gf0761s3009a

Einspritzsystem ME Funktion

Typ gf · Thema 07.61 · Version 0106 · 2001-11-28

Gültig für: MOTOR 111.950 /980 im TYP 638

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 07 Gemischaufbereitung › 07.61 Benzin-Einspritz- und Zündsystem ME — Baureihe 638

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 111 950, 111 980

GF07.61-S-3009A

Einspritzsystem ME Funktion

18.9.98

MOTOR 111.950 /980 im TYP 638

Einspritzsystem ME Funktion

P07.60-0225-09

a 1. Zylinder Zünd-OT
b 1. Zylinder Ausstoß-OT
c Signal Positionsgeber Nockenwelle

d Nockenwellenrad mit Segment
e Signal Positionsgeber Kurbelwelle
f Mitnehmerscheibe mit ”60-2” Zähnen

Synchronisation Einspritz- und Zündfolge

Beim Start des Motors wird die Einspritzfolge entsprechend der Zündfolge aus den Signalen vom Positionsgeber Kurbelwelle und Positionsgeber Nockenwelle festgelegt.

Dadurch wird eine selektive Zylinderabschaltung und die Antiklopfregelung ermöglicht und die Abgaswerte optimiert.

Durch die Zähne der Mitnehmerscheibe wird bei drehender Kurbelwelle im Positionsgeber Kurbelwelle eine Wechselspannung erzeugt. Dabei erzeugt jeder Zahn ein Rechteckimpuls.

Durch die Lücke von 2 fehlenden Zähnen wird keine Spannung erzeugt. Mit der zweiten negativen Flanke nach der Lücke erkennt das Steuergerät ME die OT-Stellung der Zylinder 1 und 4.

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Ist zu diesem Zeitpunkt noch das Signal vom Positionsgeber Nockenwelle auf 0 Volt ("low"), verarbeitet das Steuergerät ME dies zur Erkennung des ersten Zylinder Zünd-OT.

Die Synchronisation von Einspritz- und Zündfolge wird zur Ansteuerung der Zündspulen und Kraftstoff-Einspritzventile vom Steuergerät ME weiter verarbeitet. Weiterhin ist sie für die Antiklopfregelung und Kraftstoffabschaltung an einzelnen Zylindern erforderlich.

Fehlt das Signal vom Positionsgeber Nockenwelle, wird der Zünd-OT des 1. Zylinders vom Steuergerät ME willkürlich bestimmt.

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Laufruheauswertung

Um den Katalysator bei Verbrennungsaussetzern vor thermischer Überlastung zu schützen, wird der Motorlauf ständig überwacht.

Erkennt die Laufruheauswertung im Steuergerät ME Verbrennungsaussetzer, werden nach einer bestimmten Anzahl von Aussetzern das oder die entsprechende(n) Kraftstoff-Einspritzventil(e) nicht mehr angesteuert.

Erkannt werden Verbrennungsaussetzer verursacht durch:

Zündsystem

Einspritzsystem

Für die Laufruheauswertung wird das Signal vom Positionsgeber Kurbelwelle über ein umfangreiches mathematisches Verfahren genau auf zeitliche Gleichförmigkeit zwischen den einzelnen Verbrennungen ausgewertet.

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Jede einzelne Verbrennung muß an der Schwungmasse eine charakteristische Beschleunigung erzeugen.

Bei Verbrennungsaussetzern dreht die Schwungmasse bis zur nächsten Zündung etwas langsamer (kurze Drehmomentschwankungen).

Folgende Faktoren werden berücksichtigt:

Motordrehzahl, Motorlast

Erkennung Fahrbahnunebenheiten

Synchronisierung der Einspritz- und Zündfolge

Kraftstoff-Reserve-Signal

Geberradadaption erfolgt

Empfindlichkeit (mit HHT einstellbar)

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1. Motordrehzahl, Motorlast

Aus diesen Größen wird ein Vergleichswert für die Zeit zwischen zwei Verbrennungen gebildet.

2. Erkennung Fahrbahnunebenheiten

Das Signal des Beschleunigungsaufnehmers kommt über CAN von den Fahrdynamiksystemen über die Raddrehzahl (gleichmäßiger Lauf). Bei schlechter Fahrbahn wird die Laufruheauswertung unempfindlicher geschaltet.

Schwingungseinflüsse über den Antriebsstrang können bei bestimmten Drehzahlen und Lastzuständen die Auswertung negativ beeinflussen.

3. Synchronisierung der Einspritz- und Zündfolge

Die Zylindererkennung ist für die Fehlerspeicherung und ‑bewertung sowie für die selektive Zylinderabschaltung erforderlich.

4. Kraftstoff-Reserve-Signal

Sind Verbrennungsaussetzer erkannt, wird bei zu geringem Tankfüllstand ein Fehler gespeichert. Durch diese Zusatzinformation werden Verbrennungsaussetzer durch Kraftstoffmangel erkannt.

5. Geberradadaption

Die Laufruheauswertung ist erst nach erfolgter Geberradadaption aktiv. In einer Schubphase (gleichförmiger Rundlauf) speichert die Laufruheauswertung die besonderen Rundlaufeigenschaften des Motors. Zur Aussetzererkennung ist dies als Vergleichsgröße erforderlich.

6. Aussetzer-Zähler

Erkannte Aussetzer werden im Fehlerspeicher in folgende Zähler eingetragen:

Summe aller Aussetzer

Aussetzer zylinderspezifisch

Aussetzer "Emissionsgrenze"

Aussetzer "KAT schädigend"

Die Laufruheauswertung ersetzt die Brenndauer- und Brennspannungsmessung.

Steuergerät ME Anordnung/Aufgabe/Aufbau/Funktion

GF07.61-S-5000A

Kraftstoffpumpe Anordnung/Aufgabe/Aufbau/Funktion

GF47.20-S-4003B

Kraftstoff-Verteilerrohr Anordnung/Aufgabe/Aufbau/Funktion

GF07.61-S-3101A

Kraftstoff-Einspritzventil Anordnung/Aufgabe/Aufbau/Funktion

GF07.03-S-5004A

Positionsgeber Kurbelwelle Anordnung/Aufgabe/Aufbau/Funktion

GF07.04-S-4116A

Positionsgeber Nockenwelle Anordnung/Aufgabe/Aufbau/Funktion

GF07.04-S-5035C

Pedalwertgeber Anordnung/Aufgabe/Aufbau/Funktion

GF30.20-S-4011A

Klopfsensoren Anordnung/Aufgabe/Aufbau/Funktion

GF15.12-S-4101A

Referenzierte Dokumente