gf0716p2014oa

Einspritzregelung CDI Funktion

Typ gf · Thema 07.16 · Version 0100 · 2008-05-07

Gültig für: MOTOR 629.9 im TYP 221.0 /1 ab Modell-J. 09 /AEJ 08

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 07 Gemischaufbereitung › 07.16 Dieseleinspritzsystem Common-Rail — Baureihe 221 (Baumuster 0**, 1**) · Baureihe 629 (Baumuster 9**)

GF07.16-P-2014OA

Einspritzregelung CDI Funktion

7.5.08

MOTOR 629.9 im TYP 221.0 /1 ab Modell-J. 09 /AEJ 08

Funktionsvoraussetzung allgemein

Kl. 61 EIN

Einspritzregelung Common-Rail Diesel Injection (CDI) Allgemein

Die Einspritzregelung hat die Aufgabe, die benötigte Einspritzmenge zum erforderlichen Zeitpunkt in den jeweiligen Zylinder einzuspritzen.

Das Steuergerät CDI (N3/9) liest zur Einspritzregelung folgende Sensoren ein:

- Raildrucksensor (B4/6)

- Geber Ladedruck (B5/1)

- Temperaturfühler Kühlmittel (B11/4)

- Temperaturfühler Ladeluft (B17/8)

- Hall-Geber Kurbelwelle (B70), für die Motordrehzahl

- Druckgeber nach Luftfilter (B28/5), für den Absolutdruck (Unterdruck) im Ansaugtrakt

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- Geber Fahrpedal (B37), für die Stellung des Fahrpedals

- Temperaturfühler Kraftstoff (B50)

- O2-Sonde links, vor KAT (G3/3) und O2-Sonde rechts, vor KAT (G3/4), zur Regelung der Abgasnachbehandlung

- Temperaturfühler Abgas KAT links (B16/4) und Temperaturfühler Abgas KAT rechts (B16/5), zur Regelung der Abgasnachbehandlung

- Temperaturfühler vor Abgasturbolader links (B16/9) und Temperaturfühler vor Abgasturbolader rechts (B16/10), zur Regelung der Abgasnachbehandlung

- Differenzdruckgeber (DPF) links (B28/12) und Differenzdruckgeber (DPF) rechts (B28/13), für den Beladungszustand des DPF, mit Code (474) Partikelfilter

- Hall-Geber Nockenwelle (B6/1) zur Zylinder-1-Erkennung

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- Heißfilm-Luftmassenmesser links (B2/6), für die angesaugte Luftmasse

- Temperaturfühler Ansaugluft (B2/6b1)

- Heißfilm-Luftmassenmesser rechts (B2/7), für die angesaugte Luftmasse

- Temperaturfühler Ansaugluft (B2/7b1)

Dabei sind je nach Einspritzzeitpunkt folgende Funktionsabläufe zu unterscheiden:

Funktionsablauf Voreinspritzung

Funktionsablauf Haupteinspritzung

Funktionsablauf Nacheinspritzung

Funktionsablauf Voreinspritzung

Ziel der Voreinspritzung ist es, das Verbrennungsgeräusch zu reduzieren. Dies wird dadurch erreicht, dass vor der eigentlichen Haupteinspritzung bis zu 2-mal eingespritzt wird und dadurch die Verbrennung weicher abläuft.

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Zusätzlich kommt es durch die Voreinspritzung zu einer Reduzierung der Particulate Matter (Partikel) (PM) im Abgas. Der Ansteuerbeginn der Kraftstoffinjektoren (Y76) bei der Voreinspritzung wird vom Steuergerät CDI lastfallgeregelt berechnet. Ferner werden der letzte Ansteuerbeginn der Haupteinspritzung und die von der Batterie (G1) übermittelte Bordnetzspannung berücksichtigt.

Die Voreinspritzung wird vom Steuergerät CDI nicht veranlasst, wenn einer der folgenden Zustände vorliegt:

- Der Zeitpunkt der Voreinspritzung ist überschritten

- Die berechnete Voreinspritzmenge ist zu gering

- Die erfasste Motordrehzahl ist zu hoch

- Die Haupteinspritzmenge ist zu gering

- Der Raildruck ist zu gering

- Der Motor wird abgestellt

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Funktionsablauf Haupteinspritzung

Die Haupteinspritzung erfolgt im Anschluss an die Voreinspritzung. Die Haupteinspritzung ist durch den Ansteuerbeginn (Einspritzzeitpunkt) und die Ansteuerdauer (Einspritzdauer) gesteuert. Die Haupteinspritzung für die Kraftstoffinjektoren wird vom Steuergerät CDI nicht veranlasst, wenn einer der folgenden Zustände vorliegt:

- Volllasteinspritzmengenbegrenzung ist aktiv (Motordrehzahl > 4500/min)

- Die Kraftstofftemperaturgrenze ist überschritten

- Der Raildruck ist zu gering

- Der Motor befindet sich im Schubbetrieb

- Ein externer Eingriff in die Mengenregelung, z. B. durch das elektronische Stabilitäts Programm (Electronic-Stability-Program) (ESP), liegt vor

- Der Motor wird abgestellt

Funktionsablauf Nacheinspritzung

Die Nacheinspritzung erfolgt im Anschluss an die Haupteinspritzung.

Die Nacheinspritzung dient dazu, die Abgastemperatur zu erhöhen und den Umwandlungsprozess der Abgasbestandteile im Oxidationskatalysator zu unterstützen.

Bei Fahrzeugen mit Code (474) Partikelfilter wird durch eine 2. Nacheinspritzung die Abgastemperatur weiter erhöht und der Regenerationsvorgang im Dieselpartikelfilter (DPF) ausgelöst. Die Particulate Matter (Partikel) (PM) im Abgas werden nachträglich verbrannt. Der Beladungszustand des DPF links und rechts wird durch den Differenzdruckgeber (DPF) links und durch den Differenzdruckgeber (DPF) rechts erfasst.

Die Nacheinspritzung wird vom Steuergerät CDI nicht veranlasst, wenn einer der folgenden Zustände vorliegt:

- Der Zeitpunkt der Voreinspritzung ist überschritten

- Die erfasste Motordrehzahl ist zu hoch

- Die berechnete Nacheinspritzmenge ist zu gering

- Die Haupteinspritzmenge ist zu gering

- Der Raildruck ist zu gering

- Der Motor wird abgestellt

Funktionsschema Elektrik Common-Rail Diesel Injection (CDI) Einspritzregelung

PE07.16-P-2761-97SAA

Steuergerät CDI Bauteilbeschreibung

N3/9

GF07.16-P-6000OA

Steuergerät ESP Bauteilbeschreibung

N47-5

GF42.45-P-5118LE

Referenzierte Dokumente