P07.60-0225-09
a 1. Zylinder Zünd-OT
b 1. Zylinder Ausstoß-OT
c Signal Positionsgeber Nockenwelle
d Nockenwellenrad mit Segment
e Signal Positionsgeber Kurbelwelle
f Mitnehmerscheibe mit ”60-2” Zähnen
Synchronisation Einspritz- und Zündfolge
Beim Start des Motors wird die Einspritzfolge entsprechend der Zündfolge aus den Signalen vom Positionsgeber Kurbelwelle und Positionsgeber Nockenwelle festgelegt.
Dadurch wird eine selektive Zylinderabschaltung und die Antiklopfregelung ermöglicht und die Abgaswerte optimiert.
Durch die Zähne der Mitnehmerscheibe wird bei drehender Kurbelwelle im Positionsgeber Kurbelwelle eine Wechselspannung erzeugt. Dabei erzeugt jeder Zahn ein Rechteckimpuls.
Durch die Lücke von 2 fehlenden Zähnen wird keine Spannung erzeugt. Mit der zweiten negativen Flanke nach der Lücke erkennt das Steuergerät ME die OT-Stellung der Zylinder 1 und 4.
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Ist zu diesem Zeitpunkt noch das Signal vom Positionsgeber Nockenwelle auf 0 Volt ("low"), verarbeitet das Steuergerät ME dies zur Erkennung des ersten Zylinder Zünd-OT.
Die Synchronisation von Einspritz- und Zündfolge wird zur Ansteuerung der Zündspulen und Kraftstoff-Einspritzventile vom Steuergerät ME weiter verarbeitet. Weiterhin ist sie für die Antiklopfregelung und Kraftstoffabschaltung an einzelnen Zylindern erforderlich.
Fehlt das Signal vom Positionsgeber Nockenwelle, wird der Zünd-OT des 1. Zylinders vom Steuergerät ME willkürlich bestimmt.
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Laufruheauswertung
Um den Katalysator bei Verbrennungsaussetzern vor thermischer Überlastung zu schützen, wird der Motorlauf ständig überwacht.
Erkennt die Laufruheauswertung im Steuergerät ME Verbrennungsaussetzer, werden nach einer bestimmten Anzahl von Aussetzern das oder die entsprechende(n) Kraftstoff-Einspritzventil(e) nicht mehr angesteuert.
Erkannt werden Verbrennungsaussetzer verursacht durch:
Zündsystem
Einspritzsystem
Für die Laufruheauswertung wird das Signal vom Positionsgeber Kurbelwelle über ein umfangreiches mathematisches Verfahren genau auf zeitliche Gleichförmigkeit zwischen den einzelnen Verbrennungen ausgewertet.
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Jede einzelne Verbrennung muß an der Schwungmasse eine charakteristische Beschleunigung erzeugen.
Bei Verbrennungsaussetzern dreht die Schwungmasse bis zur nächsten Zündung etwas langsamer (kurze Drehmomentschwankungen).
Folgende Faktoren werden berücksichtigt:
Motordrehzahl, Motorlast
Erkennung Fahrbahnunebenheiten
Synchronisierung der Einspritz- und Zündfolge
Kraftstoff-Reserve-Signal
Geberradadaption erfolgt
Empfindlichkeit (mit HHT einstellbar)
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1. Motordrehzahl, Motorlast
Aus diesen Größen wird ein Vergleichswert für die Zeit zwischen zwei Verbrennungen gebildet.
2. Erkennung Fahrbahnunebenheiten
Das Signal des Beschleunigungsaufnehmers kommt über CAN von den Fahrdynamiksystemen über die Raddrehzahl (gleichmäßiger Lauf). Bei schlechter Fahrbahn wird die Laufruheauswertung unempfindlicher geschaltet.
Schwingungseinflüsse über den Antriebsstrang können bei bestimmten Drehzahlen und Lastzuständen die Auswertung negativ beeinflussen.
3. Synchronisierung der Einspritz- und Zündfolge
Die Zylindererkennung ist für die Fehlerspeicherung und ‑bewertung sowie für die selektive Zylinderabschaltung erforderlich.
4. Kraftstoff-Reserve-Signal
Sind Verbrennungsaussetzer erkannt, wird bei zu geringem Tankfüllstand ein Fehler gespeichert. Durch diese Zusatzinformation werden Verbrennungsaussetzer durch Kraftstoffmangel erkannt.
5. Geberradadaption
Die Laufruheauswertung ist erst nach erfolgter Geberradadaption aktiv. In einer Schubphase (gleichförmiger Rundlauf) speichert die Laufruheauswertung die besonderen Rundlaufeigenschaften des Motors. Zur Aussetzererkennung ist dies als Vergleichsgröße erforderlich.
6. Aussetzer-Zähler
Erkannte Aussetzer werden im Fehlerspeicher in folgende Zähler eingetragen:
Summe aller Aussetzer
Aussetzer zylinderspezifisch
Aussetzer "Emissionsgrenze"
Aussetzer "KAT schädigend"
Die Laufruheauswertung ersetzt die Brenndauer- und Brennspannungsmessung.
Steuergerät ME Anordnung/Aufgabe/Aufbau/Funktion | |||
Kraftstoffpumpe Anordnung/Aufgabe/Aufbau/Funktion | |||
Kraftstoff-Verteilerrohr Anordnung/Aufgabe/Aufbau/Funktion | |||
Kraftstoff-Einspritzventil Anordnung/Aufgabe/Aufbau/Funktion | |||
Positionsgeber Kurbelwelle Anordnung/Aufgabe/Aufbau/Funktion | |||
Positionsgeber Nockenwelle Anordnung/Aufgabe/Aufbau/Funktion | |||
Pedalwertgeber Anordnung/Aufgabe/Aufbau/Funktion | |||
Klopfsensoren Anordnung/Aufgabe/Aufbau/Funktion |
Referenzierte Dokumente
- gf0703s5004a Kraftstoff-Einspritzventil Anordnung/Aufgabe/Aufbau/Funktion
- gf0704s4116a Positionsgeber Kurbelwelle Anordnung/Aufgabe/Aufbau/Funktion
- gf0704s5035c Positionsgeber Nockenwelle Anordnung/Aufgabe/ Aufbau/Funktion
- gf0761s3101a Kraftstoff-Verteilerrohr ME Anordnung/Aufgabe/Aufbau/Funktion
- gf0761s5000a Steuergerät ME Anordnung/Aufgabe/Aufbau/Funktion
- gf1512s4101a Klopfsensoren Anordnung/Aufgabe/Aufbau/Funktion
- gf3020s4011a Pedalwertgeber Anordnung/Aufgabe/Aufbau/Funktion
- gf4720s4003b Kraftstoffpumpe Anordnung/Aufgabe/Aufbau/Funktion