Luftmasse.

Das Steuergerät CDI liest zur EKAS zusätzlich folgende Sensoren ein:

– Öltemperatursensor (B1)

– Atmosphärendrucksensor für den Umgebungsluftdruck

– Fahrpedalsensor (B37) für die Lasterkennung

– Hallsensor Kurbelwelle (B70) (mit Code (B03) ECO Start-Stopp- Funktion) für die Motordrehzahl

– Positionssensor Kurbelwelle (L5) (außer Code (B03) ECO Start-Stopp- Funktion) für die Motordrehzahl

Nach Auswertung der Eingangssignale steuert das Steuergerät CDI den Stellmotor Einlasskanalabschaltung (M55) mit einem pulsweitenmodulierten Signal (PWM-Signal) an.

Im unteren Motordrehzahl- und Motorlastbereich wird die Hälfte der Einlasskanäle (2 Einlasskanäle pro Zylinder) über Klappen der EKAS verschlossen. In den offenen Einlasskanälen erhöht sich somit die Strömungsgeschwindigkeit. Dies führt zu einem höheren Drall, der eine bessere Verwirbelung bewirkt. Dies verbessert die Verbrennung und hat unter anderem eine Verminderung der Rußpartikel im Abgas zur Folge.

Mit steigender Motordrehzahl und Motorlast werden die verschlossenen Einlasskanäle kontinuierlich geöffnet, so dass für jede Betriebsphase des Motors das bestmögliche Verhältnis zwischen Luftverwirbelung und Luftmasse zur Verfügung steht. Das Abgasverhalten und die Motorleistung werden somit optimiert.

Bei einem Fehler oder bei Unterbrechung der Versorgungsspannung werden die Klappen durch Federkraft geöffnet.

Typ 204, Funktionsschema Elektrik Abgasreinigung

PE14.00-P-2051-97FAE

Typ 207

PE14.00-P-2051-97EAE

Typ 212

PE14.00-P-2051-97DAE

Typ 218

PE14.00-P-2051-97XAD

Übersicht Systembauteile Common-Rail Diesel Injection (CDI)

GF07.16-P-9997OM

Referenzierte Dokumente