gf0761p4031mos

Klopfregelung ME Funktion

Typ gf · Thema 07.61 · Version 0100 · 2008-05-05

Gültig für: MOTOR 275.953 im TYP 216.376, 221.176 ab Modell-J. 09 /AEJ 08 MOTOR 275.982 im TYP 216.379, 221.179 ab Modell-J. 09 /AEJ 08

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 07 Gemischaufbereitung › 07.61 Benzin-Einspritz- und Zündsystem ME — Baureihe 216 (Baumuster 376, 379) · Baureihe 221 (Baumuster 176, 179)

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 275 953, 275 982

GF07.61-P-4031MOS

Klopfregelung ME Funktion

5.5.08

MOTOR 275.953 im TYP 216.376, 221.176 ab Modell-J. 09 /AEJ 08

MOTOR 275.982 im TYP 216.379, 221.179 ab Modell-J. 09 /AEJ 08

Funktionsvoraussetzungen Klopfregelung allgemein

Kl. 87M EIN (Motorsteuerung EIN)

Motor läuft

Klopfregelung allgemein

Die Klopfregelung ist im Steuergerät ME (N3/10) integriert und hat die Aufgabe, bei unterschiedlichen Kraftstoffqualitäten und bei allen Betriebsbedingungen einen klopffreien Betrieb des Motors sicherzustellen.

Bei unkontrollierter Verbrennung (Klopfen) wird der Zündwinkel vom Zündmodul ECI, rechte oder linke Zylinderreihe (N92/1, N92/2) des betreffenden Zylinders nach "spät" verstellt.

Das Steuergerät ME (N3/10) steuert die Klopfregelung in Abhängigkeit folgender Sensoren und Signale:

– Klopfsensor vorn und hinten (linke Motorseite) (A29/1, A29/2)

– Klopfsensor vorn und hinten (rechte Motorseite) (A30/1, A30/2)

– Hall-Geber Nockenwelle, rechte Zylinderreihe (B6/3), Zündkreiserkennung

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– Temperaturfühler Ladeluft (B17/8) und Druckgeber nach Stellglied Drosselklappe (B28/7), Motorlast

– Temperaturfühler Kühlmittel (B11/4)

– Geber Fahrpedal (B37), Lastanforderung Fahrer

– Positionsgeber Kurbelwelle (L5), Motordrehzahl und Kurbelwellenstellung (Zündkreiserkennung)

– ROZ-Voreinstellung (Research - Oktanzahl) mit dem Diagnose-Assistenz-System (DAS) (außer Code (494) USA-Ausführung)

Zusätzlich werden die Anforderungen der Funktion Motordrehmoment-Anforderungen berücksichtigt.

Klopfregelung Funktionsablauf

Der Funktionsablauf ist in folgenden Punkten beschrieben:

Funktionsablauf Zündwinkelverstellung

Funktionsablauf ROZ-Korrektur

Funktionsablauf Adaption der Klopfregelung

Funktionsablauf Fehler bei der Klopferkennung

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Funktionsablauf Zündwinkelverstellung

Die Klopfregelung ist unter folgenden Betriebsbedingungen aktiv:

– Kühlmitteltemperatur >70 °C

– Motorlast >40 %

Das Steuergerät ME berechnet entsprechend seiner Eingangssignale eine zylinderspezifische Zündwinkelkorrektur.

Wird an einem Zylinder durch die Klopfsensoren Klopfen erkannt, wird dessen Zündwinkel (abhängig von der Motordrehzahl) ab der nächsten Zündung um ca. 3° KW (Kurbelwellen-Winkel) nach "spät" verstellt. Tritt weiterhin Klopfen auf, wird der Zündwinkel so lange um ca. 3° KW nach "spät" verstellt, bis die maximale Verstellung (von ca. 10 bis 15° KW) erreicht ist.

Bei klopffreier Verbrennung wird nach einigen Zündungen die Spätverstellung in Schritten von ca. 0,75° KW schrittweise zurückgenommen, bis wieder der normale Kennfeldwert erreicht ist oder neues Klopfen auftritt.

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Funktionsablauf ROZ-Korrektur

Die ROZ-Korrektur kann mit dem DAS durch eine Korrekturprogrammierung voreingestellt werden (außer Code (494) USA-Ausführung).

Zusätzlich verfügt die Klopfregelung über einen automatischen ROZ-Schalter. Dieser erkennt eine anhaltend hohe Klopfneigung des Motors und entlastet die Klopfregelung durch eine entsprechende Vorsteuerung.

Hierzu werden die gespeicherten Adaptionswerte, die Zündwinkel aller Zylinder und die Anzahl der Regelungseingriffe in bestimmten Motorlast- und Drehzahlbereichen ausgewertet.

Je nach überschrittener Schwelle wird die ROZ-Stufe um eine oder mehrere Stufen verstellt. Die eingeregelte ROZ-Stufe bleibt bis zum Abstellen des Motors erhalten.

Je höher die gewählte ROZ-Stufe, desto geringer ist die maximale Spätverstellung der Zündwinkel.

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Funktionsablauf Adaption der Klopfregelung

Ab einer Kühlmitteltemperatur von ca. 75 °C ist die Adaption der Klopfregelung aktiv.

Die erforderlichen Zündwinkelkorrekturen wegen klopfender Verbrennung werden kontinuierlich und zylinderspezifisch mit dem jeweiligen Betriebszustand des Motors (Motorlast und
-drehzahl) gespeichert.

Bei der Bestimmung der einzelnen Zündwinkel werden die gespeicherten Adaptionswerte berücksichtigt, so dass für jeden Zylinder sofort der optimale Zündwinkel bestimmt werden kann.

Bei einem Gasstoß werden für ca. 2 s keine Werte gespeichert, um falsche Adaptionswerte zu vermeiden.

Funktionsablauf Fehler bei der Klopferkennung

Bei Ausfall eines Klopfsensorsignals werden aus Sicherheitsgründen die Zündwinkel aller Zylinder (abhängig von Motordrehzahl und Kühlmitteltemperatur) um bis zu 11° KW nach "spät" verstellt. Die Klopfregelung und ihre Adaption werden gesperrt und ein Fehler im Fehlerspeicher abgelegt.

Die Zündwinkelkorrekturen von Überhitzungs-/Klingelschutz und Klopfregelung werden kennfeldabhängig addiert.

Funktionsschema Elektrik Klopfregelung

Typ 216

PE07.61-P-2786-97CAA

Typ 221

PE07.61-P-2786-97SAA

Steuergerät ME Bauteilbeschreibung

N3/10

GF07.61-P-6000MOS

Referenzierte Dokumente