Funktionsvoraussetzung allgemein
Kl. 61 EIN
Abgasreinigung allgemein
Die Aufgabe der Abgasreinigung ist die Einhaltung der vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Grenzwerte für Abgasemissionen, indem folgende Schadstoffe im Abgas reduziert werden:
- Stickoxide (NOX)
- Kohlenwasserstoffe (HC)
- Kohlenmonoxid (CO)
- Particulate Matter (Partikel) (PM)
Durch folgende Teilfunktionen wird die Schadstoffreduzierung unterstützt:
- Einlasskanalabschaltung (EKAS)
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- Dieselpartikelfilter (DPF)-Glühen (mit Code (474) Partikelfilter)
- Abgasrückführung (AGR)
Das Steuergerät CDI (N3/9) liest folgende Bauteile ein:
- O2-Sonde links, vor KAT (G3/3)
- O2-Sonde rechts, vor KAT (G3/4)
- Temperaturfühler Abgas KAT links (B16/4)
- Temperaturfühler Abgas KAT rechts (B16/5)
- Differenzdrucksensor DPF links (B28/12), mit Code (474) Partikelfilter
- Differenzdrucksensor DPF rechts (B28/13), mit Code (474) Partikelfilter
- Temperaturfühler vor Abgasturbolader links (B16/9)
- Temperaturfühler vor Abgasturbolader rechts (B16/10)
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Funktionsablauf
Die vom Motor ausgestoßenen Abgase werden von der Abgasanlage in je einem Oxidationskatalysator links und einem Oxidationskatalysator rechts sowie einem DPF links und einem DPF rechts gereinigt. Durch Oxidation werden im Oxidationskatalysator Kohlenmonoxid (CO) zu Kohlendioxid (CO2) und Kohlenwasserstoffe (HC) in Wasser (H2O) umgewandelt. Fahrzeuge mit Code (474) Partikelfilter verfügen über einen DPF mit einem keramischen Wabenfilterkörper aus Siliziumkarbid, der mit dem Edelmetall Platin beschichtet ist.
Die Kanäle des DPF sind wechselnd vorn und hinten geöffnet und durch die porösen Filterwände des Wabenfilterkörpers voneinander getrennt. Das durch den Oxidationskatalysator vorgereinigte Abgas strömt in die nach vorn offenen Kanäle des DPF ein und gelangt durch die porösen Filterwände des Wabenfilterkörpers in die nach hinten offenen Kanäle. Die Rußpartikel werden im Wabenfilterkörper des DPF zurückgehalten. Während der DPF-Regenerationsphase werden durch eine höhere Abgastemperatur die zurückgehaltenen Rußpartikel verbrannt.
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Regeneration des DPF (mit Code (474) Partikelfilter)
Überschreitet die Ruß-Beladung einen kennfeldabhängigen Wert, leitet das Steuergerät CDI bei gegebenen Regenerationsvoraussetzungen die Regenerationsphase ein. Den Beladungszustand des DPF erhält das Steuergerät CDI über den Differenzdruckgeber (DPF) links und rechts.
Die Regeneration erfolgt über eine periodische Erhöhung der Abgastemperatur. Dazu werden folgende Funktionen vom Steuergerät CDI eingeleitet:
- Eine weitere Nacheinspritzung
- Das DPF-Glühen (mit Code (474) Partikelfilter)
- Schaltlinienverschiebung beim Getriebe 722.9
Durch die Erhöhung der Abgastemperatur wird der im DPF links und im DPF rechts eingelagerte Ruß überwiegend zu Kohlendioxid (CO2) verbrannt. Die entstehende Asche bleibt im DPF zurück.
Durch den Temperaturfühler KAT links und den Temperaturfühler KAT rechts wird die Abgastemperatur während der Regeneration überwacht.
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Eine notwendige Wartung des DPF wird über die Kontrollleuchte Motordiagnose (A1e58) im Kombiinstrument (A1) signalisiert.
Die Reduzierung des Ruß-Anteils beträgt ca. 99 %.
Eine unterbrochene Regeneration wird bei Kurzstreckenfahrten auf mehrere Fahrzyklen verteilt. Die Aufheizphasen bis zum Erreichen der notwendigen Regenerationstemperatur sind dadurch häufiger. Der Regenerationsvorgang läuft für den Kunden unbemerkt ab.
Referenzierte Dokumente
- gf0716p6000oa Steuergerät CDI Bauteilbeschreibung
- gf0716p6000oag Steuergerät CDI Bauteilbeschreibung
- gf5430p6000le Kombiinstrument Bauteilbeschreibung
- gf5430p6000leh Kombiinstrument Bauteilbeschreibung
- pe1400p205097saa Funktionsschema Elektrik Common-Rail Diesel Injection (CDI) Abgasreinigung